Trainer-Trickkiste: Grunderneuerte Babelsberger zu Gast an der Gellertstraße
In unserer Rubrik "Trainer-Trickkiste" werfen wir wieder einen genauen Blick auf den kommenden Gegner des Chemnitzer FC: den SV Babelsberg 03. Das Medienteam des Clubs hat den Gegner analysiert, um euch optimal auf das anstehende Auswärtsspiel einzustimmen. Am Sonntag um 16 Uhr ist Anpfiff im Stadion – An der Gellertstraße.
17 Abgänge, vierzehn Neuzugänge und ein neuer Trainer. Der SV Babelsberg hat einen XXL-Umbruch im Sommer hinter sich gebracht. Mit zwei Punkten aus vier Spielen dürfte trotz des neu zusammengestellten Kaders niemand in der Filmstadt zufrieden sein. Lasst uns also einen Blick darauf werfen, wie Null-Drei es unter dem neuen Cheftrainer André Meyer angeht.
Große Flexibilität
Gegen den Ball verteidigen die Babelsberger in einem 5 – 2 – 3 System. Zentral in der Fünferkette verteidigt der Routinier und gelernte Sechser Andreas Pollasch. Mit dem Ball rückt dieser aus der Kette heraus und sortiert sich im zentralen Mittelfeld ein. So spielen die Potsdamer im Ballbesitz ein 4 – 3 – 3 bzw. 2 – 5 – 3, wenn man es genau nimmt, da die Außenverteidiger weit mit nach vorn schieben. Vor allem der rechte Außenverteidiger schiebt auf Mittelfeldhöhe und sogar darüber hinaus.
Vollert zentraler Rolle
Jannes Vollert kam als Top-Transfer vor der Saison vom Halleschen FC. Der 26-jährige Rendsburger wurde in der Jugend des SV Werder Bremen ausgebildet und bringt Erfahrung aus 144 Spielen in der 3. Liga mit. Mit 59,33 erfolgreichen Pässen pro Spiel (9. ligaweit) und einer Passquote von 89 % (25.) ist er die zentrale Figur im Aufbauspiel des SVB. Dabei gibt er seinen Mitspielern enorme Sicherheit mit Ball am Fuß, da er trotz seiner wichtigen Rolle nur 3,16 Ballverluste auf neunzig Minuten verzeichnet. Zum Vergleich: Sein Gegenpart Philipp Zeiger auf der rechten Innenverteidigerposition verliert 6,67 Mal pro Spiel den Ball und bringt 42,62 Pässe pro Spiel an den Mann.
Zu wenig Gefahr aus dem Spiel
Auffällig beim SV Babelsberg ist, dass die Spieler sehr selten aus dem Spiel heraus abschließen. Die meisten Torschüsse der Potsdamer werden nach Standards abgegeben. Trotz hoher Spielkontrolle (59 % Ballbesitz im Schnitt) und vielen erfolgreichen Pässen in das vordere Drittel (45,33 pro Spiel, 8.) schafft es die Meyer-Elf selten, sich eine Abschlusssituation zu erspielen. Nur neun Mal pro Spiel (inklusive Standards) schließen die Brandenburger ab (14.). Ein Problem ist dabei die Passquote (77,4 %), die zu gering für solch eine ballbesitzorientierte Mannschaft ist.
Voraussichtliche Aufstellung: Bangsow 1 – Büch 27, Vollert 5, Pollasch 8, Zeiger 21, Schulz 24 – Wegener 6, Covic 10 – Werbelow 7, Frahn 11, Bachmann 33



