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06.11.2024 - 18.29 Uhr | 1. Mannschaft

Trainer-Trickkiste: Liga-Primus mit viel Qualität und großen Personalsorgen

In unserer Rubrik "Trainer-Trickkiste" werfen wir wieder einen genauen Blick auf den kommenden Gegner des Chemnitzer FC: den 1. FC Lokomotive Leipzig. Das Medienteam des Clubs hat den ungeschlagenen Tabellenführer analysiert, um euch auf das anstehende Auswärtsspiel der Himmelblauen optimal einzustimmen. Am Freitag um 19 Uhr rollt der Ball unter Flutlicht im Bruno-Plache-Stadion.

Nach der Ära unter Trainer Almedin Civa (07/2020 – 02/2024) übernahm im Sommer Cheftrainer Jochen Seitz die Loksche. Der Coach hat bisher noch kein Spiel mit seiner neuen Mannschaft verloren und erreicht einen Punkteschnitt von 2,63 Zählern. Neben dem FC Bayern München ist der 1. FC Lok das einzige ungeschlagene Team in Deutschlands höchsten vier Spielklassen in dieser Saison. Wir schauen uns genauer an, wie die Blau-Gelben ihre Spiele angehen.

Beste Defensive der Liga

Aktuell sind die Leipziger stark vom Verletzungspech verfolgt. Acht Ausfälle wird der ohnehin schon enge Kader am Freitagabend verkraften müssen. Bisher haben die Verletzungen noch keine Auswirkung auf das Spiel der Blau-Gelben gehabt.

Die Loksche agiert gegen den Ball äußerst diszipliniert in einem kompakten 4-4-2-System. In ihrer Hälfte lassen sie den Gegnern kaum Luft zum Atmen, indem sie konsequent die Räume verengen. Situativ pressen die Leipziger aggressiv und schieben energisch nach vorne, jedoch gezielt und nicht dauerhaft. Meistens positionieren sich die Stürmer unmittelbar hinter der Mittellinie, während Mittelfeld und Abwehr dahinter auf engem Raum von 20 bis 25 Metern gestaffelt stehen. Die Mannschaft überzeugt dabei durch eine kompromisslose Zweikampfführung.

Starkes Umschaltspiel und Abschlussqualität

Nach gewonnenem Zweikampf geht es schnell in die Spitze. Mittelfeldspieler Pasqual Verkamp fühlt sich in der Rolle des Antreibers wohl und trägt den Ball durch die gegnerischen Reihen. Auf der anderen Seite hat Flügelstürmer Ming-gi Kang ähnliche Qualitäten und kann den Ball über weite Strecken schleppen. Vor dem Tor zeigt Top-Torjäger Stefan Maderer (7 Tore) seine Qualitäten. Er ist allerdings nicht der einzige mit Torjäger-Qualitäten. Mit zehn verschiedenen Torschützen stellt Lok bisher die meisten in dieser Spielzeit.

Offensiv agiert die Loksche eher sparsam: Mit nur 11,43 Abschlüssen pro Spiel rangieren die Leipziger ligaweit auf Platz 7. Bemerkenswert ist jedoch die hohe Effizienz, denn 39,4 Prozent dieser Versuche landen tatsächlich auf dem Tor – ein Wert, der ihnen aktuell den zweiten Rang in dieser Kategorie einbringt. Das unterstreicht die Abschlussqualität des ersten Deutschen Meisters. Diese beeindruckende Quote über eine ganze Saison hinweg zu bestätigen, dürfte jedoch eine schwierige Angelegenheit sein.

Qualität im Tor und gegen den Ball

Kommen die Nordsachsen kontrolliert an den Ball, bauen sie meist mit Sechser Farid Abderrahmane (aktuell verletzt) in einer abkippenden Rolle auf. Die beiden Innenverteidiger schieben sich in die Breite und die Flügelverteidiger schieben nach vorn. So spielen sich die Leipziger in die gefährlichen Räume vor und arbeiten dann viel mit Halbfeldflanken auf die großen Neuner Maderer und Ziane.

Voraussichtliche Aufstellung 1. FC Lok Leipzig: Naumann 1 – Adigo 11, Wilton 5, Aracic 26, Rieger 16 – Kang 29, Siebeck 14, Verkamp 7, Eichinger 19 – Ziane 13 (C), Elstner 18 (Formation: 4-4-2)