"Über Nacht wurde aus dieser Litfaßsäule ein Kaktus!" Bronzesponsor Digital Color Service im Interview
Seit über 15 Jahren ist die DIGITAL COLOR SERVICE GmbH treuer Partner des Chemnitzer FC. Gründer Heiko Schmalfuß ist leidenschaftlicher Sportfan und unterstützt den Sport in der Stadt seit vielen Jahren – außerdem ist er fester Bestandteil des himmelblauen Sponsorenfußballtreffs. Im Interview mit dem ClubMagazin spricht Schmalfuß über sein Unternehmen, den Chemnitzer FC und die Gründe für sein Engagement als Bronzesponsor.
Herr Schmalfuß, zuletzt haben Sie mit Ihrem Team dem himmelblauen CFC-Auto ein neues Aussehen verpasst. Was macht man eigentlich, wenn man sich mal verklebt?
Heiko Schmalfuß: (lacht) Das lässt sich lösen. Man benötigt etwas Aufwand und Geschick. Aber mit Wärme kann man die Folien wieder lösen und auch neu positionieren.
Seit wann sind Sie schon in Chemnitz tätig?
Schmalfuß: Seit Mai 1993, wir feiern also bald unser 30-Jähriges. Seitdem sind wir in der Region fest verankert, sind mitten im Stadtzentrum positioniert. Genauso wie der CFC. Wir sehen uns auch als regionales Unternehmen.
Wofür steht der DIGITAL COLOR SERVICE?
Schmalfuß: In erster Linie sind wir ein Werbeserviceunternehmen. Sind Partner von Kreativen, von Marketingabteilungen mit Vorstellungen. Unser Hauptmetier ist Großformatdigitaldruck für Indoor- und Outdoorwerbung aller Art. Zum Beispiel beschriften wir Fahrzeuge, Fassaden und sind Partner für Projekte im Bereich Mussen, Ausstellungen Messen und Präsentationen. Großes Thema ist neuer Dings auch Interieur-Design, also das Ausgestalten von Räumen mit Tapeten, Fußbodenaufklebern, Wandbildern, textilen Wandbespannungen für Design und Akustik und vieles mehr.
Was war denn der verrückteste Auftrag, den Sie in den vergangenen 30 Jahren bekommen haben?
Schmalfuß: Da gab es mehrere. Spontan fällt mit hier ein, die sicher außergewöhnliche Beklebung der Außenfassade unseres Firmensitzes Falke Forum oder die quasi Übernacht-Beklebung eines Sonderzuges, der im Zuge der Bewerbung Kulturhauptstadt 2025 medienwirksam nach Berlin fuhr. Auch 'verrückt' war vor einigen Jahren ein Guerillamarketing-Projekt der namhaftesten Chemnitzer Werbeagentur, wo wir über Nacht eine Litfaßsäule in einen Kaktus umgewandelt haben. Kurzfristigkeit und Schnelligkeit sind in unserer Branche sehr wichtig.
Wie sind sie mit dem Chemnitzer FC in Kontakt gekommen?
Schmalfuß: Ich und viele meiner Kollegen sind sportaffin oder haben sogar selbst gespielt. Seit 1993 sind wir fest in der Stadt verankert. Im sozialen Bereich haben wir Schulen und kleinere Sportvereine schon immer unterstützt. Dadurch hatten wir immer Berührungspunkte mit dem CFC. Seit über 15 Jahren sind wir mittlerweile Sponsor.
Egal wohin man im Stadion – An der Gellertstraße schaut, haben Sie eine Aktie daran. Beispielsweise produzieren Sie den Großteil unserer Werbebanden.
Schmalfuß: Genau, außerdem kümmern wir uns um die Beschilderung im Stadion. Aber auch die Beklebungen hinter den Trainerbänken oder das himmelblaue Design im Innenraum ist durch uns entstanden. Auch einen Großteil der Logen haben wir beklebt.
Was ist das dann für ein Gefühl, wenn der CFC-Bus, die Straßenbahn oder ein Bühnenbild dank Ihrer Arbeit durch die Welt fährt oder viele Menschen im Stadion Uhr mit Ihrem Werk in Berührung kommen?
Schmalfuß: Wenn man seine Arbeit selbst sieht, ist es für die Mitarbeiter eine unheimliche Motivation. Vor allem der CFC-Bus fährt nun seit langer Zeit durch das Land. In der Stadt begleiten die Menschen jeden Tag Dinge, wo wir eine Aktie dran haben. Das macht uns stolz.
Warum sponsern sie den Chemnitzer FC?
Schmalfuß: Aus einfachem sportlichem Interesse. Zudem hat Fußball eine unheimlich große soziale Bedeutung. Jedes Kind kommt mit diesem Sport in Berührung. Der CFC steht mit vielen gesellschaftlichen Schichten in Berührung, deswegen wollen wir die Menschen gezielt an diesem Punkt unterstützen.
Welche Erfahrungen haben Sie als Sponsor des CFC gemacht?
Schmalfuß: Wir leben in unserem Geschäft von Stetigkeit und Verbindlichkeit. Deswegen haben wir in den letzten Jahren nicht unser Fähnchen im Wind gedreht und sind dem CFC immer treu geblieben. Dieser Verein war schon immer ein Leuchtturm für die Sportart in dieser Region. In den vergangenen Jahren gibt es im Verein eine Entwicklung, was viele Sponsoren positiv feststellen. Nun macht es mehr und mehr Spaß den Club zu verfolgen.
Abschließend, was wünschen Sie dem CFC für die Zukunft?
Schmalfuß: Stetigkeit in den handelnden Personen. Das ist ganz wichtig. Möglichst wenige – oder zumindest nur unterstützende - Einflüsse aus der Politik. Und eine wachsende Geschäftsstelle, um die Logistik hinter dem Team zu stärken. Dann ist der CFC auf einem sehr guten Weg.



