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08.04.2025 - 13.12 Uhr | 1. Mannschaft

Trainer-Trickkiste: Spannendes Konzept und ganz viel Qualität bei den Hertha-Bubis

In unserer Rubrik "Trainer-Trickkiste" werfen wir wieder einen genauen Blick auf den kommenden Gegner des Chemnitzer FC: die Zweitvertretung von Hertha BSC. Das Medienteam des CFC hat die Hauptstädter analysiert, um euch optimal auf das anstehende Nachholspiel einzustimmen. Am Mittwoch rollt der Ball ab 19 Uhr im Stadion – An der Gellertstraße, Tickets für die Partie gibt es hier.

Hertha BSC II stellt – wie schon in den Vorjahren – den jüngsten Kader der gesamten Liga (21,2 Jahre). Auch an der Seitenlinie steht mit Cheftrainer Rejhan Hasanovic (33) einer der jüngsten Cheftrainer im Nordosten. Gleichzeitig stellt die Zusammensetzung der jungen Hertha-Talente auch das Team mit dem höchsten Marktwert des Kaders der Liga (3,73 Mio. EUR). Mit dieser Qualität zeigt sich die Mannschaft auch in dieser Saison wieder einmal mit wechselhaften Auftritten im Ligabetrieb, spielt jedoch weiterhin oben in der Tabelle mit. Wir schauen uns genau an, wie die Hertha-Bubis ihre Spiele angehen.

Linkslastiger Aufbau

Auch in diesem Jahr ist Hertha II wahrscheinlich das Team mit der besten Spielanlage der gesamten Liga, was der hohen Qualität des Leistungszentrums der Berliner geschuldet ist. Die Hauptstädter bauen ihr Spiel aus einer Viererkette heraus auf. Der Torhüter ist dabei neben den Innenverteidigern besonders im Aufbau gefordert und bringt so eine zahlenmäßige Überzahl zugunsten der Hertha aufs Feld.

Der weitere Weg nach vorn führt dann meist über den Linksverteidiger, der eine besonders große Rolle übernimmt, denn diese Seite ist die bevorzugte Seite des Berliner Aufbauspiels.

Spielkontrolle und Dominanz

Von links führt der Weg entweder weiter ins Zentrum oder auf den Flügelspieler vor ihm, der auf der linken Außenbahn dann meist Unterstützung von einem der Achter bekommt. Besonders bemerkenswert ist dabei die Präzision der Berliner.

Die Hertha führt nahezu jede Passkategorie an, und das zumeist mit deutlichem Vorsprung. Zwei Kategorien sind dabei besonders beeindruckend. Zum einen spielte die Hertha generell die meisten erfolgreichen Pässe der Liga (11.723!) und setzt damit echte Maßstäbe, die kein Konkurrent erreicht. Zum Vergleich: Der BFC Dynamo auf Platz 2 dieses Rankings steht aktuell bei insgesamt 9.657 erfolgreichen Pässen. Und auch bei der Passquote hält keiner mit den Hertha-Bubis mit. Starke 84,8 % legt das Hasanovic-Team aktuell auf. Hier belegt der Greifswalder FC den 2. Platz mit 80,8 %.

Ansätze der minimalen Breite

Sind die Berliner dann in der gegnerischen Hälfte angekommen, lässt sich ein spannendes Detail beobachten. Die Spieler der Hertha nutzen nur etwa zwei Drittel der gesamten Spielfeldbreite. Der ballferne Flügelstürmer rückt nahezu in eine Zehnerposition.

Dieses Konzept wird als "minimale Breite" bezeichnet und folgt dem Grundsatz: "Wir stehen nur so breit, wie nötig." Das kommt der technisch starken Mannschaft natürlich zugute. Auf engem Raum können die Hauptstädter ihre hohe technische Qualität ausspielen. Vor dem Tor zeigen sie sich dann eiskalt mit den fünftmeisten Abschlüssen auf das Tor (138) nicht weit von der Spitze und der zweithöchsten Abschlussqualität. 39,4 % ihrer Abschlüsse gehen auf den gegnerischen Kasten.

Außerdem hat das Konzept einen entscheidenden Vorteil. Die Räume im Gegenpressing sind sehr klein, und so können die Berliner mit geringem läuferischem Aufwand den Ball früh zurückerobern.

Voraussichtliche Aufstellung Hertha BSC II: Goller 43 – Kardam 37, Matiebel 25, Morgenstern 4, Berner 3 – Ajvazi 27, Michelbrink 6, Ogbaidze 5 – Aksakal 7, Wollschläger 9, Pereira 24 (4-3-3)