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15.04.2026 - 15.45 Uhr | 1. Mannschaft

Trainer-Trickkiste: Kompakt, direkt, physisch – Zehlendorf setzt auf klare Mittel

Bevor wir Freitagabend auf die Hertha 03 Zehlendorf blicken wir zuerst auf ihre taktische Ausrichtung.

In unserer Rubrik „Trainer-Trickkiste“ werfen wir wieder einen genauen Blick auf den kommenden Gegner des Chemnitzer FC: Hertha 03 Zehlendorf. Das Medienteam des CFC hat die Berliner analysiert, um euch optimal auf das Auswärtsspiel am Freitagabend (19 Uhr) einzustimmen. Nach dem erneuten Trainerwechsel hin zu Marco Böning ist kein radikaler Stilbruch zu erwarten – vielmehr bleibt die grundsätzliche Spielidee klar erkennbar.

Die Berliner setzen auf eine einfache, aber klar definierte Identität: kompakt stehen, Räume eng machen und nach Ballgewinn schnell den Weg nach vorn suchen. Ballbesitzphasen sind selten – mit nur 264 erfolgreichen Pässen pro Spiel (16.) gehört Zehlendorf zu den passschwächeren Teams der Liga. Stattdessen liegt der Fokus auf Zielstrebigkeit und Direktheit.

Kompaktheit als Grundlage

Im Spiel gegen den Ball steht Zehlendorf eng gestaffelt und diszipliniert. Das Zentrum wird konsequent verdichtet, zwei Sechser sichern die Räume vor der Abwehr. Die Staffelung ist klar darauf ausgelegt, dem Gegner möglichst wenig Platz zwischen den Linien zu lassen. Gleichzeitig zeigen sich über die Außenbahnen immer wieder Räume – ein Ansatzpunkt für Gegner.

Umschalten als wichtigste Waffe

Nach Ballgewinnen schalten die Berliner schnell um. Mit direkten, vertikalen Pässen geht es sofort in die Spitze, häufig auch über lange Bälle – rund 62 Versuche pro Spiel (12.) unterstreichen diesen Ansatz. Ziel ist es, den Gegner in der Umschaltbewegung zu überraschen und Unordnung auszunutzen. Auch wenn die Präzision schwankt, bleibt dieses Stilmittel die größte offensive Gefahr.

Direkter Ansatz mit Ball

Im eigenen Ballbesitz verzichtet Zehlendorf bewusst auf lange Ballzirkulationen. Stattdessen wird der Ball schnell nach vorn gespielt, oft unter Einbindung des Torhüters im Aufbau. Mit nur rund drei Torschüssen pro Spiel (18.) und einer Schussquote von 30 % (17.) zeigt sich jedoch die fehlende Durchschlagskraft im letzten Drittel. Viele Angriffe bleiben Stückwerk, da klare Abschlusssituationen selten entstehen.

Zehlendorf bleibt ein unangenehmer Gegner, der über Kompaktheit, Physis und Umschaltmomente kommt. Auch wenn die Ergebnisse zuletzt deutlich gegen sie sprechen, ist die Spielidee klar: wenig Risiko im Ballbesitz, maximale Zielstrebigkeit nach Ballgewinn. Für den CFC gilt es, geduldig zu bleiben, Räume klug zu bespielen und gleichzeitig wachsam gegen schnelle Gegenangriffe zu sein.

Voraussichtliche Aufstellung: Karika 25 – Schulze 30, Smailovic 3, Quiala 28, Yamada 15 – Hasenberg 13, Yoldas 21 – Abe 27, Jones 10, Doll 23 – Wachs 22