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24.07.2024 - 16.19 Uhr | 1. Mannschaft

Trainer-Trickkiste: Flexible Hallenser & ganz viel Qualität

18 Neuzugänge, drei hochgezogene Jugendspieler und ein komplett neues Trainerteam, dazu fünf Spieler, die den Gang mit dem Halleschen FC in die Regionalliga Nordost angetreten haben. Im Laufe des Sommers war nach einem kompletten Umbruch und Verletzungspech während der Sommervorbereitung viel Bewegung drin bei den Saalestädtern. Folglich sind Themen wie eine potenzielle Startformation oder eine taktische Grundausrichtung noch weitestgehend Rätselraten. Ein paar wesentliche Erkenntnisse haben wir dennoch für euch zusammentragen.

1. Das Grundgerüst: Eine flexible Fünferkette

Die Hallenser laufen unter Mark Zimmermann auf dem Papier in einem 5-3-2 bzw. 3-5-2 auf, wie es auch Christian Tiffert mit dem Himmelblauen in einigen Testspielen tat. Gegen den Ball sortiert sich der HFC dabei immer wieder in einer Viererkette, da der ballnahe Schienenspieler (Rückennummer 23) auf den ballführenden Gegner schiebt. Der ballferne Schienenspieler (16) rückt hinter dem ballfernen Innenverteidiger (31) in die Kette ein. So entsteht gegen den Ball ein stabiles 4-4-2.

2. Viele Freiheiten für Hauptmann

Mit dem Ball gibt es eine Asymmetrie im Spiel der Zimmermann-Elf. Marius Hauptmann (23) schiebt häufig deutlich höher als sein Gegenpart auf dem linken Flügel. Das war zuletzt Pierre Weber. Der ehemalige CFC-Profi Robert Berger (wechselte im Somme nach Halle) ist auf der Position ebenfalls denkbar. Aufgrund der Verletzungen von Jordi Wegmann und Lucas Halangk ist die Position auf der linken Außenbahn aktuell noch offen. Wegen der Asymmetrie ist der linke Schienenspieler deutlich stärker in das Aufbauspiel eingebunden. Hauptmann stößt auf der anderen Seite immer wieder ohne Ball mit Tempo in die letzte Reihe des Gegners vor und schafft dadurch Tiefe im Spiel der Hallenser. Der 24-jährige Ex-Lübecker ist ein belebendes Element, er bietet permanent Laufwege an und wird häufig von seinen Mitspielern gesucht.

3. Offensivpower: Kulke sorgt für Gefahr zwischen den Spitzen

Im gegnerischen Strafraum tummeln sich dann viele Hallenser, die auf eine Hereingabe von Hauptmann warten. Neben den zwei Stürmern (Akono, Roczen), von denen jede Option Größe und Körper mitbringt, stößt Max Kulke (ehem. Dynamo Dresden, VSG Altglienicke, ZFC Meuselwitz) mit in den gegnerischen Strafraum vor. Der zentrale Mittelfeldspieler erzielte alle drei Treffer des HFC in den letzten beiden Testspielen der Sommervorbereitung. Gegen Lok Leipzig traf er sehenswert per Freistoß aus zwanzig Metern.

Voraussichtliche Aufstellung Hallescher FC: Müller 1 – Weber 16, Landgraf (C) 31, Halili 5, Löhmannsröben 6, Hauptmann 23 – Kulke 17, Stierlin 13, Joe-Joe Richards 10 – Akono 9, Roczen 11