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25.09.2026 - 18.30 Uhr | 1. Mannschaft

Trainer-Trickkiste: Kompakt stehen, schnell umschalten – So spielt der RSV Eintracht

In unserer Rubrik „Trainer-Trickkiste“ werfen wir wieder einen genauen Blick auf den kommenden Gegner des Chemnitzer FC: den RSV Eintracht 1949. Am Samstag, den 26. September, sind die Himmelblauen um 16 Uhr im Preussenstadion zu Gast. Das Medienteam des CFC hat sich deshalb wieder genau angeschaut, wie der Regionalliga-Aufsteiger unter Cheftrainer Thomas Franke auftritt und welche taktischen Mittel die Stahnsdorfer auszeichnen.

Nach dem erstmaligen Aufstieg in die Regionalliga musste sich der RSV im Sommer neu aufstellen. Aufstiegstrainer Patrick Hinze verließ den Verein nach neun Jahren, zahlreiche erfahrene Spieler gingen ebenfalls. Sein Nachfolger Thomas Franke arbeitet mit einem der jüngsten und kleinsten Kader der Liga: 23 Spieler bedeuten Rang 17, mit durchschnittlich 21,8 Jahren stellt der RSV hinter den U23-Mannschaften aus Magdeburg und Berlin den drittjüngsten Kader. Nach zehn Spieltagen stehen ein Sieg, drei Unentschieden und sechs Niederlagen sowie Tabellenplatz 16 zu Buche.

Mit Ball: Aus der Sicherheit schnell nach vorne

Im eigenen Ballbesitz ist zunächst die defensive Zone von großer Bedeutung. 1.618 gespielte Pässe im Verteidigungsdrittel sind der zweithöchste Wert der Liga, 1.209 erfolgreiche Zuspiele in diesem Bereich bedeuten Rang vier. Die Zahlen passen zur grundsätzlichen Ausrichtung: Der RSV möchte aus einer geordneten Struktur heraus aufbauen und nicht unnötig die eigene defensive Stabilität aufs Spiel setzen.

Nach vorne soll es anschließend zielgerichteter werden. Insgesamt stehen 3.265 erfolgreiche Pässe (10.) sowie 512 erfolgreiche Zuspiele im Angriffsdrittel (8.) zu Buche. Gerade nach Ballgewinnen sucht die Mannschaft schnell den Weg in freie Räume und versucht, die Offensivspieler früh einzusetzen. Gleichzeitig zeigte beispielsweise die Partie gegen Chemie Leipzig, dass der RSV auch längere Ballbesitzphasen übernehmen kann. In Überzahl setzte sich Stahnsdorf zunehmend in der gegnerischen Hälfte fest, hatte aber Schwierigkeiten, aus der Kontrolle genügend klare Möglichkeiten zu entwickeln. Dazu passen lediglich 59 Abschlüsse innerhalb des Strafraums (15.).

Gegen den Ball: Kompaktheit als Grundlage

Gegen spielstärkere Gegner kann sich der RSV weit zurückziehen, das Zentrum verdichten und aus einer kompakten Ordnung verteidigen. So war es beispielsweise gegen Magdeburg II zu beobachten: Stahnsdorf überließ dem Gegner längere Ballbesitzphasen und attackierte in dessen Hälfte nur situativ.

Das bedeutet jedoch nicht, dass der Aufsteiger ausschließlich tief verteidigt. Franke fordert auch aggressives Anlaufen und mutige Phasen im Pressing, allerdings immer mit der notwendigen Absicherung. Genau hier liegt bislang eine Herausforderung: Nur 40,4 Prozent gewonnene Zweikämpfe bedeuten ligaweit den letzten Platz, auch die insgesamt 92 gewonnenen Duelle reichen lediglich zu Rang 16. Wird die erste Linie überspielt oder die defensive Ordnung auseinandergezogen, kann der RSV deshalb verwundbar werden.

Spielidee: Ordnung vor Risiko

Übergeordnet ist die Idee klar: Zunächst kompakt und diszipliniert stehen, anschließend nach Ballgewinnen schnell umschalten. Das klare Grüst gibt der jungen Mannschaft eine feste Struktur, aus der heraus Franke unterschiedliche Pressinghöhen wählen kann. Phasenweise wird der Gegner früh angelaufen, gegen spielstarke Mannschaften kann der Block dagegen deutlich tiefer stehen. Die offensive Durchschlagskraft bleibt dabei bislang die größere Baustelle. 42 Schüsse aufs Tor (13.) und nur 59 Abschlüsse innerhalb des Strafraums (15.) zeigen, dass der Weg in wirklich gefährliche Räume noch nicht konstant gelingt.

Für die Himmelblauen wird es deshalb darauf ankommen, gegen einen tiefen und kompakten Gegner geduldig zu bleiben und gleichzeitig nach eigenen Ballverlusten aufmerksam zu sein.

Voraussichtliche Aufstellung: Löffler — Uwakhonye, Hasenberg, Bibija, Williams — Kim, Smailovic — N. Kukanda, Pohlenz, Boulehris — E. Kukanda