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05.05.2015 - 18.24 Uhr | 1. Mannschaft

Vorgestellt: SSV Jahn Regensburg

Der SSV Jahn Regensburg steht drei Spieltage vor Saisonende als erster Absteiger aus der 3. Liga fest. Die Oberpfälzer müssen damit in der kommenden Spielzeit in der Regionalliga Bayern an den Start gehen. Dabei haben sich viele im Lager des ehemaligen Zweitligisten den sportlichen Verlauf der Saison 2014/15 ganz anders vorgestellt. Trotz der Abgänge von Stammspielern wie Abdenour Amachaibou, mit 11 Toren und 10 Vorlagen in der Vorsaison Regensburgs bester Goalgetter oder Bernhard Hendl, der bis zum Sommer Stammtorwart des Jahn gewesen ist und nun für Ligakonkurrent Mainz II die Schuhe schnürt, ging man äußerst optimistisch in die neue Spielzeit. Unter Trainer Alexander Schmidt, der Thomas Stratos in der Sommerpause in dessen Amt beerbte, wurde ein großer Umbruch vollzogen. Doch nicht nur auf, sondern auch abseits des Rasens standen für den Jahn große Veränderungen bevor. Schließlich entsteht aktuell im Regensburger Stadtteil Oberisling mit der Continental-Arena ein komplett neues Fußballstadion. Ab der neuen Saison soll dieses die im Jahre 1926 eröffnete traditionelle Spielstätte, das Jahn-Stadion in Regensburg Prüfening, ersetzen.

Die Aufbruchstimmung wich beim Drittligisten von der Donau schnell der Ernüchterung. Gerade einmal drei Spiele konnten in der Hinrunde siegreich gestaltet werden, wohingegen 13 Spiele verloren gingen. Am 13. Spieltag belegte der Jahn erstmals den letzten Tabellenrang, der seither nur am 15. Spieltag ein einziges Mal verlassen wurde. Unter Christian Brand, der nach der Entlassung von Alexander Schmidt seit dem 18. November 2014 für die Drittligaelf der Regensburger verantwortlich zeichnet, wurde in der Winterpause personell kräftig aufgerüstet. Neben den Ex-Himmelblauen Marcel Hofrath und Kolja Pusch sicherte sich das Ligaschlusslicht die Dienste des Ex-Hallensers Adli Lachheb, von Aykut Öztürk, der vormals in Diensten von Rot-Weiß Erfurt stand und von Torhüter Richard Strebinger, der von Erstligist Werder Bremen verpflichtet wurde. Zwei Siege und ein Unentschieden, die direkt nach dem Jahreswechsel erzielt wurden, sorgten für aufkeimende Hoffnung. Allerdings wich diese schnell wieder, da eine echte Trendwende misslang. Zwar wurden Rot-Weiß Erfurt (1:0) und Wehen Wiesbaden (3:0) in die Knie gezwungen, doch konnten die wirklich wichtigen „Big Points“ gegen die direkte Konkurrenz aus Großaspach (1:2) und Mainz II (0:0) nicht gelandet werden. Nach dem jüngsten 1:2 beim Halleschen FC beträgt der Abstand zu den Nichtabstiegsrängen für den SSV Jahn Regensburg mit 27 Punkten derzeit 10 Zähler. Der Klassenverbleib ist somit rein rechnerisch nicht mehr möglich.

Sportliche Höhepunkte:

Zugehörigkeit 2. Fußball-Bundesliga 1975-1977, 2003/04, 2012/13

Heimbilanz:

6 Siege - 5 Unentschieden - 6 Niederlagen

Auswärtsbilanz:

1 Sieg - 1 Unentschieden - 16 Niederlagen

Spieler im Fokus – Aias Aosman:

Spätestens nach dem Abgang von Abdenour Amachaibou zählte Aias Aosman zur zentralen Figur im Spiel der Oberpfälzer. Bereits in der Saison 2013/14 zeichnete sich der 22-Jährige Mittelfeldspieler als wichtige Stütze in der Offensive des Jahn aus und steuerte fünf Tore sowie fünf Vorlagen bei. In der aktuellen Spielzeit konnte Aosman seinen Stellenwert nochmals erhöhen. Mit 11 Toren und vier Vorlagen ist der gebürtige Syrer quasi Dreh- und Angelpunkt des Regensburger Offensivspiels und erregte berechtigterweise schon frühzeitig das Aufsehen diverser Zweitligisten.

Direkter Vergleich CFC – SSV Jahn Regensburg:

2 Siege - 0 Unentschieden - 3 Niederlagen

Ein historischer Sieg:

Pflichtspiele, in denen acht Tore fallen, haben im Profifußball für gewöhnlich Seltenheitswert. Das gilt auch für die 3. Fußball-Liga. Schon alleine aus diesem Grund wird jeder, der am 17. August 2013 der Ligapartie zwischen dem SSV Jahn Regensburg und unserem CFC beiwohnte, diese in besonderer Erinnerung behalten. Regensburg ging vor 4.600 Zuschauern im heimischen Jahn-Stadion durch Thomas Kurz mit 1:0 in Führung (14.). Der Jubel auf Seiten der Gastgeber sollte allerdings schnell verfliegen, denn binnen drei Minuten drehten Anton Fink (24.) und Kolja Pusch (27.) die Partie, ehe Ronny Garbuschewski per Freistoß-Knaller aus 45-Metern (40.) und erneut Anton Fink (42.) noch vor dem Pausenpfiff für klare Verhältnisse sorgten. Nachdem Abdenour Amachaibou mit seinem Treffer (48.) den Jahn wieder auf Schlagdistanz heranbrachte, widerlegte Kolja Pusch mit seinem zweiten Treffer (60.) die letzten Zweifel am Auswärtssieg der Himmelblauen. Abdenour Amachaibous Treffer zum 3:5-Endstand (89.) war unter dem Strich lediglich Ergebniskosmetik.