Trainingslager – Tag 3: Regeneration, Kraft und defensive Detailarbeit
Tag drei im Trainingslager des Chemnitzer FC im türkischen Lara ist beendet. Einen Tag nach dem intensiven ersten Testspiel gegen Fortuna Köln standen für die Himmelblauen Regeneration und Belastungssteuerung im Fokus – ohne dabei auf eine weitere intensive Einheit auf dem Platz zu verzichten.
Der Tag begann für die CFC-Profis etwas später als an den Vortagen. Da die erste Einheit des Tages direkt im hoteleigenen Kraftraum stattfand und erst für 11.30 Uhr angesetzt war, traf sich die Mannschaft auch zum Frühstück später als gewohnt. Um 9.30 Uhr war das gesamte Team im Frühstücksraum versammelt, ehe anschließend das erste Meeting des Tages auf dem Programm stand.
Frühe Aktivierung statt langem Ausschlafen
Zum Ausschlafen nutzten die veränderten Zeiten dennoch nicht alle Spieler. Bereits vor 8:00 Uhr machten sich einige Akteure auf den Weg zum beheizten Außenpool, um den Körper frühzeitig zu aktivieren. Auch bei Temperaturen um die 15 Grad bot das Wasser eine willkommene Möglichkeit zur lockeren Bewegung und Regeneration.
Kraftarbeit im Zirkel
Im Kraftraum übernahmen anschließend Torwarttrainer Patrik Brencic und Co-Trainer Robert Zickert die Leitung. Das Duo hatte die Stationen bereits vorbereitet, ehe eine rund einstündige intensive Krafteinheit folgte. Auf dem Programm stand ein abwechslungsreicher Kraftzirkel – von Übungen mit dem eigenen Körpergewicht über Gerätetraining bis hin zu freien Gewichten war alles dabei. Ausgewogen wechselten die Spieler zwischen Bankdrücken, dem Lattzug oder Liegestützen, die durch ein Gummiband erschwert wurden und vielem mehr.
Defensivspieler Roman Eppendorfer, der selbst Sportwissenschaft an der TU Chemnitz studiert, ordnete die Einheit ein: „Beim Krafttraining ist Konzentration extrem wichtig – auch wenn es nicht immer der spaßigste Teil ist. Die Jungs hatten am Vortag die Beine im Testspiel gut belastet, da war der Fokus auf den Oberkörper eine gute Alternative, um andere Muskelgruppen gezielt anzusteuern.“
Zeit zum Durchatmen am Mittag
Nach der Krafteinheit ging es gemeinsam zum Mittagessen. Da der Vormittag bewusst kompakter gehalten war, nutzten viele Spieler die anschließende freie Zeit, um das weitläufige Hotelareal weiter zu erkunden. Bei Sonnenschein und leichtem Wind zog es einige Akteure an den Strand und ans Wasser.
Zweite Einheit auf dem Platz
Am Nachmittag stand dann die zweite Einheit des Tages auf dem Programm. Mit dem Mannschaftsbus ging es erneut zum Trainingsgelände. Nach einer kurzen, intensiven Erwärmung verlagerte sich der Fokus klar auf das Defensivverhalten – sowohl individuell als auch gruppentaktisch.
Defensive Schwerpunkte in zwei Gruppen
Die Mannschaft wurde in zwei Gruppen aufgeteilt. Unter den Augen von Cheftrainer Benjamin Duda lag der Schwerpunkt auf dem individuellen Verteidigungsverhalten: In einem eng abgesteckten Feld galt es, aggressiv anzulaufen, direkte Wege zum Ball zu finden und Zweikämpfe entschlossen zu führen.
Parallel dazu arbeitete Co-Trainer Niklas Hoheneder mit einer Viererkette an gruppentaktischen Abläufen. Zunächst ohne Gegnerdruck, später mit aktiven Gegenspielern, mussten flache Zuspiele durch das Zentrum verteidigt und nach Ballgewinn sofort Gegenangriffe eingeleitet werden.
Roman Eppendorfer zog ein klares Fazit zur Einheit: „Mir hat das Training Spaß gemacht. Wir haben in den letzten beiden Spielen sechs Gegentore bekommen – da muss man ansetzen und noch akribischer arbeiten. Genau das haben wir heute getan.“
Für den Defensiv-Allrounder war es zugleich die erste Einheit im Trainingslager, die er vollständig absolvieren konnte. Beim ZEV Hallenmasters in Zwickau, einen Tag vor dem Abflug in das Trainingslager, bekam der 22-Jähreige einen Schlag auf das Knie ab. Zuletzt absolvierte er nur Teile des Mannschaftstrainings und verzichtete auf das erste Testspiel gänzlich. „Das Knie war nach dem Hallenmasters noch etwas angeschlagen, hat sich aber schnell stabilisiert. Ganz bei 100 Prozent bin ich noch nicht, aber wir sind auf einem guten Weg“, vermeldet Eppendorfer den aktuellen Stand.
Regeneration zum Abschluss
Nach der Einheit auf dem Platz stand für alle Spieler eine Stunde individuelle Regeneration auf dem Plan. Ob Sauna, physiotherapeutische Behandlungen, Faszienrolle oder gezielte Erholung – das Angebot wurde intensiv genutzt.
Damit endet der dritte Tag im Trainingslager des Chemnitzer FC in Lara. Erneut liegen zwei inhaltlich unterschiedliche, aber intensive Einheiten hinter den Himmelblauen – die Arbeit für die Rückrunde geht konsequent weiter.
Wir bedanken uns bei Saxcare, Innenausbau Kunis, Management A&P und T&T Transporte für die Unterstützung des Trainingslagers.



