Trainer-Trickkiste: So spielt der Spitzenreiter – Erfurts Offensivkräfte im Fokus
In unserer Rubrik "Trainer-Trickkiste" werfen wir wieder einen genauen Blick auf den kommenden Gegner des Chemnitzer FC: den FC Rot-Weiß Erfurt. Das Medienteam des Clubs hat die Thüringer analysiert, um euch optimal auf das Auswärtsspiel am Samstag (16 Uhr, Steigerwaldstadion) einzustimmen.
Nach dem 3:0-Sieg am Mittwochabend gegen den bislang ungeschlagenen Halleschen FC reist der CFC mit viel Rückenwind nach Thüringen. Der Auftritt gegen den Aufstiegsfavoriten war der bislang stärkste der Saison – mutig, spielstark, effizient. In Erfurt wartet nun die nächste große Herausforderung – und die nächste Chance auf eine Überraschung.
Kompakt, diszipliniert, effizient
Unter Cheftrainer Fabian Gerber hat sich Erfurt zu einer der stabilsten Mannschaften der Liga entwickelt. Nach acht Spieltagen steht RWE mit 20 Treffern an der Spitze der Offensivstatistik – und führt nach Halles Ausrutscher unter der Woche nun mit 21 Punkten auch die Tabelle an.
Einzig eine knappe 1:2-Heimniederlage gegen eben jenen HFC steht bislang zu Buche. Und selbst dort – trotz Unterzahl ab der 20. Minute – lieferte Erfurt eine starke Vorstellung ab. Das zeigt: Diese Mannschaft ist taktisch diszipliniert, defensiv kompakt und jederzeit torgefährlich.
Umschalten auf Knopfdruck
Sobald der Ball erobert ist, geht es bei RWE schnell. Der Weg in die Spitze ist kurz, direkt und entschlossen. Lange Bälle sind dabei ausdrücklich Teil des Plans: Mit 289 erfolgreichen langen Pässen liegt Erfurt ligaweit auf Rang drei. Das Ziel liegt auf der Hand: so schnell wie möglich zum Abschluss kommen.
Besonders auffällig: Erfurt kann inzwischen nicht nur kontern, sondern auch selbst das Spiel gestalten. Das war lange ein Schwachpunkt – inzwischen sorgt ein Neuzugang dafür, dass sich das geändert hat.
Stanislav Fehler – der neue Taktgeber
Der Top-Neuzugang vom SV Sandhausen ist das kreative Herz im Zentrum. Zwei Tore und fünf Vorlagen aus acht Spielen sprechen für sich. Doch Stanislav Fehler ist weit mehr als ein Scorer: präzise, vorausschauend, stark bei Standards. Auch aus der Distanz brandgefährlich – wie zuletzt beim Treffer gegen den BFC Preussen aus 25 Metern per Flatterball.
Der Mittelfeldmann ist die Schaltzentrale des Erfurter Spiels – stoppt man Fehler, nimmt man RWE ein wichtiges Kreativelement. Hier ist der CFC im Kollektiv gefordert.
Obed Ugondu – Mittelstürmer mit Killerinstinkt
Vor Fehler agiert Obed Ugondu, der schon in der Vorsaison elf Tore erzielte. Sechs Treffer und zwei Assists sind es jetzt schon – damit steht er aktuell auf Platz zwei der Torjägerliste der Regionalliga Nordost.
Ugondu bringt physische Präsenz, Abschlussstärke und Raumgefühl mit – ideale Voraussetzungen für Erfurts Spielweise. Er macht Bälle fest, leitet sie klug weiter oder schließt eiskalt ab. Für die CFC-Defensive wird er am Samstag eine echte Bewährungsprobe.
Der CFC ist gewarnt – aber nicht chancenlos
Die Aufgabe in Erfurt wird schwer – doch nach dem überzeugenden Auftritt gegen Halle reist der CFC mit frischem Selbstvertrauen an. Die Mannschaft von Cheftrainer Benjamin Duda hat gezeigt, dass sie diszipliniert verteidigen, mutig nach vorn spielen und jedem Gegner wehtun kann.
Erfurt ist aktuell das Maß der Dinge – doch der CFC hat nicht zuletzt gegen Halle bewiesen: Mit einer mannschaftlichen Topleistung muss sich der CFC vor keinem Gegner verstecken.
Voraussichtliche Aufstellung: Otto 1 – Schulze 37, Ikene 4, Schwarz 3 (C), Moritz 2 – Fehler 11, Boboy 27, Wolf 10 – Caciel 8, Ugondu 13, Felßberg 18



