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25.10.2024 - 18.40 Uhr | 1. Mannschaft

Trainer-Trickkiste: Kopfballstärke und Gegenpressing am Steigerwald

In unserer Rubrik "Trainer-Trickkiste" werfen wir wieder einen genauen Blick auf den kommenden Gegner des Chemnitzer FC: den FC Rot-Weiß Erfurt. Das Medienteam des Clubs hat den Traditionsverein analysiert, um euch auf das anstehende Auswärtsspiel der Himmelblauen optimal einzustimmen. Am Samstag um 13 Uhr ist Anpfiff im Steigerwaldstadion.

Nach einem durchwachsenen Saisonstart haben die Thüringer zuletzt an Fahrt aufgenommen und punkten aktuell stabil in der Liga. Mit elf Zählern aus den letzten fünf Ligaspielen hat sich die Mannschaft von Cheftrainer Fabian Gerber auf Platz sechs vorgearbeitet und steht nun bei 18 Punkten. Schauen wir genauer auf die Spielweise der Rot-Weißen und analysieren, wo ihre Stärken und Potentiale liegen.

Zweiter Ball als Schlüssel

Die Erfurter sind nicht sonderlich daran interessiert den Ball oft in den eigenen Reihen zu halten. Beim 2:1-Erfolg in Greifswald reichten rund 32 Prozent Ballbesitz aus, um dem Greifswalder Cheftrainer Markus Zschiesche das Debüt zu vermiesen.

Die Gerber-Elf ist durchaus in der Lage, das Spiel von hinten aufzubauen. Dabei lassen sich Dominic Duncan oder der aktuell angeschlagene Til Schwarz gelegentlich in die Innenverteidigung fallen, sodass eine Dreierkette entsteht. Häufig entscheidet sich das Team jedoch für lange Bälle und setzt auf den zweiten Ball, um schnell große Distanzen zu überbrücken. In der Offensive sorgen dann die kopfballstarken Stürmer Ömer Uzun und Dennis Lerche für Unruhe in der gegnerischen Defensive.

Die schnellen Flügelspieler und zentralen Mittelfeldakteure gehen konsequent auf den zweiten Ball, der entweder direkt von einem Erfurter Stürmer abgelegt oder von einem gegnerischen Verteidiger unkontrolliert abgewehrt wird – häufig erzwungen durch das physische Durchsetzungsvermögen der beiden zentralen Angreifer. Die Statistiken sprechen für sich: Mit durchschnittlich 22 gewonnenen Kopfballduellen pro Spiel rangieren die Rot-Weißen ligaweit auf dem 7. Platz.

In der Folge sucht das Team den schnellsten Weg zum Tor über tiefe Bälle auf die Flügel und hohe Hereingaben. Die Qualität in der Luft zeigt sich beim Erfurter Top-Scorer Lerche (6 Tore und 6 Vorlagen) und bei Goalgetter Uzun (5 Tore) anschließend auch vor dem Tor.

Gegenpressing

Auch bei Ballverlusten zeigt die Mannschaft ihre Qualitäten gegen den zweiten Ball. Sofort schalten die Erfurter ins Gegenpressing und setzen alles daran, den Ball rasch zurückzuerobern. Sobald das gelingt, folgt der direkte Vorstoß zu den Torjägern – mit dem klaren Ziel, schnell zum Abschluss zu kommen.

Gelingt das Gegenpressing nicht, ziehen sich die Erfurter in ein 4-4-2 zurück – eine Formation, in der sie defensiv verwundbar sind. Die starke Offensive (20 Tore, Platz 3) hat ihre Kehrseite in der anfälligen Defensive (19 Gegentore, Platz 13). Nach etwa drei Sekunden intensivem Gegenpressing entstehen häufig Räume, die der Gegner bei schnellem und präzisem Umschaltspiel effektiv nutzen kann.

Voraussichtliche Aufstellung FC Rot-Weiß Erfurt: Otto 1 – Zeller 33, Fabinski 21, Awoudja 6, Moritz 2 – Trübenbach 7, Duncan 77, Wolf 10, Langner 28 – Lerche 11, Uzun 19 (Formation: 4-4-2