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05.12.2024 - 16.48 Uhr | News

Trainer-Trickkiste: CFC gastiert bei pragmatischen Hallensern

In unserer Rubrik "Trainer-Trickkiste" werfen wir wieder einen genauen Blick auf den kommenden Gegner des Chemnitzer FC: den Halleschen FC. Das Medienteam des Clubs hat die Saalestädter analysiert, um euch auf das anstehende Heimspiel der Himmelblauen optimal einzustimmen. Am Samstag rollt der Ball ab 16 Uhr im Leuna-Chemie-Stadion.

Nach dem Abstieg im Sommer war einiges los beim Halleschen FC. Nur fünf Spieler blieben im Verein. Auch auf der Trainerbank gab es mit dem Jenaer Aufstiegscoach Mark Zimmermann (Aufstieg 2016/17) eine Neubesetzung. Nach einem holprigen Start fand sich seine Mannschaft im Laufe der Spielzeit und ist mittlerweile wettbewerbsübergreifend seit neun Spielen ungeschlagen. Wir schauen uns an, wie die Hallenser ihre Partien angehen.

Taktischer Umschwung: Vom Ballbesitz zur Effektivität

Mit dem Aufschwung vor etwa zwei Monaten ging auch eine Systemumstellung einher. Während der Aufstiegsfavorit im Hinspiel gegen den CFC noch mit einer Dreierkette startete, stellte das Trainerteam am 10. Spieltag gegen den FSV Zwickau auf eine Viererkette um.

Mit dieser Umstellung gab der HFC auch ein Stück der bisherigen spielerischen Identität auf und suchte pragmatischere Lösungen. Aus einer Viererkette heraus mit zwei Sechsern davor sucht die Zimmermann-Elf den schnellsten Weg in die Spitze. Das bedeutet, dass sich das Team auch nicht vor langen Bällen scheut, sollte sich keine spielerische Lösung ergeben.

Gerade der Greifswalder FC hat es trotz Niederlage im letzten Spiel gut gemacht, lief die Hallenser hoch an und schob sie im Aufbau gezielt auf eine Seite. Meist auf die linke Seite, auf der sich der Ex-Chemnitzer Robert Berger festgespielt hat. Dem blieb meist nur der lange Ball die Linie entlang übrig.

Lange Bälle und schnelles Nachrücken

Die langen Bälle finden vorn meist einen Abnehmer, da neben Stürmer Akono und Zehner Kulke auch die beiden Flügelstürmer in vorderster Linie stehen. Kann der lange Ball festgemacht werden, rücken die zentralen Mittelfeldspieler schnell nach, um die Ablage entgegenzunehmen. So ergibt sich häufig eine Gleich- oder sogar Überzahl, die der HFC aufgrund der hohen individuellen Qualität mit vielen tiefen Laufwegen auszuspielen weiß. Die Abschlussqualität ist unbestritten.

Der Hallesche FC ist die Mannschaft mit der höchsten individuellen Qualität und gehört als aktuell Tabellenzweiter unbestritten weiterhin zum Kreis der großen Aufstiegsfavoriten in der Regionalliga Nordost.

Voraussichtliche Aufstellung Hallescher FC:
Bendel 30 – Berger 2, Hallili 5, Löhmannsröben 6, Halangk 22 – Inaler 8, Stierlin 13 – Richardson 10, Kulke 17, Hauptmann 23 – Akono 9 (4-2-3-1)