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26.11.2024 - 21.28 Uhr | 1. Mannschaft

Unüberwindbar seit 399 Minuten – Regionalliga-Rekord für den CFC

Was haben der 1. FC Lok Leipzig, der FC Rot-Weiß Erfurt, die VSG Altglienicke und der FC Eilenburg gemeinsam? Richtig! Es sind die letzten vier Gegner des Chemnitzer FC in der Liga, und alle vier schafften es nicht, dem CFC einen Treffer einzuschenken. Im Regionalliga-Betrieb sind die Himmelblauen mittlerweile seit 399 Spielminuten ohne Gegentreffer – Rekord für den CFC in der Regionalliga Nordost.

Schon unter Christian Tiffert stand die Chemnitzer Defensive sicher mit sechs Gegentoren in sechs Spielen. Diesen Wert konnte Trainer Benjamin Duda seit seiner Amtsübernahme noch einmal deutlich steigern. In zwölf Pflichtspielen unter seiner Leitung kassierte der CFC wettbewerbsübergreifend nur vier Gegentreffer – mit Abstand der beste Schnitt der Liga. Zuletzt musste Torhüter Daniel Adamczyk am 19. Oktober im Spiel gegen den VFC Plauen hinter sich greifen, als Johann Martynets mit einem Traumtor aus 25 Metern traf.

Felix Müller als zentraler Baustein der Defensive

Eines der Gesichter dieser Defensivstärke ist Felix Müller. Der 27-jährige Innenverteidiger bildet zusammen mit Vize-Kapitän Robert Zickert das Abwehrzentrum und steht unter anderem für die himmelblaue Stabilität.

Müller sieht den Erfolg jedoch nicht allein bei sich und seinen Abwehrkollegen: "Der Schlüssel ist, dass wir als Mannschaft sehr gut verteidigen. Klar, wenn man wenige Gegentore kassiert, stehen Torhüter und Verteidiger immer besonders im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Ich möchte aber auch ausdrücklich unsere Stürmer, Mittelfeldspieler und alle Jungs hervorheben, die von der Bank kommen."

Ein Faktor für den Erfolg ist auch die taktische Umstellung auf eine Viererkette unter Benjamin Duda. "Sicherlich spielt auch die Umstellung auf eine Viererkette eine Rolle", erklärt Müller. "Die meisten Spieler kennen die Abläufe in dieser Ordnung sehr gut, weil die Formation schon in der Jugend weit verbreitet ist. Jeder weiß, welche Rolle er hat. Außerdem haben wir uns in dieser Konstellation mittlerweile gut eingespielt. Zusätzlich wächst der Glaube an die eigenen Fähigkeiten von Spiel zu Spiel mehr."

Auch wenn Müller betont: "Die Grundordnung spielt für mich persönlich nicht die entscheidende Rolle. Auch in der Dreierkette standen wir sehr stabil. Wir werden vor allem sehr gut auf die kommenden Gegner vorbereitet."

Der Rückhalt im Tor: Daniel Adamczyk

Ein weiterer Schlüssel zur aktuellen Serie ist Torhüter Daniel Adamczyk, der in 16 Spielen bereits neun Mal ohne Gegentor blieb. Für Müller ist die Zusammenarbeit mit dem 22-Jährigen ein entscheidender Baustein der defensiven Stabilität: "Das Zusammenspiel mit Daniel funktioniert großartig. Außerdem hält er regelmäßig auch mal einen Schuss, der eigentlich unhaltbar ist."

Die Zahlen sprechen für sich

Die Defensivleistung der Himmelblauen ist nicht nur eine Momentaufnahme, sondern das Resultat konstanter Arbeit. Seit Dudas Amtsantritt haben lediglich Aljaz Cazar (SG Dynamo Dresden), Tim Bunge (BSG Chemie Leipzig), Johannes Manske (Greifswalder FC) und Johann Martynets (VFC Plauen) dem CFC einen Gegentreffer einschenken können – und das über zwölf Pflichtspiele hinweg. In der Liga steht der CFC mittlerweile bei 399 Minuten ohne Gegentor, und die Mannschaft ist entschlossen, diese Serie weiter auszubauen.

"Wir haben uns in den letzten Wochen ein Selbstvertrauen erarbeitet, dass uns auch in schwierigen Situationen hilft", sagt Müller. "Aber wir wissen, dass jede Serie irgendwann endet. Es ist wichtig, dass wir weiterhin fokussiert bleiben und als Einheit auftreten."

Mit dieser Einstellung und einer Defensive, die von Spiel zu Spiel besser harmoniert, ist der CFC bestens gerüstet für die kommenden Aufgaben. Wie viele Minuten ohne Gegentreffer noch dazukommen, bleibt abzuwarten – sicher ist jedoch, dass die Himmelblauen mit Felix Müller und Co. ein Bollwerk stellen, das in der Liga seinesgleichen sucht.