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27.03.2025 - 14.52 Uhr | 1. Mannschaft

Trainer-Trickkiste: Trainerwechsel und Systemvielfalt – Greifswalds neuer Weg zum Erfolg

In unserer Rubrik "Trainer-Trickkiste" werfen wir wieder einen genauen Blick auf den kommenden Gegner des Chemnitzer FC: den Greifswalder FC. Das Medienteam des Clubs hat den Gegner analysiert, um euch optimal auf das anstehende Heimspiel einzustimmen. Am Samstag sind die Himmelblauen ab 13 Uhr gefordert.

Acht von achtzehn Clubs aus der Staffel Nordost haben in dieser Regionalliga-Spielzeit bereits auf der Trainerposition einen Wechsel vorgenommen. Einer dieser Clubs ist der Greifswalder FC. Für Ex-Coach Lars Fuchs war nach einem durchwachsenen Saisonstart mit fünf Niederlagen in zehn Spielen Schluss an der Ostseeküste. Für ihn übernahm der ehemalige Babelsberger Coach Markus Zschiesche, der nach zwei Monaten in Würzburg bereits wieder vereinslos war. Wir schauen uns an, wie Zschiesche seine Mannschaft nun spielen lässt.

Aufbau über die linke Seite – Zentrum als Schaltzentrale

Die Greifswalder bauen für gewöhnlich über eine Dreierkette auf. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie auf dem Papier in Vierer- oder Dreierkette starten. Wenn der GFC in einer Viererkette gegen den Ball agiert, lässt sich Sechser Lukas Lämmel als einer der wichtigsten Aufbauspieler zwischen die beiden Innenverteidiger fallen. So können die Vorpommern in ihrer gewohnten 3-2-Staffelung aufbauen.

Dreh- und Angelpunkt neben Lämmel dabei ist Innenverteidiger Pascal Schmedemann. Der 1,89 Meter große, spielstarke Verteidiger spielt die meisten Pässe im Greifswalder Aufbau, kann allerdings auch mit Tempo und Ball am Fuß gegnerische Reihen brechen. Das ist zentral im Zschiesche-Spiel.

Ballsicherheit und gezielte Tempowechsel

In ruhigen und durch eigenen Ballbesitz kontrollierten Spielphasen tun sich die Greifswalder schwer, Gefahr zu erzeugen. Genau aus diesem Grund braucht es diese unerwarteten Läufe, beispielsweise von Schmedemann oder auch mal einen gezielten langen Ball in den Druck, um Chaos in der gegnerischen Defensivreihe zu stiften. Sobald sich ein Raum öffnet, versucht Greifswald, zielgerichtet und schnell durchbrechen.

Im letzten Drittel spielen die Greifswalder dann ihre hohe individuelle Qualität aus. Neben Top-Stürmer Soufian Benyamina (13 Tore, 3 Vorlagen), der seit der Winterpause mit sechs Treffern richtig gut in Form ist, haben sie mit Rudolf Ndualu, Elias Kratzer, Ogechika Heil und einigen weiteren Optionen Spieler, die Spaß am Spiel haben. 

Gegen den Ball flexibel zwischen Vierer- und Dreierkette

Auch gegen den Ball zeigt Greifswald hohe taktische Flexibilität. Situativ wird zwischen einer Viererkette und einer Dreierkette gewechselt – abhängig von der Spielsituation und dem Ballbesitz des Gegners. Besonders spannend ist der Unterschied im Pressing. In der Viererkette gegen den Ball kann Lämmel den Raum vor der Abwehr absichern, und die Achter pressen höher auf den Gegner. In der Dreierkette fehlt der Sechser, und die Achter agieren etwas defensiver.

Voraussichtliche Aufstellung vom Greifswalder FC: Jakubov 1 – Engel 13, Schmedemann 24, Eglseder 29, Farr 6 – Heil 19, Lämmel 11, Vogt 20 – Kratzer 18, Benyamina 90, Ndualu 22 (4-3-3)