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29.07.2026 - 15.00 Uhr | 1. Mannschaft

Trainer-Trickkiste: Kopfballstärke, Direktheit und viel Präsenz – So spielt der BFC Preussen

In unserer Rubrik „Trainer-Trickkiste“ werfen wir wieder einen genauen Blick auf den kommenden Gegner des Chemnitzer FC: den BFC Preussen. Am Freitag, dem 31. Juli, eröffnen die Himmelblauen ab 19 Uhr im eins-Stadion – An der Gellertstraße die Heimsaison 2026/27 gegen den direkten Tabellennachbarn der Vorsaison. Nur ein Punkt trennte beide Mannschaften auf den Plätzen sieben und acht. 

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Unter Cheftrainer Daniel Volbert, der bereits in seine fünfte Saison beim BFC geht und damit zu den dienstältesten Trainern der Regionalliga gehört, wollen sich die Berliner nach einer gelungenen Premierensaison endgültig in der Liga etablieren. Und wie der BFC Preussen seine Spiele angeht, schauen wir uns jetzt an.

Direkt nach vorn mit Zielspieler und spielstarken Achtern

Der BFC Preussen sucht den Weg zum Tor meist ohne große Umwege. Ein zentrales Element ist dabei Mittelstürmer Nicolas Frank, der mit seinen 1,95 Metern als Zielspieler zahlreiche lange Bälle festmacht und au die nachrückenden Mitspieler ablegen kann. Vor allem die Flügel oder die offensiven Achter werden so immer wieder in aussichtsreiche Positionen gebracht, ehe häufig Halbfeldflanken oder schnelle Abschlüsse folgen.

Für die Kreativität im Zentrum soll Neuzugang Maurice Covic sorgen. Der technisch starke Ex-Babelsberger agiert hinter Frank als offensiver Achter und gibt dem Spiel Struktur zwischen den Linien. Dahinter sichert mit Lucas Vierling ein weiterer spielstarker Neuzugang aus Greifswald das Zentrum ab und sorgt für einen sauberen Übergang zwischen Defensive und Offensive. Mit Philip Fontein komplettiert der abschlussstarke Kapitän das Mittelfeld

Im Auftaktspiel: Viel Ballbesitz, viele Abschlüsse 

Zum Saisonauftakt gegen Aufsteiger RSV Eintracht bestimmten die Berliner über weite Strecken das Spiel und hatten deutlich mehr Ballbesitz. Ein klarer Unterschied zur Vorsaison, der allerdings Gegnerbedingt entstanden sein kann. Trotz der Überlegenheit sprang jedoch nur ein 1:1 heraus. Auffällig war dabei die enorme Abschlussfreude: Mit 19 Torschüssen stellte der BFC am ersten Spieltag den drittbesten Wert der Liga. Lediglich der Chemnitzer FC (22) und die BSG Chemie Leipzig (20) kamen auf mehr Versuche.

Die Qualität der Abschlüsse blieb allerdings häufig ausbaufähig. Nur sechs Schüsse fanden den Weg auf das Tor – genauso viele wie beim RSV Eintracht, der lediglich halb so oft zum Abschluss kam. Wirklich freie Abschlusspositionen erspielten sich die Berliner nur selten.

Große Gefahr über Flanken und Standards

Ein wichtiger Bestandteil des Offensivspiels sind hohe Hereingaben aus dem Halbfeld sowie Standardsituationen. Mit Nicolas Frank (1,95 Meter), Lenny Stein (1,98 Meter), Lucas Vierling (1,89 Meter), Chermaine Häusl (1,86 Meter) und Nino Lessel (1,88 Meter) verfügt der BFC über zahlreiche kopfballstarke Spieler, die im Strafraum permanent für Gefahr sorgen.

Gerade wenn sich im Kombinationsspiel keine Räume öffnen, suchen die Berliner konsequent den Weg über Flanken oder ruhende Bälle. Die körperliche Präsenz im Strafraum gehört zu den größten Stärken der Mannschaft.

Hohes Pressing und intensive Zweikämpfe

Gegen den Ball verteidigt der BFC meist in einem 4-4-2, wobei Maurice Covic neben Nicolas Frank die erste Pressinglinie bildet und sich beide die Laufarbeit teilen. Auffällig war am ersten Spieltag das deutlich höhere Pressing im Vergleich zur Vorsaison. Ob dies dauerhaft Teil der Spielidee oder speziell auf den Gegner abgestimmt war, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

Fest steht jedoch: Die Berliner suchen intensive Duelle und scheuen keine Zweikämpfe. Mit 18 Fouls am ersten Spieltag stellte der BFC den zweithöchsten Wert der Liga und unterstrich damit seinen körperbetonten Ansatz.

Voraussichtliche Aufstellung: Palmowski – Meyer, Häusl, Lessel, Dikarev -  Fontain, Vierling, Covic – Butkovic, Frank, Adekunle