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09.08.2024 - 14.52 Uhr | 1. Mannschaft

Trainer-Trickkiste: Zwickau mit viel Pech zum Saisonstart

In unserer Rubrik "Trainer-Trickkiste" werfen wir wieder einen genauen Blick auf den kommenden Gegner des Chemnitzer FC: den FSV Zwickau. Das Medienteam des Clubs hat den Gegner analysiert, um euch optimal auf das anstehende Bezirksderby einzustimmen. Am Sonntag um 13 Uhr ist Anpfiff im Stadion – An der Gellertstraße. Hier präsentieren wir euch unsere Gegner-Analyse zum anstehenden Heimspiel.

Die Zwickauer sind mit einem denkbar schlechten Start in die neue Saison gegangen: 0:7 Tore und kein einziger Punkt aus den ersten beiden Partien. Doch trotz dieser ernüchternden Ergebnisse war der FSV in beiden Partien keineswegs so chancenlos, wie es auf den ersten Blick scheint. Daher sind Cheftrainer Christian Tiffert und seine Mannschaft bereits vor dem Duell mit den "Schwänen" gewarnt.

Linkslastiger Aufbau

Der FSV Zwickau setzt auf eine Dreierkette und legt großen Wert darauf, das Spiel aktiv zu gestalten. Trotz der vielen Gegentore in den ersten beiden Partien konnte der FSV eine Ballbesitzquote von 56,3 Prozent vorweisen und spielte insgesamt 800 Pässe – damit belegen sie den dritten Platz in der Liga. Allerdings wurden sie von Greifswalder FC und Hertha 03 Zehlendorf nur selten hoch angelaufen. Die Himmelblauen dürften hier einen anderen Ansatz wählen.

Ein wesentlicher Teil des Aufbauspiels lastet auf dem linken Innenverteidiger Sandro Sengersdorf, der mit 160 gespielten Pässen die zweitmeisten in der gesamten Liga aufweist. Auf seiner Seite stößt der vor ihm agierende Schienenspieler – entweder Voigt oder Klein – regelmäßig weit nach vorne, oft bis auf Höhe der Stürmer. Im Gegensatz dazu übernimmt der rechte Schienenspieler deutlich weniger Aufgaben im Offensivspiel.

Anfällig nach Flanken

Ein zentrales Thema, das Trainer Rico Schmitt nach den Auftaktpartien gegen Zehlendorf und Greifswald kritisch angesprochen hat, ist die Art und Weise, wie die Schwäne ihre Gegentore kassierten. In der Defensive fehlte oft der nötige Zugriff, und dem Gegner wurde zu viel Raum gelassen. Besonders anfällig zeigten sich die Zwickauer bei Standardsituationen: Vier der sieben Gegentore fielen nach hohen Hereingaben, drei davon nach Freistößen und Ecken. Vor allem diese vermeidbaren Gegentore haben den FSV Zwickau in den ersten beiden Spielen Punkte gekostet.

Effizienz vor dem Tor fehlt

Trotz einer ernüchternden Tordifferenz von 0:7 nach den ersten beiden Spielen war der FSV Zwickau in beiden Partien konkurrenzfähig. Über die starke linke Seite erarbeiteten sich die Westsachsen gute Chancen und fütterten ihre physisch starke Doppelspitze immer wieder mit Hereingaben. Allerdings blieb die Chancenverwertung das große Manko. Von 23 abgegebenen Schüssen (8. Platz im Ligavergleich) gingen nur fünf auf das Tor (14. Platz).

Die bisherigen Ergebnisse vermitteln den Eindruck einer deutlich schwächeren Mannschaft, als der FSV Zwickau tatsächlich ist. Unglückliche Spielverläufe und individuelle Fehler prägten bislang das Bild, doch Statistiken gleichen sich im Laufe einer Saison an. Es ist unwahrscheinlich, dass der FSV weiterhin so viele Chancen ungenutzt lässt. Der CFC sollte also gewarnt sein und muss wieder eine Topleistung bringen, um am Sonntag den ersten Heimsieg der Saison einzufahren.

Voraussichtliche Aufstellung: Leneis 1 – Sengersdorf 16, Schlüsselburg 23, Somnitz 8 – Klein 24, Herrmann 10, Sartsev 15, Könnecke 13 (C), Rüther 3 – Zimmermann 33, Pilger 29 (3 – 5 – 2)