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17.03.2015 - 11.11 Uhr | 1. Mannschaft

Vorgestellt: FC Energie Cottbus

Kein Stein ist in Cottbus in diesem Sommer auf dem anderen geblieben, weshalb Energie-Trainer Stefan Krämer bei seinem Amtsantritt Ende Mai treffend von einem „weißen Blatt Papier“ sprach, welches er in der Lausitz vorgefunden habe. Entsprechend schwierig gestaltete sich die Aufgabe, innerhalb kürzester Zeit eine Mannschaft zu formen, die den Anforderungen der 3. Liga vom Start weg genügen kann. Der gebürtige Mainzer gab sich dennoch zuversichtlich, schnellstmöglich Fortschritte vorweisen zu können. Aus mehr als 20 Neuzugängen innerhalb der Sommerpause eine Einheit zu formen, sei schwierig, gab Krämer zu Saisonbeginn zu bedenken. Dem radikalen Schnitt bei Energie Cottbus ging auch ein Paradigmenwechsel einher, welcher in die stärkere Einbindung der eigenen Nachwuchstalente münden sollte. Ein Spieler, der davon profitierte, ist der erst 19-jährige Tim Kleindienst. Der dem eigenen Nachwuchs entstammende Angreifer steuerte in der bisherigen Saison bereits 10 Treffer zur Torausbeute der Lausitzer bei. Damit erzielte der junge Stürmer knapp ein Viertel aller 37 Saisontore. Auch dank Kleindiensts Toren darf sich Energie Cottbus aktuell berechtigte Hoffnungen auf den sofortigen Wiederaufstieg machen.

Mit drei Siegen aus den letzten fünf Partien hat sich der ehemalige Bundesligist jedenfalls eine gute Ausgangsposition für die kommenden Wochen erspielt. Der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt schließlich nur drei Punkte. Dabei hätte der verheißungsvolle dritte Tabellenplatz bereits letztes Wochenende erobert werden können und lange sah es so aus, als würde Cottbus beim Halleschen FC den vierten Sieg im neuen Jahr feiern können. Leonhard Kaufmann brachte Cottbus zwar vor der Pause in Führung, doch konnte der HFC die Partie mit drei Treffern noch zu seinen Gunsten drehen. Energie Cottbus bleibt damit derzeit mit 47 Punkten und einem Torverhältnis von 37:32 der siebente Tabellenrang beschieden.

Sportliche Höhepunkte:

Zugehörigkeit 1. Bundesliga 2000-2003, 2006-2009 – jetzt ; DFB-Pokal-Finalist 1997

Heimbilanz:

8 Siege - 3 Unentschieden - 3 Niederlagen

Auswärtsbilanz:

5 Siege - 5 Unentschieden - 5 Niederlagen

Spieler im Fokus – Tim Kleindienst:

Lausitzer, Eigengewächs, Torschütze vom Dienst, vielleicht schon bald Teilnehmer an der U-20-Weltmeisterschaft. Dies sind alles Prädikate, die Tim Kleindienst beschreiben. Der 19-Jährige Stürmer erlebt mit dem FC Energie Cottbus einen wahren Höhenflug. Erste Erfahrungen als Fußballprofi sammelte der 1.93 m große Herzberger bereits in der vergangenen Zweitligasaison, in der Kleindienst zwei Kurzeinsätze feierte. Nach dem bitteren Gang in die 3. Liga und vollzogenem Kaderumbruch spielte sich Tim Kleindienst umgehend in die Stammelf der Lausitzer, für die er in 27 Partien zum Einsatz kam. Mit 10 Toren hat sich das Cottbusser Eigengewächs nicht nur an die Spitze der teaminternen Torjägerliste gesetzt, sondern zugleich auch in den Fokus der U-20-Auswahl des DFB gespielt. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass Kleindienst im Sommer gar mit der deutschen Nationalmannschaft an der U-20-WM in Neuseeland teilnehmen wird.

Direkter Vergleich CFC – FC Energie Cottbus:

8 Siege - 7 Unentschieden - 5 Niederlagen

Ein besonderer Sieg:

Wir schreiben den 3. Oktober 1999. Der letzte Vergleich zwischen dem Chemnitzer FC und dem FC Energie Cottbus liegt bereits zwei Jahre zurück. In der Regionalliga Nordost sicherten sich die Lausitzer 1997 einen 1:0-sieg und stiegen am Ende der Saison in die 2. Bundesliga auf. Zwei Jahre später war auch der CFC zu den Teams im Fußballunterhaus gestoßen. Am 7. Spieltag ging es für unsere Himmelblauen dann sogleich zum Tabellendritten ins Stadion der Freundschaft, wo knapp 10.000 Zuschauern ein wahres Schützenfest geboten wurde. Die frühe Führung durch den Cottbusser Franklin (8.), konterte Alexander Tetzner (15.). Da in den ersten 45 Minuten keine weiteren Tore fielen, schickte Schiedsrichterlegende Bernd Heynemann beide Teams mit dem Stand von 1:1 in die Pause. Der Start aus selbiger gelang den Gastgebern besser als dem Club, denn Antun Labak brachte die Gastgeber erneut in Führung (48.). Die Mannschaft von Christoph Franke wollte sich aber mitnichten geschlagen geben! Kay-Uwe Jendrossek (69.) und Ulf Mehlhorn (73.) drehten die Partie binnen vier Minuten. Danilo Kunze sorgte dann kurz vor Schluss für die endgültige Entscheidung (83.). Am Saisonende sicherte sich der CFC den Klassenerhalt, Energie Cottbus feierte den erstmaligen Aufstieg in die 1. Bundesliga.