Trainer-Trickkiste: Kampfgeist trifft auf Effizienzprobleme – Chemie Leipzig im Fokus
In unserer Rubrik "Trainer-Trickkiste" analysieren wir wieder einmal den kommenden Gegner des Chemnitzer FC: die BSG Chemie Leipzig. Das Medienteam des CFC hat den kommenden Kontrahenten ausführlich analysiert, um euch optimal auf das anstehende Auswärtsspiel vorzubereiten. Anpfiff ist am Sonntag um 13 Uhr im Alfred-Kunze-Sportpark.
Die BSG Chemie Leipzig steckt tief im Abstiegskampf der Regionalliga Nordost und hat nach der Entlassung von Miroslav Jagatic kurz vor Weihnachten mit David Bergner zunächst den Sportdirektor als Interimstrainer eingesetzt. Am 26. Februar 2025 wurde nun Adrian Alipour als neuer Cheftrainer vorgestellt, der offiziell ab dem 1. April übernehmen wird und viel Regionalliga-Erfahrung mitbringt. Chemie belegt mit nur 19 Punkten aus 20 Spielen und der schlechtesten Tordifferenz der Liga (-21) den 14. Platz und muss dringend punkten, um den Klassenerhalt zu sichern. Wir schauen uns an, wie es die Chemiker angehen wollen.
Taktische Umstellung: Vom 5-3-2 zur stabileren Viererkette
Nach dem Trainerwechsel zu David Bergner stellte Chemie von einer Fünfer- auf eine Viererkette um. Ziel war es, mehr defensive Stabilität ins Spiel zu bringen und die defensive Ordnung zu verbessern. In der Praxis zeigt sich die Mannschaft gegen den Ball raumorientiert und gut sortiert in einem stabilen 4-2-3-1.
Nach Ballgewinn geht es bei den Leipzigern blitzschnell in die Offensive. Mit einem schnellen Zehner und einer wendigen Dreierspitze sollen Konter sauber ausgespielt werden. Die Mannschaft sucht sofort den Weg in die Tiefe, um die gegnerische Defensive in einem möglichst unsortierten Moment zu erwischen.
Defensive Probleme trotz neuer Grundordnung
Trotz der taktischen Anpassungen bleibt die BSG Chemie Leipzig die schwächste Abwehr der Liga. Defensive Unkonzentriertheiten und individuelle Fehler haben dazu geführt, dass die Leutzscher regelmäßig in Rückstand geraten und sich das Leben schwer machen.
Gegen Teams, die früh und aggressiv pressen, lösen sie Drucksituationen meist mit langen Bällen auf. Generell spielt der lange Ball eine große Rolle im System der Chemiker, da sie oft Probleme haben, sich geordnet aus dem eigenen Drittel zu befreien.
Offensive: Chancen ja, Effizienz nein
Nicht nur die Abwehr ist ein Sorgenkind – auch offensiv hat Chemie große Probleme. Mit nur 16 Toren stellt die Mannschaft inzwischen die schwächste Offensive der Liga. Durch das 4:0 gegen Meuselwitz konnte der CFC diesen Titel nach Leipzig abgeben. Dabei kommen sie über ihr Umschaltspiel eigentlich gut in den Strafraum und erarbeiten sich regelmäßig gefährliche Situationen.
Das Problem: Die Chancenverwertung. Chemie Leipzig gibt 13,05 Schüsse pro Spiel ab (Platz 7 im Ligavergleich). Davon erfolgen 7,85 Abschlüsse pro Spiel innerhalb des Strafraums (6.). Trotzdem schaffen sie es zu selten den Ball im Tor unterzubringen.
Voraussichtliche Aufstellung: Bellot 1 – Brügmann 2, Rüth 17, Weigel 32, Lisinski 18 – Mäder 7, Aliji 14 – Oke 11, Ratifo 30, Mauer 9 – Kirstein 20



