Trainer-Trickkiste: Neuer Trainer, neuer Anstrich – So spielt der VFC Plauen
In unserer Rubrik "Trainer-Trickkiste" werfen wir wieder einen genauen Blick auf den kommenden Gegner des Chemnitzer FC: den VFC Plauen. Das Medienteam des CFC hat die Vogtländer analysiert, um euch optimal auf das anstehende Auswärtsspiel einzustimmen. Am Samstag rollt der Ball ab 14 Uhr im Vogtlandlandstadion.
Bei den Plauenern gab es in den vergangenen Wochen tiefgreifende personelle Veränderungen. Aufstiegstrainer Karsten Oswald musste Mitte März seine Koffer packen und auch seine Co- und Torwarttrainer folgten knapp zwei Wochen später. Für ihn übernahm Sedat Gören, der zuvor sechs Jahre bei der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz an der Seitenlinie stand. Wir schauen uns an, wie er seine Mannschaft nun einstellt und wie die Plauener ihre Chance auf den Klassenerhalt aufrechterhalten wollen.
Viele neue Impulse
So wirklich ist der Funke noch nicht übergesprungen nach dem Trainerwechsel. Gören ist seit vier Spielen im Amt und holte nur einen Punkt beim torlosen Remis gegen den SV Babelsberg. Dabei hat er auch noch keine feste Startelf gefunden, die er ins Rennen schickt. Siebzehn verschiedene Spieler standen unter seiner Leitung bereits von Beginn an auf dem Feld. Im Schnitt verändert Gören seine Startelf auf 3,3 Positionen.
Das Spiel mit dem Ball
Mit dem Ball ist das Ziel möglichst schnell in die Spitze und damit vor das gegnerische Tor zu gelangen. Und wie überbückt man am besten viel Raum in kurzer Zeit? Mit langen Bällen. Der VFC spielt mit Abstand die wenigsten Pässe (5.811) in der gesamten Liga. Hertha Zehlendorf auf dem vorletzten Platz in der Kategorie spielte bisher über 1.000 Pässe mehr.
Auch was die Passquote (68,8 %) und die Ballbesitzquote (38 %) sind die Plauener das Schlusslicht der Liga. Dafür belegen sie den 9. Platz bei langen Bällen (1719). Es fehlt allerdings an Physis und Durchschlagskraft in der Sturmspitze, weshalb der VFC nur 40 % (18. Platz) dieser langen Bälle an den Mann bringt. Vor dem Tor schließen sie dementsprechend selten ab (285 Schüsse, 18.). Wenn sie schießen, sind die Abschlüsse allerdings hochwertig, denn 35,5 % % der Schüsse kommen auf das Tor (8.).
Das Spiel gegen den Ball
Gegen den Ball stehen die Plauener in einem 4-4-2 und präsentieren sich stark mannorientiert. Dabei warten sie allerdings nicht in einem tiefen Block am eigenen Strafraum auf den Gegner, sondern schieben nach Möglichkeit bis auf zehn Meter vor die Mittellinie, stehen also relativ hoch.
Aus dieser Höhe kommen die Vogtländer dann gut in ein hohes Pressing. Teilweise laufen die Stürmer den Gegner an der gegnerischen Strafraumkante an. Dann schieben die Verteidiger natürlich nach und stehen ebenfalls hoch.
Ein Nachteil dieser hohen Position gegen den Ball und der gegnerbezogenen Verteidigung ist es, dass sich die Verteidiger oft in letzter Reihe in direkten Duellen mit den gegnerischen Offensivspielern befinden und häufig eine Gleichzahl vorliegt. Außerdem verfolgen sie die gegnerischen Spieler sehr weit, was dazu führt, dass die Verteidiger häufig die Kette verlassen.
Voraussichtliche Aufstellung VFC Plauen: Pieles 12 – Morosow 17, Fischer 25, Tanriver 5, Abayomi 28 – Riedl 21, Limmer 8, Jusic 3 (C), Kämpfer 27 – Martynets 9, Winter 10 (4-4-2)



