Trainer-Trickkiste: Qualität am Ball und Disziplin dagegen
Die Hertha-Bubis haben mit dem Sieg beim amtierenden Vizemeister Greifswalder FC direkt am ersten Spieltag der Regionalliga Nordost ein Ausrufezeichen gesetzt. Auch wenn die neue Spielzeit noch jung ist, lassen sich aus diesem Spiel schon einige Erkenntnisse über das Auftreten Herthas U23 unter dem neuen Trainer Rejhan Hasanovic (32) gewinnen.
Hohes anlaufen
Gegen den Ball steht die alte Dame in einem 4-3-3. Wie bereits im Vorjahr laufen die Berliner hoch an und versuchen, den Gegner konsequent unter Druck zu setzen. Dahinter laufen die defensiven Mittelfeldspieler die Räume zu und müssen den gesamten Raum zwischen dem gegnerischen Strafraum und der Mittellinie bearbeiten. Gegen den Greifswalder FC konnten die Räume gut zugelaufen werden, fehlt hier jedoch nur einem Spieler im Team für einen Moment die Konsequenz beim verschieben, ist die Mittelfeldreihe schnell überspielt.
Rohdiamant auf der Sechs
Im Aufbau ist der Schlussmann (im ersten Spiel: Tim Goller) stark eingebunden und eröffnet das Spiel hoch zwischen den beiden Innenverteidigern. Der präferierte Weg der Hertha ist der über die rechte Seite mit Außenverteidiger Sebastian Weiland, dem sich im Zentrum oftmals der erst 16-jährige Boris Lum als Anspieloption auftut. Der hoch veranlagte Spielmacher überzeugte schon in seinem ersten Regionalliga-Spiel gegen den Greifswalder FC mit den meisten gespielten Pässen aller Hertha-Akteure auf dem Platz (94), den zweitmeisten aller Spieler auf dem Feld hinter Greifswalds Bastian Striezel (101).
Fußball spielen und Spaß haben!
Mit dem Ball zeigt sich die unbeschwerte Freude der Hertha U23 am Fußball spielen und die gute Ausbildung im Nachwuchsleistungszentrum der alten Dame. Auf engem Raum finden sie immer wieder Lösungen im Kurzpass- und Dreiecksspiel oder im Eins-gegen-Eins. Auch in diesem Jahr gehören die jungen Herthaner wieder zu den technisch versiertesten und spielerisch besten Teams der Liga. Der Schlüssel dagegen: Physische Überlegenheit und konsequentes Abwehrverhalten.
Voraussichtliche Aufstellung: Smarsch 13 - Strasner 20, Sherwood 18, Matiebel 25, Weiland 31 - Kesik 5, Lum 29, Ajvazi 27 - Aksala 7, Rölke 40, Pereira 24



