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08.04.2015 - 21.19 Uhr | 1. Mannschaft

Vorgestellt: SC Preußen Münster

Die 3. Liga biegt allmählich auf die Zielgerade ein, denn nur noch sieben Spiele sind zu absolvieren und im Aufstiegskampf beginnt sich langsam aber sicher die Spreu vom Weizen zu trennen. Welcher Mannschaft gelingt es bis zum Schluss im Rennen um einen der begehrten direkten Aufstiegsplätze zu bleiben und wer besitzt am Schluss die Chance, vielleicht über die Relegation doch noch ins Fußballunterhaus einzuziehen. Aktuell besitzen sicherlich der DSC Arminia Bielefeld (62 Punkte) und Holstein Kiel (56 Punkte) die beste Ausgangsposition, die Saison auf einem der begehrten Aufstiegsplätze zu beenden. Direkt dahinter befindet sich allerdings ein Trio in Lauerstellung. Diesem gehört neben den Stuttgarter Kickers (55 Punkte) und dem MSV Duisburg (53 Punkte) auch der SC Preußen Münster an (51 Punkte). An fünfter Position liegend, befindet sich der Preußen-Adler gewissermaßen in Lauerstellung und wartet nur darauf, dass die Konkurrenz damit beginnt Federn zu lassen. „In den nächsten Wochen wird sich entscheiden, wer auf der Zielgeraden noch im Rennen um den Aufstieg ist.“, weiß Trainer Ralf Loose, dass sich seine Mannschaft jedoch keine Schwächen erlauben darf. Zumal der SCP am letzten Wochenende beim Halleschen FC eine schmerzhafte 0:3-Niederlage erlitt. Doch auch davor haben es die Adlerträger versäumt, sich eine bessere Ausgangsposition für das Saisonfinale zu erarbeiten. Konnte Anfang des Jahres noch ein Doppelerfolg gegen Dresden und Osnabrück gefeiert werden, haben die Münsteraner seither nur noch ein einziges Mal den Platz Als Sieger verlassen können. Dies allerdings gegen Schlusslicht Jahn Regensburg (3:0).

Dabei ist die Sehnsucht nach Bundesligafußball in Münster groß! In der Saison 1990/91 spielten die Westfalen letztmals in der 2. Bundesliga. Damals hießen die illustren Gegner noch Waldhof Mannheim, Blau-Weiß 90 Berlin, TSV Havelse, SC Freiburg oder FC Schalke 04. Nach der Rückkehr in die 3. Liga zur Spielzeit 2011/12, pirschten sich die Preußen in den letzten beiden Spielzeiten bereits nahe an die Aufstiegsränge heran und beendeten die Serie an vierter bzw. sechster Position. „Auch wenn die letzten Ergebnisse nicht gestimmt haben, lassen wir uns dennoch nicht beirren.“, gab Ralf Loose vor kurzem die Richtung für die kommenden Wochen aus.

Sportliche Höhepunkte:

Zugehörigkeit 1. Fußball-Bundesliga 1963/64; Zugehörigkeit 2. Fußball-Bundesliga 1974-1981, 1989-1991

Heimbilanz:

10 Siege - 3 Unentschieden - 2 Niederlagen

Auswärtsbilanz:

4 Siege - 6 Unentschieden - 6 Niederlagen

Spieler im Fokus – Marcel Reichwein:

Der SC Preußen Münster konnte zu Saisonbeginn mit einem äußerst prominenten Neuzugang aufwarten. Mit der Verpflichtung von Marcel Reichwein vom VfR Aalen konnten die sportlichen Verantwortlichen der Westfalen einen absoluten Toptorjäger unter Vertrag nehmen. Reichwein, gebürtig aus Hadamar/Hessen, ist mit 49 Toren in 153 Spielen einer der besten Torschützen der 3. Liga. Äußerst erfolgreich ging er vor allem in Diensten des FC Rot-Weiß Erfurt auf Torejagd. Für die Thüringer erzielte der heute 29-Jährige in zwei Spielzeiten beachtliche 29 Tore. Durch seine Leistungen weckte Reichwein das Interesse des VfR Aalen, der ihn nach auslaufen seines Vertrages in Erfurt unter Vertrag nahm. Für Aalen absolvierte der Stürmer 50 Zweitligaeinsätze, bei denen ihm 7 Treffer gelangen. Zurück in Liga 3 absolvierte Reichwein bisher 26 Spiele für Preußen Münster und erzielte dabei 8 Tore. Gemeinsam mit Rogier Krohne ist er damit treffsicherster Preußen-Angreifer.

Direkter Vergleich CFC – SC Preußen Münster:

4 Siege - 5 Unentschieden - 8 Niederlagen

Ein besonderer Punktgewinn:

Wenn sich am 11. Dezember 2011 ein Spieler das Prädikat „Matchwinner“ mehr als verdient hatte, dann war es Bastian Henning. Man schrieb den 20. Spieltag der Drittligasaison 2011/12. Der CFC fand sich als Liganeuling am unteren Tabellenende wieder, während Preußen Münster, ebenfalls Liganeuling, unter Marc Fascher im gesicherten Mittelfeld verharrte. Soweit die Vorzeichen vor dem Spiel, indem der Favorit aus Münster im heimischen Preußenstadion schnell für scheinbar klare Verhältnisse sorgte. Dank eines Doppelpacks von Preußen-Kapitän Stefan Kühne (24./60.) lagen die Preußen 2:0 in Front und die Messe schien gelesen. Bis Gerd Schädlich seinen Joker Bastian Henning auspackte. In der 70. Spielminute für Benjamin Förster in die Partie gekommen, sicherte Henning mit seinen beiden einzigen Drittligatreffern (73./90.) einen kaum noch für möglich gehaltenen Punktgewinn.