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09.08.2026 - 18.00 Uhr | 1. Mannschaft

Viertes Spiel ungeschlagen: CFC erkämpft sich torloses Remis in Halle

Der Chemnitzer FC bleibt auch im vierten Spiel der Regionalliga-Saison 2026/27 ungeschlagen. Beim Halleschen FC wartete vor 6.962 Zuschauern im Leuna-Chemie-Stadion eine schwere Aufgabe bei einem der Top-Teams der Liga. Am Ende stand nach einer intensiven und über weite Strecken ausgeglichenen Partie ein torloses Remis.

Cheftrainer Benjamin Duda setzte zum dritten Mal in Serie auf exakt dieselbe Startelf. Eine erfreuliche Nachricht gab es zudem auf der Bank: Ron Berlinski kehrte nach seiner Verletzung vom 1. Spieltag bei Hertha BSC II erstmals wieder in den Spieltagskader zurück.

Bei hochsommerlichen 31 Grad hatten zahlreiche Chemnitzerinnen und Chemnitzer die Reise nach Sachsen-Anhalt angetreten. Der Gästeblock war schon lange vor dem Anpfiff gut gefüllt und sorgte beim Aufwärmen schon für lautstarke Unterstützung.

Halle startet besser – Richter und der Pfosten retten den CFC

Wie bereits an den vergangenen Spieltagen ruhte der Ball nach dem Anpfiff zunächst für rund eine Minute im Rahmen der Protestaktion zur Regionalliga-Reform. Danach übernahmen zunächst die Gastgeber das Kommando.

Der HFC suchte viele spielerische Lösungen und hatte in der Anfangsphase mehr vom Ball. Trotzdem setzte der CFC früh den ersten gefährlichen Nadelstich. Nach einem starken Solo von Ken Tchouangue über rund 60 Meter kam Domenico Alberico zentral vor dem Strafraum zum Abschluss, schlenzte den Ball aber knapp am langen Eck vorbei (9.).

Fast im Gegenzug wurde es auf der anderen Seite brandgefährlich. Fabrice Hartmann ließ mehrere Chemnitzer stehen und tauchte aus kurzer Distanz frei vor David Richter auf. Der CFC-Keeper blieb lange stehen und parierte stark am kurzen Eck (10.).

Nur zwei Minuten später bot sich Halle die große Chance zur Führung. Nach einem Fehlpass von Löhmannsröben im eigenen Strafraum brachte Andreas Geipl den HFC-Angreifer Bocar Baro zu Fall – Elfmeter für den HFC. Max Kulke trat an, setzte den Strafstoß jedoch an den linken Pfosten (13.).

Der CFC hatte damit eine schwierige Anfangsphase ohne Gegentor überstanden. Anschließend fanden die Himmelblauen zunehmend besser in die Begegnung.

Chemnitzer arbeiten sich ins Spiel

Beide Teams blieben auch gefährlich, ohne die großen Torchancen zu kreieren. Tobias Stockinger setzte Maurizio Grimaldi auf der rechten Seite ein, dessen Abschluss im Strafraum geblockt wurde (18.). Nach zwei Hallenser Ecken blieb die Chemnitzer Defensive aufmerksam, ehe Langhammer einen Abschluss aus dem Rückraum deutlich verzog (21.).

Kurz darauf meldete sich der CFC nach einem eigenen Standard wieder an. Jan Löhmannsröben setzte den Ball am langen Pfosten auf das Tornetz (23.), ehe die erste Trinkpause bei den hohen Temperaturen für eine willkommene Unterbrechung sorgte.

Nach der Pause im Spiel übernahmen die Chemnitzer zunehmend mehr Kontrolle. Alberico suchte von links immer wieder den Weg in den Strafraum. Eine seiner Aktionen führte zu einer Ecke, nach der Roman Eppendorfer den Fuß hineinhielt, Luca Bendel die Bogenlampe jedoch sicher fing (29.).

Wenig später kombinierte sich der CFC sehenswert nach vorn. Dennis Slamar fand Tom Baumgart in der Tiefe, der auf Alberico ablegte. Dessen Abschluss aus rund 20 Metern geriet allerdings zu zentral (31.).

Es folgte die bis dahin stärkste Chemnitzer Phase. Erst wurden die Abschlüsse von Alberico und Baumgart geblockt, anschließend hielt Niklas Landgraf den Kopf in einen Schuss von Andres Geipl. Bei der folgenden Ecke köpfte Baumgart am langen Pfosten aufs Tor, doch Bendel war zur Stelle (33.).

Tchouangue trifft den Pfosten – Richter hält die Null

Nur eine Minute später fehlten Zentimeter zur Führung. Tchouangue fasste sich aus rund 22 Metern ein Herz und zog flach ab. Sein Schuss klatschte an den kurzen Pfosten und sprang zurück ins Feld (37.).

Auf der Gegenseite musste sich Richter kurz vor der Pause noch einmal auszeichnen. Hartmann war nach einem Konter halblinks durch, doch der Chemnitzer Schlussmann gewann erneut das direkte Duell und lenkte den Abschluss mit einer Hand ab (42.).

So ging es torlos in die Kabinen. Halle hatte den besseren Start erwischt, der CFC sich nach der Trinkpause jedoch deutlich gesteigert und selbst mehrere gute Möglichkeiten erspielt.

CFC mit mehr Druck nach der Pause

Beide Teams kamen unverändert aus der Kabine. Die erste Hallenser Flanke entschärfte Richter mit einer Faust vor Baro (47.), ehe der CFC wieder offensiv aktiv wurde.

Nach einem langen Ball von Löhmannsröben legte Jonas Marx für Grimaldi ab, dessen Abschluss geblockt wurde. Auch Albericos Nachschuss aus dem Rückraum blieb an einem Hallenser Bein hängen (51.).

Die Partie blieb intensiv und umkämpft. Der HFC wurde über Marius Hauptmann gefährlich, doch Grimaldi klärte am langen Pfosten noch rechtzeitig vor Langhammer (53.).

Nach knapp einer Stunde reagierte Benjamin Duda dreifach. Ron Berlinski, Maximilian Fesser und David Vogt kamen für Marx, Alberico und Stockinger (59.). Für Berlinski war es die Rückkehr nach zwei Spielen Pause – und beinahe hätte er mit seiner ersten Aktion direkt getroffen.

Nach einem langen Ball lief der Mittelstürmer frei auf Bendel zu und hob das Leder über den Keeper. Der Ball ging jedoch knapp am Tor vorbei (60.).

Berlinski brachte sofort viel Bewegung ins Chemnitzer Offensivspiel, bot sich immer wieder in der Tiefe an und forderte die Bälle. Kurz darauf kam Slamar nach einer Ecke am kurzen Pfosten zum Kopfball und setzte das Leder knapp über das Tor (63.).

Chancen auf beiden Seiten in einer offenen Schlussphase

Auch Halle blieb gefährlich. Stanley Ratifo machte im Mittelfeld Meter und schickte Baro in die Tiefe. Richter eilte aufmerksam aus seinem Tor und verhinderte im Eins-gegen-Eins die Führung der Gastgeber (65.).

Danach folgte erneut eine gute Phase der Himmelblauen. Grimaldi befreite sich über Doppelpässe mit Löhmannsröben und Vogt aus dem Pressing, ehe die Flanke von Tchouangue zu unpräzise geriet (67.). Kurz darauf legte Vogt als Wandspieler für Baumgart ab, dessen Abschluss geblockt wurde (67.).

Nach der zweiten Trinkpause brachte Grimaldi den Ball flach von links in den Strafraum, wo ein Hallenser gerade noch vor Fesser klären konnte (71.). Die anschließende Ecke köpfte Vogt über den kurzen Pfosten (72.).

Die Partie wurde nun zunehmend hitziger. Ratifo geriet innerhalb weniger Minuten mit mehreren Chemnitzern aneinander, anschließend kam es nach einem Zweikampf von Grimaldi und Landgraf an der Grundlinie zu einer kleinen Rudelbildung (76./77.).

Zehn Minuten vor dem Ende sorgte ein Zweikampf zwischen dem frei durchstartenden Kulke und dem letzten Mann Eppendorfer noch einmal für Aufregung, doch der Unparteiische entschied richtigerweise auf Weiterspielen (80.).

CFC drückt in den Schlussminuten

Der CFC wollte es in der Schlussphase noch einmal wissen. Vogt zog von links ins Zentrum und suchte das lange Eck, doch erneut war ein Hallenser Bein dazwischen. Im Nachsetzen schoss Fesser deutlich über den Kasten (90.).

In der Nachspielzeit setzte Fesser zu einem starken Solo in den Strafraum an, brachte den Ball an Bendel vorbei und legte ihn frei vor das Tor. Burim Halili klärte jedoch im letzten Moment vor Berlinski (90.+1). Kurz darauf zog Geipl aus der Distanz nur knapp über den Querbalken.

Dann war Schluss. In einer intensiven Partie mit Chancen auf beiden Seiten fand sich kein Sieger.

Nächster wichtiger Schritt – Nun steht das Derby an

Damit bleibt der Chemnitzer FC auch nach vier Spieltagen ungeschlagen. Besonders wertvoll: Zum ersten Mal in dieser Saison musste die Mannschaft eine längere Phase überstehen, in der der Gegner klar besser im Spiel war. Halle hatte früh die große Chance vom Elfmeterpunkt und zwang Richter mehrfach zu starken Paraden, trotzdem hielt die Chemnitzer Defensive stand und erneut die Null.

Im weiteren Verlauf arbeitete sich der CFC immer besser in die Partie, entwickelte selbst gefährliche Phasen und hätte in der Schlussphase sogar noch den Siegtreffer erzielen können. Gegen einen der Aufstiegsfavoriten der Regionalliga Nordost war das ein stabiler und reifer Auswärtsauftritt und der nächste wichtige Schritt in der Entwicklung der Mannschaft.

Nun wartet bereits das nächste große Highlight. Am kommenden Spieltag kommt der FC Erzgebirge zum Derby nach Chemnitz. Beide Mannschaften gehen mit zehn Punkten in die Partie. Bereits mehr als 11.000 Karten sind verkauft und die Fischerwiese steuert auf eine volle Kulisse zu.

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Jetzt gilt es, gemeinsam noch einmal alles herauszuholen. Volles Haus, Derby-Atmosphäre und zwei formstarke Mannschaften: Die Voraussetzungen für einen besonderen Fußballnachmittag sind geschaffen.

Hallescher FC – Chemnitzer FC 0:0

HFC: Bendel – Langhammer, Landgraf, Halili, Hauptmann – Damelang, Kulke, Stierlin, Hartmann (63. Ehrlich) – Baro (78. Stobbe), Ratifo

CFC: Richter – Tchouangue, Slamar, Löhmannsröben, Eppendorfer – Stockinger (59. Vogt), Geipl, Baumgart (90. Gröger) – Alberico (59. Fesser), Marx (59. Berlinski), Grimaldi (84. Pistol)

Zuschauer: 6.962