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07.01.2024 - 17.19 Uhr | 1. Mannschaft

Silber und Bronze - CFC mischt Hallenturniere der Region auf

Bei den Hallenturnieren in Zwickau und Altenburg hat sich der Chemnitzer FC am Samstag und Sonntag bestens präsentiert. Beim ZEV Hallenmasters verpassten die Schützlinge von Cheftrainer Christian Tiffert nur knapp das Finale, einen Tag später reichte es zu Silber beim Neujahrsturnier.

ZEV Hallenmasters: Bronze nach Halbfinal-Aus im Neun-Meter-Schießen

Am Samstagmittag reiste der CFC-Tross um die jungen Wilden Roman Eppendorfer, Jannik Wolter, David Wunsch, Clemens Boldt, Yanick Abayomi, Stephan Mensah, Stanley Keller, Nils Lihsek, Leon Damer und Stefan Pribanovic nach Westsachsen. Mission: Titelverteidigung. Bei der letzten Ausgabe 2020 gewann unter anderem auch David Wunsch, der schon als kleiner Junge auf DSF den Budenzauber der Profis verfolgte: "Es ist cool, jetzt selbst mal bei so einem Turnier dabei zu sein. Das ist immer ein besonderer Moment."

Ins Turnier starteten die Himmelblauen mit einem knappen 5:4-Sieg gegen den spielerisch starken Oberliga-Tabellenführer VFC Plauen. Tiki-Taka war nicht unbedingt das Chemnitzer Steckenpferd an diesem Nachmittag, stattdessen schnelles Konterspiel und solide Verteidigung. Im zweiten Gruppenspiel machte der CFC mit einem 2:2 gegen Liga-Konkurrent FC Carl Zeiss Jena den Gruppensieg klar und traf im Halbfinale auf seinen früheren Coach Sven Köhler.

Während Stephan Mensah und Jannik Wolter wirbelten, drang aus dem Vorsaal der Stadthalle Zwickau der Bratwurst-Geruch ins Innere. Rund 3.500 Zuschauer verfolgten das Geschehen auf dem Kunstrasen. CFC-Stadionsprecher Olaf Kadner war auch an diesem Samstag gefragt und heizte dem Publikum ordentlich ein.

Nach dem Remis über die reguläre Spielzeit scheiterte der CFC im Neun-Meter-Schießen am VfB Auerbach. Letztere hatten im Finale gegen den torhungrigen Gastgeber FSV Zwickau keine Chance mehr. Neben Pizza und einem Kasten Bier gab es zur Siegerehrung sogar noch eine kleine Überraschung: Jannik Wolter wurde von den Trainern der teilnehmenden Teams zum besten Spieler des Turniers gewählt.

Cheftrainer Christian Tiffert war trotz der verpassten Titelverteidigung zufrieden: "Die Jungs haben das gut gemacht, dritter Platz ist in Ordnung." Einziges Manko war der fehlende Kombinationsfußball, da viele Teams mit fliegendem Torhüter spielten. Tiffert: "Das Event war top, aber mir waren es ein paar zu viele Treffer mit leerem Tor. Schöne Kombinationen habe ich etwas zu selten gesehen."

Hallenfußball Neujahrsturnier: Über Titelverteidiger Meuselwitz ins Finale, aber der neue Angstgegner ist zu viel

Am Sonntag zog die gleiche Mannschaft gen Thüringen, die schon in Zwickau eine Medaille holte, mit Ausnahme einer Veränderung. Kingsley Akindele fuhr mit nach Altenburg, dafür blieb Nils Lihsek zu Hause.

Die Mannschaft brauchte etwas Zeit, um in das Turnier zu finden. In der ersten Partie setzte ein giftiges Schmöllner Team den Fünf in Himmelblau mächtig zu und feierte trotz optischer CFC-Überlegenheit, einen Sieg gegen den Favoriten dank zwei Kontertoren (0:2). Auch Spiel zwei startete nicht optimal. Der Bornaer SV ging früh mit 0:1 in Führung, doch die Mannschaft von Christian Tiffert drehte die Partie (2:1). "Heute war es deutlich schwieriger als gestern in Zwickau. Dadurch, dass es Tor- und Seitenaus gab, musste man wirklich alles mit den Mitspielern lösen und konnte nicht im Notfall mit der Bande spielen.", erklärte Damer die Startschwierigkeiten.

Außerdem wirkte es so, als wären die Scouts der heutigen Gruppengegner am Vorabend auch in Zwickau gewesen – oder sie saßen zumindest vorm Livestream. Denn Jannik Wolter, der beim Hallenmasters Spieler des Turniers wurde, musste in den ersten beiden Spielen ordentlich einstecken. Im letzten Gruppenspiel machten Wolter, Mensah und Co ihrem Ärger dann Luft und rollten über die BSG Stahl Riesa mit 7:0 hinweg. Nach der Gruppenphase holten sich die Spieler ihre Essensmarken ab und es gab die hart verdienten belegten Brötchen zum Mittag.

Aufgrund einer guten Tordifferenz zog der Chemnitzer FC als Gruppenerster ins Halbfinale ein, wo der Liga-Konkurrent aus Zipsendorf bereits wartete. Nach einer schnellen 2:0 Führung durch Akindele und Abayomi, meldete sich der ZFC Meuselwitz zurück und glich zügig aus. Damer und Mensah ließen kurz vor Schluss jedoch keinen Zweifel daran, wer um den Cup spielt und wer im Spiel um Platz 3 für Bronze kämpfen muss (4:2). Im anderen Halbfinale setzte sich der SV Schmölln gegen die BSG Wismut Gera in einer körperbetonten und mitreißenden Partie 3:2 durch.

Wie im Gruppenspiel erwischten die Schmöllner auch im Finale den besseren Start und gingen in Führung. Anders als im ersten Aufeinandertreffen erzeugten die Himmelblauen in dieser Partie aber Torgefahr. Erst traf Keller die Latte, dann scheiterte Mensah gleich zweimal am Schmöllner Keeper, der auch verdientermaßen zum „Torhüter des Turniers“ gewählt wurde. Aber auch das Landesklasse-Team kam immer wieder zu Chancen. So traf der SVS das Chemnitzer Lattenkreuz und streifte bei einem weiteren Abschluss den Pfosten. Als bereits die Musik der Schlussminute eingespielt wurde und die 850 Zuschauer von zehn abwärts zählten, traf Mensah noch einmal das Außennetz, doch dann war Schluss.

"Es kam auf jeden Fall so ein Spaß auf wie früher bei den Hallenturnieren in der Jugend. Natürlich war es aber ein ganzes Stück ernster. Wir wollten das Turnier unbedingt gewinnen. Leider hat das heute nicht funktioniert.", fasst Yanick Abayomi den zweiten Turniertag zusammen.

Nachdem die Profis sich in der Halle bewiesen haben, sind am kommenden Wochenende (13./14.) die kleinen Helden unserer Stadt gefordert. Allen voran beim Klinikum Cup (13. Januar, 9.30 Uhr, Richard-Hartmann-Halle) gehen die Himmelblauen U12-Kicker angefeuert von unserer aktiven Fanszene wieder auf Torejagd.