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12.12.2024 - 17.55 Uhr | 1. Mannschaft

Trainer-Trickkiste: Spannendes Konzept und ganz viel Qualität bei den Hertha-Bubis

In unserer Rubrik "Trainer-Trickkiste" werfen wir wieder einen genauen Blick auf den kommenden Gegner des Chemnitzer FC: die Zweitvertretung von Hertha BSC. Das Medienteam des Clubs hat die Hauptstädter analysiert, um euch optimal auf das anstehende Heimspiel einzustimmen. Am Samstag rollt der Ball ab 13 Uhr im Stadion – An der Gellertstraße.

Hertha BSC II stellt – wie schon in den Vorjahren – den jüngsten Kader der gesamten Liga (20,7 Jahre). Auch an der Seitenlinie steht mit Cheftrainer Rejhan Hasanovic (33) der jüngste Cheftrainer im Nordosten. Gleichzeitig stellt die Zusammensetzung der jungen Hertha-Talente auch das Team mit dem höchsten Kadermarktwert der Liga (3,25 Mio. EUR). Mit dieser Qualität zeigt sich die Mannschaft auch in dieser Saison wieder einmal mit wechselhaften Auftritten im Ligabetrieb, spielt jedoch weiterhin oben in der Tabelle mit. Wir schauen uns genau an, wie die Hertha-Bubis ihre Spiele angehen.

Linkslastiger Aufbau

Auch in diesem Jahr ist Hertha II wahrscheinlich das Team mit der besten Spielanlage der Liga, was der hohen Qualität des Leistungszentrums der Berliner geschuldet ist. Die Hauptstädter bauen ihr Spiel aus einer Viererkette heraus auf. Der Torhüter ist dabei neben den Innenverteidigern besonders im Aufbau gefordert und bringt so eine zahlenmäßige Überzahl zugunsten der Hertha aufs Feld.

Der weitere Weg nach vorn führt dann meist über Linksverteidiger Elyas Strasner, der eine besonders große Rolle im Aufbauspiel übernimmt. Die meisten Angriffe laufen über seine Seite und in vielen Partien der Berliner ist er die beliebteste Anspielstation seiner Mitspieler.

Spielkontrolle und Dominanz

Von Strasner führt der Weg entweder weiter ins Zentrum oder auf den Flügelspieler vor ihm, der auf der linken Außenbahn dann meist Unterstützung von einem der Achter bekommt. Besonders bemerkenswert ist dabei die Präzision der Berliner.

Die Hertha führt nahezu jede Passkategorie an, und das zumeist mit deutlichem Vorsprung. Zwei Kategorien sind dabei besonders beeindruckend. Zum einen spielt die Hertha generell die meisten erfolgreichen Pässe der Liga (7.819!) und setzt damit Maßstäbe, die kein Konkurrent erreicht. Zum Vergleich: Der Greifswalder FC auf dem 2. Platz steht aktuell bei 6.174 erfolgreichen Pässen in dieser Saison. Und auch bei der Passquote hält keiner mit den Hertha-Bubis mit. Starke 85,1 % legt das Hasanovic-Team aktuell auf. Auch hier belegt der GFC den 2. Platz mit 82,2 %.

Ansätze der minimalen Breite

Sind die Berliner dann in der gegnerischen Hälfte angekommen, lässt sich ein spannendes Detail beobachten. Die Spieler der Hertha nutzen nur etwa zwei Drittel der gesamten Spielfeldbreite. Der ballferne Flügelstürmer rückt nahezu in eine Zehnerposition.

Dieses Konzept wird als "minimale Breite" bezeichnet und folgt dem Grundsatz: "Wir stehen nur so breit, wie nötig." Das kommt der technisch starken Mannschaft natürlich zugute. Auf engem Raum können die Hauptstädter ihre hohe technische Qualität ausspielen. Vor dem Tor zeigen sie sich dann eiskalt mit den zweitmeisten Abschlüssen auf das Tor (93) und der zweithöchsten Abschlussqualität. 40,8 % ihrer Abschlüsse gehen auf den gegnerischen Kasten.

Außerdem hat das Konzept einen entscheidenden Vorteil. Die Räume im Gegenpressing sind sehr klein, und so können die Berliner mit geringem läuferischen Aufwand den Ball früh zurückerobern.

Voraussichtliche Aufstellung Hertha BSC II: Goller 43 – Strasner 20, Matiebel 25, Morgenstern 4, Weiland 31 – Ajvazi 27, Michelbrink 6, Gottschalk 38 – Aksakal 7, Rölke 40, Ben-Hatira 10 (C) (4-3-3)