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06.02.2023 - 19.22 Uhr | 1. Mannschaft

Was macht eigentlich Silvio Bankert?

2010 wechselte der Innenverteidiger vom 1. FC Magdeburg nach Chemnitz und feierte mit Trainer Gerd Schädlich den Aufstieg in die 3. Liga. 2013 wurde Bankert Kapitän der Himmelblauen. Später gelang dem 37-Jährigen der Aufstieg mit dem 1. FC Magdeburg, wo er auch heute wieder auf der Bank sitzt – diesmal als Co-Trainer. Im ClubMagazin erzählt Bankert, was er gerade macht.

Herr Bankert, 2019 haben Sie als erster Funktionär im deutschen Profifußball eine Rote Karte gesehen, nachdem Sie den zuvor gefoulten Marcel Bär von der Seitenlinie mit dem Ball trafen. Wie oft wurden Sie im Anschluss darauf angesprochen?

Silvio Bankert: Das war in der Woche danach deutschlandweit in den Schlagzeilen. Wenn man sich die Szenen anschaut, war es aber nicht so schlimm. Im Endeffekt habe ich ja auch nur ein Spiel Sperre bekommen. Jetzt ist man in den Geschichtsbüchern des deutschen Fußballs, aber das ist schon ganz anderen passiert.

Wenn Sie heute an Ihre Zeit beim Chemnitzer FC zurückdenken. Welche Dinge sind Ihnen in Erinnerung geblieben?

Bankert: Persönlich in jedem Fall, dass mein erster Sohn in Chemnitz geboren wurde. Damals habe ich auch mein Abitur auf Abendschule gemacht. Sportlich natürlich der Aufstieg mit Gerd Schädlich in die 3. Liga. Unvergesslich war auch die Jubelfeier auf dem Rathaus damals. Bis heute bin ich mit dem Verein verbunden und verfolge die Ergebnisse.

2011 sind Sie mit dem CFC und Trainer Gerd Schädlich in die 3. Liga aufgestiegen. Wie haben Sie Schädlich damals als Menschen kennengelernt?

Bankert: Als ich in Magdeburg gespielt habe, kam der erste Kontakt zustande. Privat war er durchweg ein sehr angenehmer Mensch, wir haben uns auch nach meinem Wechsel noch regelmäßig ausgetauscht. Sportlich war er hart mit klarer Kante. Er gab Rahmenbedingungen vor, an die man sich halten musste. Man hat bei ihm aber immer seine zweite Chance bekommen. Die Nachricht von seinem Tod war für mich sehr überraschend und traurig.

Was verbinden Sie mit ihm?

Bankert: Auf der einen Seite natürlich den sportlichen Erfolg. Ich konnte aber auch viel von seinem Umgang mit der Mannschaft lernen. Er hatte ein gutes Gespür dafür, welche Jungs er charakterlich als auch spielerisch benötigt. Außerdem hat er mich zum Kapitän gemacht. Das hat mich sehr geprägt.

127-mal standen Sie für den Chemnitzer FC auf dem Platz. Was war das Verrückteste, das Sie auf dem Feld erlebt haben?

Bankert: Ich kann mich an ein Spiel gegen Heidenheim erinnern. Da haben wir uns auf grünem Rasen erwärmt und sind kurz vor Anpfiff nochmal in die Kabine gegangen. Als wir zum Spiel rausgekommen sind, lagen plötzlich 15 Zentimeter Schnee. Das war schon verrückt.

Bei ihrem Abschied 2014 sagten Sie, dass sie stolz sind, dabei gewesen sein zu dürfen. Welche Rolle spielen Sie Ihrer Meinung nach in der Geschichte des Chemnitzer FC?

Bankert: Eine relativ kleine, wenn man überlegt, dass der CFC international gespielt hat und Meister wurde. Trotzdem bin ich stolz auf das, was ich dort erreicht habe. Es war eine anstrengende Zeit, aber wir sind im Guten auseinander gegangen.

Mit Magdeburg sind Sie prompt in die 3. Liga aufgestiegen. Nach ihrem Karriereende gelang dem Verein sogar der Sprung in die 2. Bundesliga. Was hat der FCM in den vergangenen Jahren richtig gemacht?

Bankert: Ich glaube mit Jens Härtel hatte der Verein den richtigen Trainer, der auch genügend Zeit bekommen hat, sich seinen Kader zusammenzustellen. Man ist auch mit dem Trainer durch schlechte Zeiten gegangen und ...

... das komplette Interview lest Ihr kostenlos auf Seite 42 des ClubMagazins Ausgabe Nr. 566!