Trainer-Trickkiste: CFC gewarnt vor Plauener Top-Duo
In unserer Rubrik "Trainer-Trickkiste" werfen wir wieder einen genauen Blick auf den kommenden Gegner des Chemnitzer FC: den VFC Plauen. Das Medienteam des Clubs hat den Aufsteiger analysiert, um euch auf das anstehende Heimspiel der Himmelblauen optimal einzustimmen. Am Samstag um 14.05 Uhr ist Anpfiff im Stadion – An der Gellertstraße.
Der VFC Plauen hat sich als Aufsteiger bislang beachtlich in der Regionalliga Nordost geschlagen und bereitet seinen Gegnern regelmäßig große Probleme. So mussten die Aufstiegsanwärter Hallescher FC (1:1) und der Greifswalder FC (0:2) bereits Punkte gegen die Voigtländer lassen, viele weitere Duelle gingen denkbar knapp verloren.
Doch was erwartet den CFC am Samstag auf der Fischerwiese? Wir schauen uns genauer an, was die Mannschaft von VFC-Coach Karsten Oswald – Ex-Profi des Chemnitzer FC – ausmacht.
Gefährliches Offensiv-Duo
Beim VFC Plauen haben sich in dieser Saison bislang zwei Spieler als Schlüsselakteure hervorgetan: Lucas Will (5 Tore, 3 Vorlagen) und Johann Martynets (6 Tore). Gemeinsam sind sie für knapp 80 Prozent der 14 Plauener Tore verantwortlich und gehören zu den gefährlichsten Duos der Liga. Nur die Duos Weinhauer/Richter (Jena) und Polat/Beyazit (Zehlendorf) haben mehr Tore erzielt.
Besonders auffällig ist Martynets' Stärke bei Freistößen. Der Rechtsaußen erzielte bereits drei direkte Freistoßtore, die ihm gegen die BSG Chemie Leipzig und den Halleschen FC sogar Nominierungen für das Tor des Monats hätten einbringen können.
Mittelstürmer Lucas Will, der im Sommer vom FSV Zwickau zurückkehrte, glänzt nicht nur durch seine Torgefahr, sondern auch durch sein starkes Kombinationsspiel. Er lässt sich häufig ins Mittelfeld fallen, um sich Bälle abzuholen und zieht dann gefährlich ins Dribbling. Der CFC wird darauf vorbereitet sein müssen, ihm wenig Raum zu bieten und möglichst schon bei der Ballannahme früh zu stören.
Aufsteiger-Qualitäten: Leidenschaft und Zweikampfstärke
Wie es für einen Aufsteiger typisch ist, setzt der VFC Plauen auf viel Leidenschaft. Das kompakte 4-4-2-System von Trainer Karsten Oswald, der früher selbst als Mentalitätsspieler auf dem Platz voranging, macht es den Gegnern schwer, sich auf engem Raum durchzusetzen. Mit einer Zweikampfquote von 55,5 % (Platz 4 in der Liga) und elf gewonnenen Duellen pro Spiel (Platz 5) zeigt die Mannschaft ihre Stärke im direkten Duell.
Allerdings sind die Plauener in der Luft anfällig, da sie nur 41,1 % der Kopfballduelle gewinnen (Platz 18). Besonders der 1,75 Meter große Doppelsturm Will/Winter hat bei Luftzweikämpfen klare Nachteile. Dies zeigt sich auch an der geringen Zahl an Flanken (12 pro Spiel), von denen statistisch nicht einmal zwei pro Partie einen Abnehmer finden.
Defensive: Die Schwachstelle – trotz Paraden-Spitzenreiter
Während die Offensive überzeugt, zeigt die Plauener Defensive noch Schwächen. Mit 22 Gegentoren stellt der VFC – gemeinsam mit dem FSV Zwickau – derzeit die schlechteste Abwehr der Liga. Immer wieder entstehen Lücken, weil Spieler durch riskantes Pressing aus ihrer Position herausrücken. Das eröffnet dem Gegner Räume, die der CFC nutzen könnte.
Ein echter Lichtblick für die Gäste ist Keeper Jakob Pieles, der bereits 28 Top-Paraden gezeigt hat – die meisten in der Regionalliga Nordost. Diese hohe Zahl an Rettungsaktionen sowie den meisten Gegentoren der Liga zeigt jedoch auch, dass der VFC den Gegnern zu viele Chancen gewährt. Hier sollte der CFC versuchen, durch schnelles Umschalten und mit Zug zum Tor die Schwächen der Plauener auszunutzen.
Voraussichtliche Aufstellung VFC Plauen: Pieles 12 – Morozov 17, Träger 6, Fischer (C) 25, Abayomi 28 – Kämpfer 27, Limmer 8, Andreopoulos 15, Martynets 9 – Winter 10, Will 18 (Formation: 4-4-2)



