Überraschung bleibt aus!
Unsere Himmelblauen haben die große Pokalüberraschung verpasst. Im Duell mit Bundesligist Borussia Dortmund musste sich der Chemnitzer FC nach hart umkämpften 90 Spielminuten äußerst knapp geschlagen geben. Ein Kopfballtor von Pierre-Emerick Aubameyang (25.) sowie eine schöner Schlenzer von Henrich Mkhitaryan (82.) erwiesen sich in einer lange Zeit auf Augenhöhe geführten Partie als der entscheidende Unterschied zu Gunsten des BVB, der somit in die nächste DFB-Pokalrunde einzieht.
Wenn das Gros der 12.500 Zuschauer nach Abpfiff trotz einer 0:2-Niederlage noch minutenlang mittels stehenden Ovationen seinen Respekt zollt und die eigene Mannschaft beklatscht, dann muss diese in den vorangegangenen Minuten eine außerordentliche Leistung geboten haben. Und so ist es auch gewesen! Von Klassenunterschied war bisweilen kaum etwas zu spüren. Der Chemnitzer FC bot dem achtmaligen deutschen Meister aus Dortmund über die gesamte Spielzeit ein Spiel auf Augenhöhe, machte die Räume geschickt zu und ließ im eigenen Strafraum selten etwas anbrennen. Nur wenn die Bundesligastars um Marco Reus, Pierre-Emerick Aubameyang oder Henrich Mkhitaryan das Spiel einmal richtig schnell machen konnten, wurde es richtig brenzlig. So unter anderem in der 25. Spielminute. Nach schönem Flankenwechsel bediente Mkhitaryan Marcel Schmelzer, der mustergültig für den Gabuner Aubameyang auflegte. Aus knapp 12 Metern hatte Aubameyang, der vergangene Saison immerhin 14 Bundesligatore erzielte, keine Mühe platziert ins lange Eck zu köpfen. Ein frühes Tor für den Favoriten war jedoch mit nichten ein Grund, hier frühzeitig aufzustecken - im Gegenteil! Der CFC fand spielerisch immmer besser in die Partie und kam durch Tim Danneberg zu seiner größten Torchance vor dem Seitenwechsel. Einen Fehler im Spielaufbau des BVB nahm Danneberg dankend an, verpasste es aber das "Geschenk" zu verwerten und schoss stattdessen aus halblinker Position knapp neben das Tor von Roman Bürki.
Dortmund tat kaum mehr als nötig, zeigte aber, dass man sie nicht gewähren lassen darf. Sobald der BVB das Tempo anzog herrschte vor Kevin Kunz´ Tor Alarmstufe Rot. Das Chancenplus erarbeitete sich derweil der CFC. Anton Fink, Marc Endres oder Frank Löning scheiterten alle mit ihren Tormöglichkeiten am glänzend reagierenden schweizerischen Nationaltorhüter Roman Bürki oder wie im Falle von Löning am Außennetz des gegnerischen Gehäuses. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr mussten die Spieler auf dem Feld dem "Glutofen" Tribut zollen. Die Kräfte gingen sichtlich zur Neige und spätestens nach Henrich Mkhitaryans 2:0 war die Luft raus. Der armenische Nationalspieler Mkhitaryan, der schon am Führungstreffer maßgeblichen Anteil besaß, zeigte sich bei einem Schlenzer aus halblinker Position genauso kaltschnäuzig wie zuletzt in der Europa League-Quali gegen den Wolfsberger AC. Das 2:0 im Rücken schaltete der BVB einen Gang zurück, der CFC blieb bemüht, konnte aber keine nennenswerte Chance mehr für sich verbuchen. Dagegen scheiterte Ilkay Gündogan kurz vor Ultimo noch mit einem straffen Abschluss an der Querlatte.
Trotz des vorzeitigen Pokalaus können unsere Himmelblauen erhobenen Hauptes aus dieser Partie gehen. Es gibt nicht viele Drittligisten, die von sich behaupten können, dem BVB derart gut Paroli bieten zu können!
<link cfc teams spielplan _blank>Spielticker CFC - BVB



