„So wächst Sieger-Mentalität innerhalb einer Mannschaft“ – Willkommen bei den Himmelblauen, Martial!
In der Sommervorbereitung stellen wir euch unsere Neuzugänge in einer kleinen Porträt-Serie vor – so lernt ihr schon vor dem ersten Heimspiel die Jungs besser kennen, die in diesem Sommer neu zur Mannschaft von Cheftrainer Benjamin Duda gestoßen sind.
In Folge sieben richten wir den Blick auf einen temporeichen Linksverteidiger mit klaren Zielen, Bodenhaftung und großem Entwicklungspotenzial: Martial Ekui ist im Sommer von der SpVgg Bayern Hof aus der Oberliga zum CFC gewechselt – und will sich im himmelblauen Trikot Schritt für Schritt in der Regionalliga Nordost beweisen.
Als Vierjähriger zum 1. FC Passau
Geboren wurde Martial Ekui am 5. September 2003 in Passau, wo er schon im Alter von vier Jahren beim 1. FC Passau erstmals gegen den Ball trat. „Mein Vater war schon immer total fußballverrückt“, erinnert sich der heute 21-Jährige. „Außerdem war früh klar: Ich muss irgendeinen Sport mit einem Ball machen. Als Kind habe ich bei jeder Gelegenheit gesagt, dass ich Fußballprofi werde. Für mich war das immer klar.“
2018 wechselte Martial ins Nachwuchsleistungszentrum von Jahn Regensburg und durchlief dort alle Altersklassen von der U16 bis zur U19. Es folgten erste Erfahrungen im Männerbereich bei der U23 des 1. FC Magdeburg, mit der er 2023 den Aufstieg in die Oberliga feierte. Über die SpVgg Bayern Hof führte ihn sein Weg nun zum Chemnitzer FC – in eine Stadt, die ihn fußballerisch reizt und menschlich willkommen heißt.
Bayern-Fan mit Alaba-Nummer
Auch wenn Martial heute als Profi auf dem Platz steht, ist er bis heute Fan geblieben – vom FC Bayern München: „Mein Papa ist brutaler Bayern-Fan, das hat natürlich abgefärbt.“ Sein früheres Vorbild war David Alaba, der einst mit der Nummer 27 auf dem Rücken für die Münchner spielte – eine Nummer, die nun auch Martial in Chemnitz trägt. „Ich wollte eigentlich die 7 oder 17, aber die waren schon weg. Die 27 ist trotzdem perfekt – wegen Alaba und weil sie zu mir passt.“
Auch heute schaut Martial noch gern über den Tellerrand hinaus. Begeistert ist er derzeit von Nuno Mendes, der Portugiese spielt als Linksverteidiger bei Paris Saint-Germain: „Für mich ist das derzeit der beste Linksverteidiger der Welt. Schnell, technisch stark, aggressiv – da schaue ich genau hin.“
Neue Liga, neue Herausforderung
Der Wechsel zum Chemnitzer FC ist für ihn der richtige Schritt zur richtigen Zeit: „Ich konnte mir beim Probetraining zunächst einen persönlichen Eindruck von Mannschaft, Verein, Stadion und Stadt machen. Die Qualität hier ist nochmal ein Level höher – das habe ich sofort gespürt“, erzählt der Neuzugang. „Die Regionalliga ist die Herausforderung, die ich gesucht habe.“
In der Mannschaft hat er sich schnell eingefunden. Kein Wunder, schließlich wohnte er in den ersten Tagen bei Teamkollege Tobias Stockinger – ebenfalls aus Passau. „Wir kannten uns vorher nur vom Hörensagen, aber die Harmonie war sofort da. Morgen ziehe ich in meine eigene Wohnung – den Schlüssel habe ich vor ein paar Tagen bekommen.“ Die beiden Passauer haben auch schon gemeinsame Pläne für die freien Tage: „Wenn wir mal zwei Tage frei haben, geht’s zusammen mit ‚Stocki‘ als Fahrgemeinschaft in die Heimat.“
„Ich will mir einen Stammplatz erkämpfen“
Auf dem Platz zählt für Martial vor allem harte Arbeit: „Ich weiß, dass ich mich als Neuzugang zunächst aus der Rolle des Herausforderers beweisen muss. Mir ist klar, dass ‚Nici‘ [Anm.d.R.: Niclas Walther] auf meiner Position schon Regionalliga-Erfahrung mitbringt. Doch ich habe mein Ziel fest im Blick: Ich will mir beim CFC einen Stammplatz mit guten Leistungen erkämpfen – so früh wie möglich. Aber klar ist auch: Erstmal geht’s für mich darum, möglichst viele Minuten zu sammeln und so schnell wie möglich in der Liga anzukommen. Der Rest kommt dann von allein.“
Die ersten Einheiten im CFC-Trikot haben Eindruck hinterlassen: „In der Kabine geht’s locker zu, aber auf dem Platz herrscht echte Professionalität. Man merkt sofort: Jeder will gewinnen – selbst im Training. Das pusht die ganze Gruppe, so wächst Sieger-Mentalität innerhalb einer Mannschaft.“
Chemnitz ist fußballverrückt
Besonders freut sich Martial auf seinen ersten Pflichtspiel-Einsatz im Stadion – An der Gellertstraße: „Das wird ein neues Gefühl, da ich noch nie in so einem großen Stadion gespielt habe. Schon bei den Testspielen war ordentlich was los – das hat Lust auf mehr gemacht. Ich genieße es, in einer fußballverrückten Stadt wie Chemnitz leben zu dürfen.“
Bodenständigkeit und Reife bringt der 21-jährige Neuzugang des CFC nicht zuletzt durch seine Erziehung mit: „Ich habe früh gelernt, Verantwortung zu übernehmen – nicht nur durch den Fußball, sondern auch durch meine Familie.“ Martial hat zwei Halbgeschwister – eine zwölfjährige Schwester und einen sechsjährigen kleinen Bruder. Seinen Vornamen trägt er übrigens nicht ohne Grund: „Der Taufname meines Vaters ist Martial – und er wünschte sich, dass ich seinen Namen weitertrage.“
Willkommen bei den Himmelblauen, Martial – wir wünschen dir eine erfolgreiche und verletzungsfreie erste Saison im CFC-Trikot!



