Viel Taktik und ein Traumtor
Im Superwahljahr 2009 blieb der Chemnitzer FC ausgerechnet an Wahl-Wochenenden unentschieden. Alle drei Heimspiele zur Kommunal- und Europawahl (Anfang Juni gegen den VfB Lübeck), zur Landtagswahl (Ende August gegen den HFC) und nun also auch zur Bundestagswahl gegen den VfL Wolfsburg II gingen 1:1 aus. In einer taktisch geprägten Partie ließen beide Mannschaften wenige Torchancen zu und neutralisierten sich mit zunehmender Dauer. Dabei gehörten dem CFC die ersten Minuten einer jeden Halbzeit, den jungen Wölfen die Schlussphasen. Symptomatisch fielen die Treffer.
Sprang David Jansens Kopfball (3.) von der Lattenunterkante noch ins Spielfeld zurück, war Jörg Emmerich (46.) mit einem wunderschönen und diesmal auch sprichwörtlichen Sonntagsschuss erfolgreich. Vlad Munteanu, bestens bekannt aus seiner Zeit bei Energie Cottbus, hatte jedoch kurz vor der Pause (42.) seinen VfL bereits in Führung gebracht. Hektik kam noch einmal in den letzten Minuten auf, als Tobias Becker des Platztes verwiesen wurde (84.) und die Wolfsburger stürmten. "Wäre dem jungen Schiedsrichter bewusst gewesen, dass Becker bereits Gelb hatte, hätte er ihm keine gelb-rote Karte gegeben", sprach Gerd Schädlich die merkwürdige Situation an. Doch gerechterweise blieb es gegen den Tabellenführer beim 1:1 (0:1), wodurch der CFC den Abstand immerhin wahren und auf Platz 5 rücken konnte.
Spieler des Spiels: Kapitän Jörg Emmerich gelang zum zweiten Mal in Folge ein Traumtor, mit dem er die himmelblauen Fans weiter vom Aufstieg träumen lässt.
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