"Sie verdienen unseren Applaus" – CFC verabschiedet neun Spieler vor Heimspiel gegen Zwickau
Schon vor dem letzten Heimspiel des Chemnitzer FC der Saison 2025/26 gegen den FSV Zwickau am Samstag (Anstoß: 16 Uhr) wird es emotional auf dem Rasen im eins-Stadion – An der Gellertstraße, wenn die Himmelblauen neun Spieler offiziell verabschieden, die den Club nach dieser Saison verlassen.
Wer über den Sommer hinaus nicht mehr Teil des Kaders sein wird, steht bereits fest: Der gemeinsame Weg mit Kapitän Tobias Müller, Eigengewächs Niclas Walther sowie Torwart Daniel Adamczyk endet nach dieser Spielzeit. Auch Leon Damer, Artur Mergel, Felix Müller, Anton Rücker und Niclas Erlbeck erhalten keinen neuen Vertrag bei den Himmelblauen. Dario Gebuhr kehrt nach Leihende zu seinem Stammverein Hansa Rostock zurück.
Kapitän Müller vor Abschied nach acht Jahren
Nach acht Jahren und mehr als 200 Partien im CFC-Trikot geht Kapitän Tobias Müller von Bord – ein Schritt, der viele Fans überrascht hat.
„Tobi hat den Chemnitzer FC über acht Jahre hinweg – fünf davon als Kapitän – auf und neben dem Platz geprägt. Seine menschlichen Qualitäten sind unbestritten, daher genießt er völlig zurecht eine hohe Wertschätzung im gesamten Umfeld des Vereins. Gerade in schwierigen Phasen ist er immer vorangegangen, hat Verantwortung übernommen und sich voll mit dem Verein und der Stadt identifiziert. Dass sich unsere Wege nun trennen, ist uns alles andere als leichtgefallen. Es ist eine harte, aber von beiden Seiten konsequent getroffene Entscheidung. Tobis Verdienste werden bleiben – und für ihn wird auch in Zukunft immer eine Tür beim Chemnitzer FC offenstehen“, erklärte Sportdirektor Chris Löwe.
Ein Eigengewächs geht seinen Weg
Mit Niclas Walther gehört auch ein Eigengewächs zu den Abgängen, das bereits als Sechsjähriger mit dem Fußballspielen bei den Himmelblauen begonnen hat und knapp 150 Spiele für den CFC absolviert hat.
„Niclas ist ein echtes Eigengewächs, das seinen Weg aus unserem Nachwuchs bis in die Regionalliga gegangen ist. Solche Entwicklungen stehen für die Identität unseres Vereins, mit der sich viele unserer Fans identifizieren. Umso mehr respektieren wir seinen Einsatz und seine Verbundenheit über all die Jahre. Jetzt ist der Moment gekommen, in dem sich unsere Wege vorerst trennen. Wenn Niclas die Situation und die anstehende Veränderung annimmt, wird er in seiner Entwicklung als Fußballer davon profitieren“, sagte Chris Löwe.
Ein würdiger Abschied für alle neun Spieler
Der CFC wird sich bei der offiziellen Verabschiedung am Samstag auch bei allen weiteren Spielern für ihr Engagement und ihren Einsatz im himmelblauen Trikot bedanken. Das Bezirksderby wird dafür auch die entsprechende Kulisse bieten: Am Dienstag waren bereits rund 5.500 Tickets verkauft.
„Jedem einzelnen Spieler, der für unseren Verein gespielt hat und hier zum Teil über mehrere Jahre aktiv war, gebührt unser ausdrücklicher Dank. Wir wünschen jedem für die Zukunft nur das Beste. Genau deshalb wird auch jeder Spieler, der uns zum Saisonende verlassen wird, von uns und unseren Fans einen würdigen Abschied vor unserem letzten Heimspiel gegen Zwickau erhalten – und den Applaus bekommen, den er sich für seinen Einsatz im Trikot des Chemnitzer FC verdient hat“, betont Sportdirektor Chris Löwe, der am Donnerstag gemeinsam mit Cheftrainer Benjamin Duda an der Spieltags-Pressekonferenz vor dem letzten Heimauftritt an der Gellertstraße vor der Sommerpause teilnehmen wird.
Analyse, Verantwortung und der Blick nach vorn
„Alle neun Spieler haben sich bei uns als Mensch und Sportler engagiert eingebracht. Wir haben gemeinsam positive Momente erlebt, die hängenbleiben werden – auch wenn wir uns von der sportlichen Gesamtentwicklung in der jüngeren Vergangenheit mehr versprochen haben. Das ist kein Geheimnis. Ich trage als Sportdirektor Verantwortung für die Kaderplanung. Auch unbequeme Entscheidungen sind Teil des Fußballgeschäfts. Deshalb haben wir in den vergangenen Wochen und Monaten eine intensive Analyse vorgenommen und gemeinsam mit Cheftrainer Benjamin Duda bewertet, auf welchen Positionen und in welchen Bereichen wir die Mannschaft verändern müssen, um künftig wieder höhere Tabellenregionen angreifen zu können“, so Löwe.
Am Samstag wird es beim emotionalen Bezirksderby deshalb nicht nur um die nächsten drei Punkte in der Regionalliga Nordost gehen, sondern auch darum, gemeinsam mit unseren Fans noch einmal innezuhalten und allen neun Spielern mit einem großen Applaus den Respekt und die Wertschätzung zu zollen, die sie sich für ihren Einsatz im himmelblauen Trikot verdient haben.



