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25.07.2025 - 14.30 Uhr | 1. Mannschaft

Trainer-Trickkiste: Elf Neue und eine klare Idee – Greifswald will wieder oben mitspielen

In unserer Rubrik "Trainer-Trickkiste" werfen wir nach der langen Sommerpause endlich wieder einen Blick auf den ersten Gegner dieser Spielzeit für den Chemnitzer FC: den Greifswalder FC. Das Medienteam des Clubs hat den Gegner analysiert, um euch optimal auf das anstehende Heimspiel einzustimmen. Am Sonntag sind die Himmelblauen ab 14.00 Uhr gefordert.

Nach einer Spielzeit, die hinter den eigenen Erwartungen zurückblieb, hat der Greifswalder FC im Sommer personell wie strategisch neu angesetzt. Der Kader wurde umfassend verändert, der Trainer bleibt – und mit ihm eine klare spielerische Idee. Doch wie präsentiert sich das neu formierte Team zum Saisonstart? Wir werfen einen genauen Blick auf den GFC und versuchen abzuschätzen, was die Himmelblauen am Samstag erwartet.

Großer Umbruch an der Ostseeküste

Gleich elf Neuzugänge sollen den Greifswalder FC nach einer durchwachsenen Vorsaison wieder näher an die Spitzengruppe der Liga heranführen. Im Mittelpunkt steht dabei die Rückkehr von Joe-Joe Richardson vom SV Sandhausen, der als Königstransfer gelten dürfte. Der offensivstarke Mittelfeldspieler kam in der vergangenen Saison auf 24 Einsätze (drei Tore, vier Vorlagen) für den Halleschen FC und konnte bereits zwischen 2021 und 2023 mit starken 35 Scorern in 60 Spielen für den GFC glänzen.

Gemeinsam mit Steffen Eder und McMoordy Hüther vom BFC Dynamo sowie Edgar Kaizer aus Cottbus wurde das Gerüst der Mannschaft neu justiert. Zwar schmerzt der Abgang von Abwehrchef Pascal Schmedemann, doch insgesamt darf das Transferfenster als deutlich positiv bewertet werden.

Strukturiert mit Ball – flexibel gegen den Ball

Trainer Markus Zschiesche, der im vergangenen Jahr während der Saison übernahm, steht für taktische Variabilität, strukturierten Spielaufbau und gezielte Tempowechsel. In Ballbesitz agiert der GFC bevorzugt mit einer Dreierkette, die sich auch aus einer nominellen Viererkette entwickeln kann. Dabei lässt sich ein zentraler Mittelfeldspieler regelmäßig in die letzte Linie zurückfallen, um in einer 3-2-Grundstaffelung aufzubauen. Dieses System bietet viele Anspielstationen und ermöglicht kontrollierte Ballzirkulation über das Zentrum.

Im Spiel nach vorn kombiniert Greifswald ruhige Passstafetten mit gezielten Tempoverschärfungen: Mal wird mit überraschenden Tiefenläufen aus der Abwehr heraus Dynamik erzeugt, mal mit langen Bällen in Drucksituationen Chaos beim Gegner gestiftet. Ziel ist es stets, Räume zu öffnen und durch plötzliche Angriffe in die Tiefe Unordnung zu erzeugen.

Im letzten Drittel setzt der GFC stark auf die individuelle Klasse seiner Offensivspieler. Kreativität, Dribbelstärke und Eins-gegen-eins-Situationen stehen hier im Fokus. Besonders wenn das Spiel in Tornähe verlagert ist, soll über Einzelaktionen der entscheidende Unterschied gemacht werden.

Variabel im Pressing, anfällig bei Umbrüchen

Auch gegen den Ball zeigt sich Greifswald flexibel. Je nach Spielsituation und gegnerischem Ballbesitz wird zwischen Vierer- und Dreierkette umgestellt. Die Pressinghöhe ist dabei anpassbar: Mal wird früh angelaufen, mal tiefer verteidigt. Ziel ist es, situativ Zugriff zu bekommen – etwa durch ein höheres Anlaufen im Mittelfeld, ohne dabei die Kompaktheit zu verlieren. Die hohe taktische Flexibilität bietet dabei viele Optionen, erfordert aber auch ein eingespieltes Verhalten – gerade für ein neu formiertes Team.

Hinweis: Da der Greifswalder FC am ersten Spieltag in Chemnitz gastiert, ist die Informationslage zur tatsächlichen Herangehensweise stark begrenzt. 

Voraussichtliche Aufstellung: Jakubov 1 – Wagner 26, Kaizer 4, Eder 17, Farr 6 – Vierling 21, Lämmel 11, Hüther 8 – Richardson 10, Benyamina 90, Ndualu 22 (4-3-3)