Sieben Tore in Dresden: Chemnitzer FC löst Ticket für die 3. Pokalrunde souverän
Mit dem Flutlichtspiel beim Dresdner SC stieg der Chemnitzer FC in den Wernesgrüner Sachsenpokal 2026/27 ein. Als gesetztes Team ging es in der 2. Runde zum Einstieg in den Wettbewerb gegen den Sachsenligisten in die Landeshauptstadt. Im Heinz-Steyer-Stadion sahen 1.908 Zuschauer einen klaren 7:0-Errfolg, davon knapp 800 aus Chemnitz.
Cheftrainer Benjamin Duda hatte vor der Partie klargemacht, dass auch der Sachsenpokal kein Selbstläufer war. Er ordnete den Landespokal in Sachsen als den schwersten Deutschlands ein.
Mit Blick auf den Ligabetrieb stellte Benjamin Duda auf acht Positionen um: Im Tor startete Wunsch, für Löhmannsröben spielte Gröger, auf der linken Seite verteidigte Pistol. Im Mittelfeld begannen Stockinger, Zamora, Hempel und Grimaldi, im Sturm kam Marx neu in die Startelf.
Gedenken an Eberhard Vogel
Bevor der Ball rollte, wurde in einer Gedenkminute der unter der Woche verstorbenen FCK-Legende Eberhard Vogel gedacht. Während der Schweigeminute war nur der Regen zu hören, der auf das Stadiondach des Heinz-Steyer-Stadions prasselte. Ruhe in Frieden, Eberhard!
Dann ging es in die Partie. Die Anfangsphase lief ruhig an. Die Gastgeber versuchten, ihre Angriffe vor das Chemnitzer Tor zu bringen, konnten sich aber häufig nicht durchsetzen oder verloren durch eigene Fehler den Ball. Die erste Großchance für den Chemnitzer FC verzeichnete Berlinski. Grimaldi zog auf rechts in den Strafraum und brachte das Leder flach in den Fünfmeterraum, wo der Mittelstürmer den Fuß hineinhielt, aber aus kurzer Distanz Keeper Kuhl nicht überwinden konnte (15.).
CFC vergibt erst die Führung und schlägt dann doppelt zu
In der 23. Minute folgte der nächste Angriff der Himmelblauen. Grimaldi zog auf links in den Strafraum und bleibt am ausgestreckten Bein des Verteidigers hängen. Schiedsrichter Albert entschied sofort auf Elfmeter. Ron Berlinski schnappte sich den Ball, scheiterte aber an DSC-Schlussmann Kuhl.
Der Chemnitzer FC ließ sich davon nicht beirren und fuhr den nächsten Angriff. Dieses Mal war es Pistol, der an der rechten Strafraumgrenze abzog. Der Ball ging knapp über die Latte (25.). Das spiel kannte in dieser Phase nur eine Richtung und fühlte sich an wie die zweite Halbzeit gehen den FC Carl Zeiss Jena.
In der 37. Minute fiel dann endlich das Tor und die Führung für den Chemnitzer FC. Erst scheiterte Grimaldi aus kurzer Distanz am starken Kuhl, dann fand der Ball über Umwege die Lücke zwischen zwei Innenverteidigern. Berlinski setzte sich auf der linken Seite durch und schob den Ball abgezockt ins Netz.
Kurz darauf traf Gröger mit seinem ersten Pflichtspieltor zum 2:0. Zunächst parierte Kuhl die Flanke aus dem Halbfeld von Stockinger, musste sich dann aber doch dem Kopfball von Gröger aus kurzer Entfernung geschlagen geben (40.).
Eppendorfer sorgt für die deutliche Führung zur Halbzeit
In der zweiten Minute der Nachspielzeit erhöhte Eppendorfer zur 3:0-Halbzeitführung. Zamora setzte sich zunächst an der Strafraumgrenze durch, passte anschließend auf Eppendorfer, der direkt aus 16 Metern abzog. Damit ging es für die Himmelblauen in die Kabine.
Dresden wieder selbstbewusster, Chemnitz wird spielfreudig
Zur Halbzeit brachte Benjamin Duda zwei frische Kräfte: Die Torschützen Berlinski und Eppendorfer machten Platz für Biven und Baumgart. Gleichzeitig folgte die Umstellung von einem 4-4-2 auf das gewohnte 4-3-3. Biven nahm einen Platz im Mittelfeld ein, Baumgart lief als Rechtsverteidiger auf und sollte zeitnah für Furore sorgen.
Bei wiedereinsetzendem Regen starteten aber zunächst die Dresdner selbstbewusst in die zweite Spielhälfte. Stürmer Weigel sah, dass Wunsch weit vor dem Tor stand, und lupfte aus rund vierzig Metern. Der Ball sprang nach dem Aufprallen über Wunsch, aber auch knapp über das Tor (47.).
Auf der anderen Seite schickte Biven erst Pistol, der dann Grimaldi bediente. Der zog auf links ab, prüfte Kuhl und dieser parierte den Schuss. Es blieb beim 3:0 (53.). Kurz darauf war Marx erfolgreicher: In der 55. Minute netzte er nach Zuspiel vom eingewechselten Baumgart zum 4:0 ein. Baumgart brachte die Flanke von rechts mit nur einem Kontakt. Auch Marx verwandelte One-Touch am langen Pfosten.
Danach brachte Duda wieder neues Personal: Alberico kam für Stockinger, Grimaldi machte Platz für Fesser und Mensah löste Marx ab (59.).
In der Schlussphase wird es deutlich
Der CFC blieb weiter dran und legte nach. Dieses Mal war es der frisch in die Partie gekommene Alberico, der im Nachschuss die Führung ausbaute (63.). Die Dresdner verloren auch in der zweiten Halbzeit nach anfänglich gutem Start immer weiter den Zugriff auf das Spiel und hatten nahezu keine Chance aus dem Spiel heraus.
Fesser schnappte sich in Minute 72 nach schöner Vorbarbeit von Alberico im Dresdner Strafraum den Ball, verlud Kuhl und hatte zum 6:0 leichtes Spiel. Je länger die Partie dauerte, desto schwerer wurde es für die Gastgeber, die frischen Kräfte der Himmelblauen zu verteidigen (75.).
Alberico und Fesser blieben weiter in Spiellaune. Fesser spielte auf der rechten Seite sein Tempo aus und ging in die Tiefe. Frei vor Kuhl legte er aus spitzem Winkel quer, sodass Alberico am langen Pfosten nur noch zum 7:0 einschieben musste (79.).
Dann noch einmal der Dresdner SC: Mann setzte zum Sprint an und schaffte es bis in den Strafraum. Dort ließ er sich aber zu weit nach außen drängen und musste sich schließlich geschlagen geben (80.).
Der CFC blieb bis zum Ende offensiv hungrig. Eine Flanke von rechts segelte bis ans lange Eck, wo Pistol den Ball im Rückraum aufnahm und auf den Kasten schlenzte. Kuhl flog und parierte stark (83.).
Auch Mensah hatte noch die Gelegenheit auf seinen Treffer. Fesser bediente den Youngster im Strafraum, doch gleich drei Abschlussversuche wurden jeweils von Kuhl oder einem Dresdner Verteidiger abgewehrt, die sich wenige Meter vor dem Tor in die Schüsse warfen (85.).
Nach 90 Minuten war pünktlich Schluss.
Pflichtaufgabe souverän gelöst
Der Chemnitzer FC nahm die Pflichtaufgabe ernst und gewann am Ende deutlich mit 7:0. Die Dresdner fanden zunächst gut in die Partie, ehe der CFC nach und nach die Kontrolle übernahm. Kurz vor der Pause klingelte es dann gleich dreimal im Tor der Gastgeber.
In der zweiten Halbzeit zeigte sich der Chemnitzer FC sehr spielfreudig und vor allem konsequent vor dem Tor. Dadurch fiel das Ergebnis am Ende deutlich aus und die Himmelblauen zogen souverän in die nächste Runde des Wernesgrüner Sachsenpokals ein.
Gegen wen der Chemnitzer FC in der 3. Runde des Wernesgrüner Sachsenpokals spielen wird, entscheidet sich direkt am kommenden Montag, dem 07. September 2026 ab 15 Uhr live im MDR-Stream.
Kommende Woche geht es bereits in der Liga weiter. Am Freitag um 19 Uhr gastiert der Chemnitzer FC bei der VSG Altglienicke in der Spree-Arena Fürstenwalde. Dort geht es gegen das nächste Top-Team um weitere wichtige Punkte in der Regionalliga.
Hier sind alle Infos zum Vorverkauf!
Dresdner SC — Chemnitzer FC 0:7 (0:3)
DSC: Kuhl — Schütze, Sattler, Schickor, Kubitz — Elmadbouk, Goncalves, Lehmann, Rau — Weigel, Urbanek
CFC: Wunsch — Pistol, Slamar, Gröger, Eppendorfer (46. Baumgart) — Stockinger(59. Alberico), Zamora, Hempel, Grimaldi (59. Mensah) — Berlinski (46. Biven), Marx (59. Fesser)
Tore: 0:1 Berlinski (37.), 0:2 Gröger (40.), 0:3 Eppendorfer (45.+2), 0:4 Marx (55.), 0:5 Alberico (63.), 0:6 Fesser (72.), 0:7 Alberico (79.)
Zuschauer: 1.908



