„Sprint-, laufstark, dynamisch und offensiv“ – CFC gastiert im Sportforum Hohenschönhausen
Die nächste Auswärtsfahrt steht an. Gleichzeitig ist es das zweite Wochenende für den CFC mit einem Duell aus der Spitzengruppe der Liga. Als Tabellenführer geht es nun zum BFC Dynamo (4.) ins Sportforum Hohenschönhausen.
Vom Außenseiter in die Spitzengruppe
Der BFC Dynamo gehört bislang zu den positiven Überraschungen der Regionalliga Nordost. Nach zwölf Spieltagen stehen die Berliner bei sieben Siegen, drei Unentschieden und lediglich zwei Niederlagen. Dabei verlief der Saisonstart zunächst noch wechselhaft: Auf die deutliche 1:4-Niederlage zum Auftakt in Erfurt folgten unter anderem ein 2:0 gegen Chemie Leipzig und ein 2:3 beim FC Erzgebirge Aue. Seit dieser Niederlage Anfang August ist der BFC in der Liga allerdings neun Spiele in Folge ungeschlagen und hat sich damit bis in die Spitzengruppe vorgearbeitet.
Neun Spiele ungeschlagen – Defensive als Schlüssel
Sechs Siege und drei Unentschieden holte Dynamo während dieser Serie und kassierte dabei lediglich fünf Gegentreffer. Besonders die Defensive hat sich nach sieben Gegentoren aus den ersten drei Saisonspielen deutlich stabilisiert. Fünfmal blieb der BFC in den vergangenen neun Ligapartien ohne Gegentor. Zuletzt unterstrichen die Berliner ihre aktuelle Form mit zwei knappen 1:0-Erfolgen gegen den Greifswalder FC und die VSG Altglienicke. Offensiv bleibt Kapitän Rufat Dadashov ein entscheidender Fixpunkt: Der erfahrene Angreifer steht bereits bei sieben Saisontreffern.
Junge und entwicklungsfähige Spieler statt großer Namen
Dabei waren die Erwartungen vor der Saison deutlich zurückhaltender. Trainer Sven Körner hatte angesichts der finanziellen Möglichkeiten zunächst den schnellen Klassenerhalt als Ziel ausgegeben. Im Sommer setzte der BFC deshalb vor allem auf junge und entwicklungsfähige Neuzugänge. Unter anderem kamen Salmin Rebronja vom Wuppertaler SV, Viktor Miftaraj vom SV Rödinghausen, Justin Seven vom 1. FSV Mainz 05 II, Herdi Bukusu vom FSV Frankfurt und Califo Baldé vom ZFC Meuselwitz. Später stieß außerdem Diren Günay von Hertha 03 Zehlendorf dazu. Demgegenüber verließen mit Moritz Polte in Richtung Waldhof Mannheim und Benedikt Wüstenhagen zu Borussia Dortmund zwei Talente den Verein in Richtung Profifußball.
Geschlossene Mannschaft mit klarem Plan
Der bisherige Erfolg der Berliner scheint vor allem aus dem Zusammenspiel mehrerer Faktoren zu entstehen. Der verjüngte Kader bringt Tempo und Intensität mit, die Defensive steht mittlerweile stabil und mit Dadashov verfügt die Mannschaft weiterhin über einen erfahrenen Führungsspieler und Torjäger. Hinzu kommt die Kontinuität um Trainer Sven Körner und Geschäftsführer Sport Enis Alushi, die den personellen Umbau mit einer klaren sportlichen Idee verbunden haben. Dass die Berliner trotz ihrer starken Ligaserie verwundbar bleiben, zeigte allerdings das überraschende Aus im Berliner Landespokal gegen Oberligist Tennis Borussia. In der Regionalliga präsentiert sich der BFC aktuell jedoch seit mehr als zwei Monaten ungeschlagen.
Die letzten fünf BFC-Partien
Regionalliga Nordost | 12. Spieltag | VSG Altglienicke – BFC Dynamo 0:1
Berlin-Pokal | 4. Runde | Tennis Borussia Berlin – BFC Dynamo 7:6 i.E.
Regionalliga Nordost | 11. Spieltag | BFC Dynamo – Greifswalder FC 1:0
Regionalliga Nordost | 10. Spieltag | BFC Dynamo – 1. FC Magdeburg 4:1
Regionalliga Nordost | 9. Spieltag | 1. FC Lokomotive Leipzig – BFC Dynamo 2:2
„Sprint-, laufstark, dynamisch und offensiv“
Cheftrainer Benjamin Duda blickt mit großer Vorfreude auf das Spiel:
„Natürlich wartet da eine sehr interessante und anspruchsvolle Aufgabe auf uns, weil der BFC Vierter ist, sich in unserem Dunstkreis bewegt und zu Hause noch ungeschlagen ist. Die letzte Niederlage datiert vom 6. August, ist also gefühlt schon ewig her, und der Trainerkollege hat dort große Arbeit geleistet und die Mannschaft mittlerweile in die Spitzenplätze geführt. Interessant wird es auch aufgrund ihrer Spielweise. Der BFC ist sehr sprint- und laufstark, dynamisch und offensiv ausgerichtet und stellt damit jedem Gegner Aufgaben. Gleichzeitig sind auch wir auswärts noch ungeschlagen, befinden uns in einer sehr starken, geschlossenen mentalen Verfassung und wollen dort die Ersten sein, die dem BFC eine Heimniederlage beibringen. Dafür müssen wir sehr lösungsorientiert spielen und entschlossen agieren, denn unser Wille ist klar: Wir wollen diese Auswärtsaufgabe lösen.“
„Noch ein bisschen fokussierter“
Auch Innenverteidiger Jan Löhmannsröben blickt auf das Spiel am Sonntag voraus:
„Das sind die schönen Spiele, bei denen man vielleicht noch einmal ein bisschen fokussierter an die Sache herangeht. Beim BFC ist es immer eklig, gerade auch mit dem Platz, aber von der Stimmung und Atmosphäre her haben wir zu Hause die beste, deshalb wird uns dort nichts überraschen. Ich glaube, bei mir und generell in der ganzen Mannschaft ist die Eigenmotivation das, was uns antreibt, und nicht der Gegner. Wir sind auswärts noch ungeschlagen und jetzt in der Rolle der Gejagten. Das haben wir uns verdient und es ist vielleicht auch etwas Neues für uns. Ich mache mir da aber keine Sorgen. Wir schauen auf uns und wollen auf unserer Welle weiterreiten.“
Personal: Fast volle Kapelle – nur Ekui fehlt
Einzig Martial Ekui fällt weiterhin langzeitverletzt aus. Justin Gröger kehrt nach seiner Rotsperre zurück in den Kader und Maurizio Grimaldi ist ebenfalls eine Option.
Bilanz: Klare Vorteile für die Hauptstadt
Die Geschichte der Duelle zwischen dem Chemnitzer FC und dem BFC Dynamo ist lang – die beiden Teams trafen insgesamt 79-mal aufeinander, beginnend im Jahr 1954. Während die Begegnungen zu Beginn noch relativ ausgeglichen waren, dominierte der BFC ab den späten 1970er-Jahren. Zwischen 1977 und dem Ende der DDR-Oberliga gewannen die Chemnitzer nur drei der 28 Begegnungen. Insgesamt stehen 23 Siege für den CFC, 15 Unentschieden und 41 Niederlagen zu Buche.
Seit der Wiedervereinigung konnte der CFC neun der 21 Duelle für sich entscheiden, während die Berliner sechsmal als Sieger vom Platz gingen. In der letzten Spielzeit endeten beide Begegnungen Remis.
Schiedsrichter: Benjamin Strebinger
Geleitet wird die Partie vom 26-jährigen Benjamin Strebing aus Schleusingen. Assistieren werden ihm Marko Wartmann und Reinhard Meusel. Als vierter Offizieller ist Johannes Drößler angesetzt.
Live-Übertragung der Freien Presse
Wer am Sonntag nicht in Berlin dabei sein kann, hat die Möglichkeit, das Spiel live im Stream der Freien Presse zu verfolgen. Ab 13.50 Uhr wird übertragen.
Auch das CFC-Medienteam begleitet das Auswärtsspiel wie gewohnt direkt vom Spielfeldrand und versorgt euch mit allen wichtigen Eindrücken und Informationen rund um die Partie:
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Im Anschluss erwartet euch bei ClubTV außerdem wieder der Spieltagsreport mit den entscheidenden Szenen, Stimmen und Eindrücken vom Spietzenspiel gegen den BFC Dynamo.



