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04.11.2021 - 18.50 Uhr | 1. Mannschaft

Trotz fehlender Spielerlaubnis: Kopf der neuen Generation

Aschti Osso ist zurück beim Chemnitzer FC. Für den 19-jährigen Abwehrspieler ging es zuletzt auf seine zweite Reise mit der U23-Nationalmannschaft seines Heimatlandes Syrien. In der Qualifikation zur Asienmeisterschaft 2022 standen für die syrische Auswahl drei Spiele in Katar an. Das Abenteuer Nationalmannschaft war für Osso dabei ein ganz anderes als noch zuletzt. 

Nach einem 5:0-Sieg gegen Sri Lanka, einem torlosen 0:0 gegen Jemen und einem 1:1 gegen Gastgeber Katar steht die syrische U23-Nationalmannschaft in der Qualifikationsgruppe A mit fünf Punkten auf dem zweiten Tabellenrang. Auch CFC-Spieler Aschti Osso ist zufrieden mit der Ausbeute. Nach dem Trainingslager im September 2021 war der Abwehrspieler erstmals bei einer Pflichtspielreise seiner Heimat-Nationalelf dabei. „Es war bei diesem Mal deutlich entspannter, weil ich bereits wusste, was auf mich zukommt und ich die Spieler von der letzten Reise kannte. Die Anreise war mit über 20 Stunden ein wenig lang“, verriet Aschti Osso

Sportlich verlief die Zeit in Katar für Osso wenig zufriedenstellend. Aufgrund von Problemen bei benötigten Spielberechtigungsanträgen fehlte dem 19-Jährigen die Spielerlaubnis des Fußball-Weltverbandes FIFA. Somit konnte er in keiner der drei Partien sportlich eingreifen und seine Mannschaft nur von außen unterstützen. „Die Trainer haben mich trotzdem gebeten bei der Mannschaft zu bleiben und alle Trainingseinheiten und Teamausflüge zu absolvieren. Weil im kommenden Jahr der ältere Jahrgang aus der U23 rückt, soll ich mit weiteren Spielern der „Kopf“ der neuen Generation werden. Auch wenn ich nicht mitspielen konnte, waren die Erlebnisse sehr besonders. Die Hotels, Trainingsstätten und das Khalifa International Stadium, in dem wir gespielt haben, waren auf höchstem Niveau und sehr beeindruckend“, so Osso weiter.

Weil der Verteidiger nur auf dem Trainingsplatz auf sich aufmerksam machen konnte und die Qualifikationsspiele aus der Distanz von der Tribüne verfolgte, suchte das Trainerteam immer wieder das Gespräch mit Osso. „Ich habe für meine Trainingsleistungen gutes Feedback bekommen. Die Trainer haben viel mit mir geredet, mich nach meiner Meinung zu den Spielen gefragt. Es gibt mir ein gutes Gefühl, dass ich geschätzt werde und meine Qualitäten gefragt sind. Deshalb freue ich mich auf die zukünftigen Aufgaben mit der Nationalmannschaft.“