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04.02.2025 - 12.15 Uhr | 1. Mannschaft

Trainer-Trickkiste: Spielstark und blutjung – Viktoria fordert den CFC

In unserer Rubrik "Trainer-Trickkiste" werfen wir wieder einen genauen Blick auf den kommenden Gegner des Chemnitzer FC: den FC Viktoria 1889 Berlin. Das Medienteam des Clubs hat die Hauptstädter analysiert, um euch auf das anstehende Auswärtsspiel der Himmelblauen optimal einzustimmen. Am Mittwoch wird die Partie des 17. Spieltags ab 19 Uhr im Stadion Lichterfelde nachgeholt.

Bei der Berliner Viktoria war zuletzt einiges los – auch auf der Trainerbank. Im Sommer verließ der gefragte Chefcoach Semih Keskin den Verein in Richtung des Stadtkonkurrenten Altglienicke. Dennis Kutrieb übernahm im Sommer als neuer Übungsleiter und gab der Viktoria bereits im September wieder den Laufpass, um sich dem BFC Dynamo anzuschließen. Nun sitzt sein ehemaliger Co-Trainer Lucio Geral auf der Trainerbank. Wir schauen uns genau an, wie er seine Mannschaft auf das Feld schickt.

Spielstärke und die eigene Philosophie

Im Normalfall eröffnen die Berliner das Spiel von hinten mit einem 3-2-Aufbau, also mit drei breitstehenden Verteidigern und zwei zentralen Mittelfeldspielern davor. Die beiden Schienenspieler – zuletzt Damelang und Scholz – schieben auf Höhe der Stürmer, sodass sich in vorderster Reihe fünf Anspielstationen bieten. Die Spieler auf den offensiven Außenpositionen rücken folglich in die Halbpositionen neben dem Mittelstürmer.

Wurde sich im Spielaufbau für eine Seite entschieden, versuchen die Berliner diese Seite mit möglichst vielen Spielern zu überlagern, um ihre technische Qualität auf engem Raum ausspielen zu können. Es gibt allerdings noch einen weiteren großen Vorteil: Auf der ballfernen Seite entsteht viel Platz. Der ballferne Flügelstürmer lässt sich tief fallen, um den freigewordenen Raum zu besetzen und dort einen Ball aus dem Druck heraus zu empfangen. In der Folge kann er sich aufdrehen und hat sowohl den Schienenspieler auf dem Flügel als auch den anderen Flügelspieler als Anspielstation in der Tiefe. Der Stürmer bietet sich meist für ein kurzes Zuspiel an.

Über spielerische Lösungen versuchen die Berliner die meisten Situationen zu lösen und gehören dabei zu den stärksten Teams der Liga. Daher ist auch die Ballbesitzstatistik in den meisten Fällen auf Seiten der Viktoria. Für diese klare Spielphilosophie stehen die Hellblauen bereits seit Jahren – und das trainerübergreifend.

Schwerwiegende Abgänge und Standardschwäche

Gleichzeitig hat die junge Mannschaft Probleme, den eigenen Kasten zu verteidigen. Das dürfte nach dem Abgang von Abwehrchef Adrian Liu (HNK Sibenik) noch schwieriger werden. Auch gegen den Ball stehen die Berliner taktisch in ihrem 3-4-2-1 bzw. im 3-5-2, laufen den Gegner allerdings meist schon früh sehr mannorientiert an und fallen deshalb selten in eine Fünferkette zurück.

Zuletzt zeigten sich die Berliner vor allem bei Standards anfällig. Vier der fünf Gegentore seit der Winterpause fielen nach ruhenden Bällen.

Voraussichtliche Aufstellung FC Viktoria 1889 Berlin: Horenburg 22 – Lippegaus 29, Oellers 14, Meisur 16 – Scholz 13, Günay 7, Berg 8, Damelang 11 – Elekwa 17, Küc 10 – Jones 9 (3-4-2-1)