Vorgestellt: FSV Zwickau
Dem FSV Zwickau stehen richtungweisende Spiele ins Haus. Im Sachsenpokal kämpft die Mannschaft von Trainer Torsten Ziegner um die erstmalige Teilnahme am DFB-Pokal seit der Saison 1998/99. Damals absolvierten die Zwickauer im heimischen Westsachsenstadion gegen den VfL Bochum ihren bisher letzten Auftritt im bundesdeutschen Pokalwettbewerb (2:5). Doch auch was die Ligazugehörigkeit anbelangt, sehnt man sich in Zwickau danach, an die Erfolge aus der Zeit Mitte der 90er Jahre anzuknüpfen. Unter Erfolgscoach Gerd Schädlich stieg der FSV Zwickau 1994 in die 2. Fußball-Bundesliga auf. Nach vier Spielzeiten endete das Kapitel Profifußball vorerst. Seither durchlebten die Zwickauer Anhänger eine sportliche Berg- und Talfahrt, wobei Zwickau mit dem Abstieg in die Landesliga zwischenzeitlich in den Niederungen des Fußballs zu verschwinden drohte. In den letzten Jahren etablierten sich die Westsachsen dann wieder im Bereich der NOFV-Oberliga und seit 2012 auch in der Regionalliga Nordost. Nachdem die letzten beiden Spielzeiten auf den Plätzen drei und sechs abgeschlossen wurden, scheint in dieser Saison der ganz große Wurf im Bereich des Möglichen!
Am 3. Spieltag erklomm die Elf von Trainer Torsten Ziegner erstmals den ersten Tabellenplatz. Durch eine Serie von 13 Spielen ohne Niederlage wurde der Spitzenplatz bis zum 14. Spieltag erfolgreich verteidigt. Jedoch konnte sich der FSV nie richtig absetzen, da sich der 1. FC Magdeburg sowie Wacker Nordhausen, die Hauptkonkurrenten um den Staffelsieg, ebenfalls keine Blöße gaben. Als Zwickau am 14. Spieltag im heimischen Sportforum Sojus 31 gegen Halberstadt die erste Saisonniederlage erlitt (1:2), nutzte zunächst Nordhausen die Gunst der Stunde und setzte sich an die Tabellenspitze. Zwickau schlug zwar zurück, doch während Nordhausen mittlerweile abreißen ließ, behauptete sich Magdeburg weiterhin im Aufstiegsgeschäft. Da Zwickau nach der Rückkehr auf den Platz an der Sonne zuletzt erneut schwächelte, schlug nun die Stunde der Magdeburger. Am 25. Spieltag schenkte der FSV Zwickau die Spitzenposition erneut her und muss sich seither mit der Rolle als erster Verfolger begnügen. Insbesondere das jüngste 0:3 gegen Union Berlin II dürfte schmerzen, zumal der 1. FC Magdeburg selbst gegen den BFC Dynamo nicht über ein 1:1 hinauskam. Nach 28 Spielen verfügt Zwickau aktuell über 56 Punkte und befindet sich mit einem Punkt und dem um neun Treffer schlechteren Torverhältnis hinter Ligaprimus 1. FC Magdeburg.
Sportliche Höhepunkte:
Fußball-Ostzonenmeister 1948 (Vorgängerverein SG Planitz); Zugehörigkeit 2. Fußball-Bundesliga 1994-1998
Heimbilanz (ohne VFC Plauen):
8 Siege – 3 Unentschieden – 2 Niederlagen
Auswärtsbilanz (ohne VFC Plauen):
8 Siege – 5 Unentschieden – 0 Niederlagen
Spieler im Fokus – Sebastian Mai:
Noch in der vorangegangen Spielzeit trug Sebastian Mai das Trikot unserer Himmelblauen. Unter Karsten Heine debütierte der gebürtige Dresdner am 13. Spieltag bei Wacker Burghausen in der ersten Mannschaft und absolvierte beim 0:1 gegen die Oberbayern seine ersten vier Spielminuten in der 3. Liga. Für den damaligen Kapitän der CFC-U23 sollte es der einzige Auftritt im Profikader bleiben. In der U23-Mannschaft kam der Abwehrspieler in 25 Spielen zum Einsatz und erzielte dabei beachtliche acht Tore. Bei seinem neuen Arbeitgeber, dem FSV Zwickau, wo Sebastian Mai vor der Saison 2014/15 anheuerte, erspielte sich der 21-Jährige sofort einen Stammplatz. Gemeinsam mit Toni Wachsmuth bildet er die fast unüberwindbare Innenverteidigung des FSV Zwickau, die mit gerade einmal 17 Gegentoren über den besten Wert in der Regionalliga Nordost verfügt.
Der Weg ins Pokalfinale:
3. Hauptrunde: NFV Gelb-Weiß Görlitz - FSV Zwickau 0:6
Achtelfinale: FSV Zwickau - VFC Plauen 1:0
Viertelfinale: FC International Leipzig - FSV Zwickau 0:2
Halbfinale: FC Oberlausitz-Neugersdorf - FSV Zwickau 0:1
Direkter Vergleich CFC – FSV Zwickau in Pokalspielen: (FDGB-Pokal, Pokal der Neuen Fußballwoche & Sachsenpokal)
4 Siege – 0 Unentschieden – 4 Niederlagen



