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21.02.2025 - 11.20 Uhr | 1. Mannschaft

Trainer-Trickkiste: Der stabilisierte Regionalliga-Dino

In unserer Rubrik "Trainer-Trickkiste" werfen wir erneut einen genauen Blick auf den nächsten Gegner des Chemnitzer FC: den ZFC Meuselwitz. Das Medienteam des CFC hat den kommenden Kontrahenten ausführlich analysiert, um euch optimal auf das anstehende Heimspiel vorzubereiten. Anpfiff ist am Sonntag um 13 Uhr im Stadion – An der Gellertstraße.

Wieder hat es der ZFC geschafft, sich großen Respekt bei der Konkurrenz zu erarbeiten. Der Dino der Regionalliga Nordost hält sich weitestgehend raus aus dem Abstiegskampf und spielt eine ungefährdete Saison im Tabellenmittelfeld. Seit dem Abschied von Heiko Weber im Sommer 2020 (drei Mal Platz 10) hat Georg-Martin-Leopold die Mannschaft nachhaltig stabilisiert und zurück in die Erfolgsspur geführt.

Spielerischer Ansatz

Trainer Leopold hat es geschafft, den Regionalliga-Dino aus Meuselwitz von einer unscheinbaren Mannschaft zu einem spielstarken Team zu entwickeln. Statt langer Bälle (nur 541 erfolgreiche, Platz 16) setzt der ZFC auf gepflegtes Kurzpassspiel (2.703 erfolgreiche Kurzpässe pro Spiel, Platz 13 im Ligavergleich).

Ein häufig genutztes Stilmittel, um über die Außenbahnen Raum zu schaffen, ist das sogenannte „Steil-Klatsch-Prinzip“ mit Einbindung eines dritten Spielers. Dabei wird der Ball mit einem linienbrechenden Pass – der mindestens eine gegnerische Kette überspielt – in einen engen Raum gespielt, in dem hoher Druck des Gegners herrscht. Der angespielte Spieler nimmt den Ball nicht an oder dreht auf, sondern lässt ihn direkt auf einen Mitspieler prallen. Dieser Vorgang ermöglicht schnelles Spiel und öffnet Räume. Anschließend starten die Spieler selbst in die Tiefe, um den nächsten Steilpass zu empfangen. Diese risikoreiche Spielweise führt zu einer verhältnismäßig niedrigen Passquote von 76,5 % (Platz 13).

Hohes Anlaufen

Im Spiel gegen den Ball verfolgt der ZFC einen risikoreichen Ansatz. Sie pressen oft hoch und orientieren sich stark am Gegner. In der letzten Linie verteidigen sie teilweise Mann-gegen-Mann, was bei Ballverlusten gefährlich werden kann, da es den Gegnern viel Raum für schnelle Gegenangriffe eröffnet. Sollte der ZFC den Ball jedoch gewinnen, sind die Offensivspieler bereits in der Nähe des gegnerischen Tores, was den sofortigen Abschluss erleichtert.

Diese aggressive Herangehensweise birgt jedoch Risiken: Wenn die Gegner den Pressingdruck überwinden oder einen langen Ball sichern können, stehen sie häufig in Gleich- oder Überzahlsituationen. Für den CFC bedeutet das: Über schnelle Kombinationen können Lücken in der Meuselwitzer Abwehr genutzt werden, insbesondere wenn deren hohes Pressing überspielt wird.

Stabilisierte Defensivreihe

Ein Grund für die ungefährdete Saison ist die stabilisierte Defensive. Als der CFC in der Hinrunde auf Meuselwitz traf, konnten die Thüringer in keinem Spiel weniger als zwei Gegentore verhindern und kassierten im Schnitt sogar 2,8 Treffer pro Spiel. Seitdem kassierte ZFC-Keeper Sedlack in 18 Pflichtspielen durchschnittlich nur 1,17 Gegentore pro Partie und blieb siebenmal ohne Gegentreffer (wettbewerbsübergreifend).

Mit dieser neu gewonnenen defensiven Stabilität ist der ZFC kein leichter Gegner, doch der CFC hat die Mittel, um das Pressing zu umspielen und die sich bietenden Räume auszunutzen. Alle Fans dürfen sich auf ein spannendes und attraktives Regionalliga-Duell am Sonntag auf der Fischerwiese freuen!

Voraussichtliche Aufstellung: Sedlack 36 – Raithel 20, Keßler 16, Wurr 17, Halasz 8 – Kießling 31, Schätzle 21 (C) – Schmidt 10, Haubner 10, Pauling 19 – Hansch 22 (4-2-3-1)