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06.03.2025 - 11.00 Uhr | 1. Mannschaft

Trainer-Trickkiste: Spielkontrolle, Qualität & Erfahrung – Der BFC Dynamo im Fokus

In unserer Rubrik "Trainer-Trickkiste" analysieren wir den kommenden Gegner des Chemnitzer FC: den BFC Dynamo. Das Medienteam des CFC hat den Kontrahenten aus der Hauptstadt detailliert angeschaut, um euch optimal auf das anstehende Heimspiel vorzubereiten. Anpfiff ist am Samstag um 14 Uhr im Stadion – An der Gellertstraße.

Der BFC Dynamo kämpft unter Trainer Dennis Kutrieb um den Anschluss an die Spitzengruppe der Regionalliga Nordost. Nach einem durchwachsenen Saisonstart haben die Berliner zuletzt an Stabilität gewonnen, mussten aber am vergangenen Spieltag einen herben Rückschlag gegen den Greifswalder FC (1:4) hinnehmen. Mit 33 Punkten aus 22 Spielen belegt der BFC aktuell den 8. Tabellenplatz und ist somit direkter Tabellennachbar der Himmelblauen. Wir schauen uns an, wie die Berliner Dynamos das Spiel angehen könnten.

Erfahrung und Qualität

Die Hauptstädter stellen den zweiterfahrensten Kader der gesamten Regionalliga Nordost mit einem Durchschnittsalter von 26,4 Jahren. Bei der großen individuellen Klasse der Kicker in Weinrot verwundert es nicht, dass der DDR-Rekordmeister vor der Saison bei vielen Experten zum engsten Favoritenkreis der Meisterschaftskandidaten gehörte.

Nach einem durchwachsenen Saisonstart und der einvernehmlichen Trennung von Coach Andreas Heraf bediente man sich schlussendlich bei einem der spielstärksten Ligakonkurrenten mit Viktoria Berlin und verpflichtete Dennis Kutrieb. Genau diese Spielstärke soll der ehemals selbst im BFC-Dress aufgelaufene Coach (2007-2008) mitbringen.

Offensiver Ballbesitzfußball

Seit Kutrieb Ende September 2024 das Traineramt übernahm, setzt der BFC auf einen dominanten, offensiven Spielstil. In einem flexiblen 3-5-2-System versuchen die Berliner, das Spiel zu kontrollieren und den Gegner durch einen hohen Ballbesitz (meist über 60 %) und präzises Passspiel (79,4 %, 2. Platz in der Liga) unter Druck zu setzen.

Im Spielaufbau agiert der BFC geduldig und versucht, sich durch kontrollierte Ballbesitzphasen Räume zu erspielen. Gegen pressende Gegner setzen sie auf schnelle Verlagerungen und Überzahlsituationen auf den Außenbahnen. Anschließend haben sie mit Lankford und Dadashov zwei Spieler im Zentrum, die sowohl hohe als auch flache Hereingaben verarbeiten können.

Plan B: Druck wird erhöht und das Tempo variiert

Gegen Teams, die tief stehen und auf Konter lauern, hat der BFC gelegentlich Probleme, seine spielerische Überlegenheit in Tore umzumünzen. In solchen Fällen versuchen sie, durch erhöhten Druck und viele Tempowechsel die gegnerische Defensive zu knacken.

Vor allem die Gleich- oder sogar Überzahl in der hintersten Linie ist dabei ein wichtiges Element. Teilweise bauen die Berliner mit drei Verteidigern und einem Sechser das Spiel auf, während in vorderster Linie sechs Spieler auf einen tiefen Ball oder den kurzen Pass für schnelle Kombinationen warten. Dann geht es schnell über die Außenbahnen nach vorn.

Defensivarbeit beginnt in der ersten Linie

In der Defensive setzt Kutrieb auf eine hohe Pressing-Linie, um den Gegner früh unter Druck zu setzen und Ballgewinne in der gegnerischen Hälfte zu forcieren. Außerdem versuchen sie, den Ball schnell zurückzuerobern und halten das Leder nach dem Motto: "Wenn der Gegner den Ball nicht hat, kann er auch nicht treffen." (Johan Cruyff)

Voraussichtliche Aufstellung: Bätge 34 – Haider 15, Eder 5, Amadou 4 – Grötzinger 27, Breitfeld 14, Hüther 8, Knezevic 23, Reher 13 (C) – Lankford 7, Dadashov 9 (3-5-2)