„Mit unseren Fans im Rücken ist alles möglich“ – Ostklassiker gegen Lok: „Alle in Weiß“ auf der Fischerwiese
Der CFC empfängt unter dem großen Heimspielmotto „Alle in Weiß“ am Samstag den 1. FC Lok Leipzig. Am Nachhaltigkeitsspieltag 2025 des CFC kommt es zum Duell der beiden besten Defensivreihen der Liga – beide Teams mussten in 31 Spielen nur 21 Gegentore hinnehmen.
Die Chemnitzer sind seit sechs Spielen ungeschlagen – und wie sieht es bei der „Locksche“ aus? Der aktuelle Spitzenreiter der Regionalliga Nordost konnte zuletzt zweimal in Folge nicht gewinnen. Inzwischen sitzt den Probstheidaern der Hallesche FC spürbar im Nacken.
Seid dabei, wenn am Samstag ab 14 Uhr ein komplett in Weiß gekleideter Heimbereich die Meisterparty des Tabellenführers verhindern möchte – vor wohl mehr als 8.500 Fans auf der Fischerwiese!
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Schon 6.250 Karten (Stand: Donnerstag, 10 Uhr) sind verkauft – die Vorfreude in Chemnitz auf den Ostklassiker steigt, das Stadion wird voll: Freut euch auf ein stimmungsvolles Fußballfest im vorletzten Heimspiel der Saison an der Gellertstraße!
Lok Leipzig: Aufstieg im Visier, aber unter Druck
Nach der schwierigen Vorsaison, in der der 1. FC Lokomotive Leipzig zeitweise sogar gegen den Abstieg spielte, hat Cheftrainer Jochen Seitz mit seinem Dienstantritt im Sommer 2024 rasch den Schlüssel zur Trendwende gefunden. Mit einem klaren Plan, intensiver Vorbereitung und einem von Lok-Sportchef Toni Wachsmuth hochattraktiv zusammengestellten Kader gelang es ihm, das Team nicht nur zu stabilisieren, sondern ab dem 8. Spieltag als Tabellenführer zum großen Meisterschaftsfavoriten zu formen.
Bis zum 15. Spieltag blieben die Leipziger ungeschlagen – und mussten sich erst dem Chemnitzer FC mit 0:2 im heimischen Bruno-Plache-Stadion geschlagen geben.
Auffällig ist die Konstanz, mit der Lok in dieser Spielzeit auftritt. Die Mannschaft bringt in nahezu jeder Partie ihre Leistung – und das auf einem hohen Niveau. Während viele Spitzenteams der Liga regelmäßig an tiefstehenden Gegnern scheitern, gelingt es Lok mit einem pragmatischen und gleichzeitig druckvollen Offensivspiel auch unter schwierigen Bedingungen, Tore zu erzielen und Spiele zu entscheiden.
Der vielleicht wichtigste Sieg auf dem Weg zur möglichen Meisterschaft war Mitte Februar das 1:0 im direkten Duell gegen den Halleschen FC – ein klares Signal an die gesamte Aufstiegskonkurrenz, nicht zuletzt dank einer äußerst stabilen und selbstbewusst auftretenden Leipziger Mannschaft. Gleichzeitig verschaffte dieser Erfolg Lok einen psychologischen Vorteil im Titelrennen.
Vorsprung geschmolzen – Spannung im Saisonfinale
Noch vor zwei Wochen schien die Ausgangslage nahezu perfekt: Nach 29 Spieltagen thronte Lok mit einem komfortablen Zehn-Punkte-Polster an der Tabellenspitze, der Titel schien nur noch eine Frage der Zeit. Doch plötzlich ist wieder Bewegung in den Aufstiegskampf gekommen.
Eine unerwartete 1:2-Niederlage gegen Hertha 03 Zehlendorf nach eigener Führung und ein torloses Remis gegen Greifswald auf heimischem Rasen haben dafür gesorgt, dass der Vorsprung auf den Halleschen FC auf fünf Punkte geschrumpft ist. Die Dominanz der vergangenen Wochen wirkt angekratzt, kleine Unsicherheiten machen sich bemerkbar – aus einer souveränen Tabellenführung ist ein spannender Zielsprint geworden.
Am kommenden Samstag soll nun ausgerechnet in Chemnitz der nächste Schritt Richtung Meisterschaft gelingen, bevor dann in der Relegation der Nord-Staffelsieger Havelse warten würde. Ein Erfolg an der Gellertstraße könnte Lok endgültig auf Titelkurs bringen – sofern Halle am Freitagabend beim BFC Dynamo nicht gewinnt.
Doch genau das wollen die Himmelblauen mit Unterstützung einer großen Zuschauerkulisse verhindern. Der CFC will nicht nur sportlich überzeugen, sondern dem Favoriten aus Leipzig das eigene Wohnzimmer auf keinen Fall als Bühne möglicher Aufstiegsfreuden überlassen.
Chemnitz ist bereit – und das ganz in Weiß. Für ein Traditionsduell mit viel Prestige, Emotionen und einer Menge Spannung.
Mehr zur Spielweise der Leipziger lest ihr hier in unserer Trainer-Trickkiste.
Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel äußerten sich Cheftrainer Benjamin Duda und Vize-Kapitän Robert Zickert wie folgt zum Spiel am Samstag gegen Lok Leipzig:
Chefcoach Duda: „Lok hat offensiv eine unheimlich hohe Spielgeschwindigkeit, wenn sie einmal ins Rollen kommen. Sie arbeiten mit vielen Spielverlagerungen, Flanken und Hereingaben – und können sich dabei auf einen stark besetzten Strafraum verlassen. Die Mannschaft bringt viel Körperlichkeit mit, das gesamte Gerüst ist sehr gut zusammengestellt. Die Leipziger verfügen über enorme Erfahrung und individuelle Klasse. Bis hierhin ist das die stärkste und erfolgreichste Mannschaft unserer Liga. Uns erwartet eine richtig schwere Aufgabe – und doch gilt nach wie vor, was ich schon vor ein paar Wochen gesagt habe: Mit unseren Fans im eigenen Stadion im Rücken ist selbstverständlich alles möglich.“
Die gesamte PK sehr ihr wie immer auf dem YouTube-Channel von ClubTV.
Robert Zickert vor dem Duell mit seinem Ex-Klub: „Natürlich wollen wir alles dafür tun, den Gegner zu schlagen – ganz egal, ob es Lok ist oder ein anderer Verein. Wir wollen jedes Spiel gewinnen. In den vergangenen Wochen haben wir mit Erfurt und Altglienicke zwei der Topteams der Liga bezwungen. Deshalb nehmen wir uns auch für Samstag einiges vor, um unsere Serie von sechs ungeschlagenen Spielen weiter auszubauen.“
Die letzten vier direkten Aufeinandertreffen
2024/25 | 15. Spieltag Regionalliga Nordost | 1. FC Lokomotive Leipzig – Chemnitzer FC 0:2 (0:1)
2023/24 | 24. Spieltag Regionalliga Nordost | 1. FC Lokomotive Leipzig – Chemnitzer FC 1:1 (1:1)
2023/24 | 7. Spieltag Regionalliga Nordost | Chemnitzer FC – 1. FC Lokomotive Leipzig 1:0 (0:0)
2022/23 | Finale – Sachsenpokal | 1. FC Lokomotive Leipzig – Chemnitzer FC 3:0 (1:0)
Personal: Luis Fischer zurück im Training – aber noch keine Option für den Kader
Luis Fischer fiel zuletzt mit einer Oberschenkelzerrung aus. Der 20-Jährige ist unter der Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, aufgrund des Trainingsrückstands jedoch noch keine Option für den Spieltagskader gegen Lok Leipzig. Alle anderen Spieler sind einsatzfähig.
Bilanz: Knappe Kiste
80-mal trafen beide Mannschaften in ihrer Geschichte bereits aufeinander. 27-mal gewannen die Himmelblauen, 31-mal die Leipziger. Beim letzten Aufeinandertreffen im November gewann der CFC dank eines frühen Treffers von Jong-min Seo (6.) und eines späten Tores von Jannick Walther (90.) im Bruno-Plache-Stadion. Es war Loks erste Niederlage in dieser Saison.
Schiedsrichter: Henry Müller aus Cottbus
Der 36-Jährige kann auf einen großen Erfahrungsschatz aus 109 Spielen in der Regionalliga Nordost und 29 Partien in der 3. Liga zurückblicken. Den CFC pfiff er zuletzt beim 0:0 am 13. Spieltag dieser Saison beim FC Rot-Weiß Erfurt. Unterstützt wird er an den Seitenlinien von seinen Assistenten Daniel Läser und Tobias Behm.
Übertragung: MDR im Stream und TV
Der MDR überträgt das Spiel ab 14 Uhr live im TV und im Stream aus Chemnitz. Über diesen Link gelangt ihr am Samstag direkt zur MDR-Übertragung. Außerdem ist das CFC-Medienteam für euch im Stadion unterwegs und berichtet live vom Geschehen auf dem Platz. Ihr könnt die Partie im Liveticker auf unserer Website verfolgen oder die Highlights auf X lesen. Visuelle Eindrücke gibt es wie gewohnt über Instagram, Facebook und Co.
Die letzten fünf Lok-Partien
Regionalliga Nordost | 31. Spieltag | 1. FC Lokomotive Leipzig – Greifswalder FC 0:0
Regionalliga Nordost | 30. Spieltag | FC Hertha 03 Zehlendorf – 1. FC Lokomotive Leipzig 2:1 (1:1)
Landespokal Sachsen | Halbfinale | FC Grimma – 1. FC Lokomotive Leipzig 0:2 (0:0)
Regionalliga Nordost | 29. Spieltag | 1. FC Lokomotive Leipzig – BFC Dynamo 4:0 (1:0)
Regionalliga Nordost | 28. Spieltag | BSG Chemie Leipzig – 1. FC Lokomotive Leipzig 0:3 (0:1)



