Weihnachtsüberraschung: Wenn Kinderaugen leuchten!
Zappelig rutschten die kleinen Patienten und Patientinnen der onkologischen Kinderstation auf ihren Stühlchen umher. Auf dem Gang schnatterten noch die "Leute vom CFC". "Wann geht es endlich los", quiekte der vierjährige Leon Antonio Werner durch den wunderschön gestalteten Wintergarten auf der Stadion für Kinderonkologie am Klinikum Chemnitz.
Nach dem letztjährigen Besuch an gleicher Stelle, schlich sich auch heute eine Abordnung der Himmelblauen in die Klinik zur vorgezogenen Weihnachtsbescherung. Die Spieler Marcel Schlosser, Benjamin Förster und Toni Wachsmuth sowie Trainer Gerd Schädlich und Vorstandsmitglied Manfred Kupferschmied hatten zwei prächtig gefüllte Weihnachtsmannsäcke mitgebracht.
"Was ist da drin?", fragte Carlo Wandelt, der immer wieder vorbei flitzte, neugierig. Und er musste sich noch einen Moment gedulden. Der Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Prof. Dr. Thomas Scholbach, hielt gerade eine kurze Ansprache und strahlte selbst mit allen Anwesenden um die Wette. "Hier ist jede noch so kleine Abwechslung willkommen. Sport verbindet, und Profis wie Sie können wirklich den Kindern Mut schenken, nicht aufzugeben und den Kampf weiter durchzustehen", fand er treffende Worte. Und auch Jens Seidel vom Elternverein krebskranker Kinder schickte seinen Dank an die Himmelblauen, mit denen man nun seit einem Jahr eine enge Kooperation pflegt. "Gerade in der Weihnachtszeit fällt es vielen Kindern schwer, vom heimischen Umfeld weg zu sein. Da kommt dies Aktion absolut gelegen", so Jens Seidel.
Und dann endlich schlenderte die CFC-Abordnung hinein in das große Zimmer.
Lang ließen sich die kleinen Kerlchen und Mädchen nicht bitten, sich auf die beiden großen Säcke zu stürzen. Und so fischten Benny Förster, Marcel Schlosser und Toni Wachsmuth immer mehr himmelblaue Präsente heraus. Poster, Autogrammkarten, Schneekugeln, Trinkflaschen, Basecaps und so viel mehr wurde von kleinen Kinderhänden entgegen genommen. "Die Kids sind ja der Hammer, wie sie sich freuen, ist goldig", war Marcel Schlosser ganz gerührt. Kurz zuvor hatte er noch verlegen auf die Kinder geschaut, jetzt war der Bann gebrochen. Und auch Benny Förster hatte einen kleinen Fan dazu gewonnen. Carlo Wandelt, der dreijährige Knirps umarmte den lachenden Fußballprofi.
Für das nette Stationsteam gab es einen CFC-Lichterbogen, der umgehend seinen Platz fand und nun himmelblaue Weihnachtsatmosphäre auf der Kinderstation verbreitet.
"Ich spiele manchmal Fußball, nur zurzeit geht es nicht so, weil ich ganz schön krank bin", sagte Leon Antonio Wandelt, der plötzlich mit Carlo, seinem Kumpel davon düste. Als sie wieder auftauchten, war der Spaß riesengroß, sie hatten sich ein übergroßes T-Shirt und ein XL-Trikot von Ronny Garbuschewski übergestreift. Die Shirts hingen bis zu den Fußsohlen. Kurz war sie vergessen, die schwere Zeit mit Chemo- und Strahlentherapie, Tage mit Schmerzen und so mancher Träne. "Manchmal kriegen die Kinder das gar nciht so schnell verarbeitet, was um sie herum passiert. Deshalb sind gerade solche Momente Gold wert, weil es ablenkt von Allem", sagte die Mutter vom dreijährigen Carlo, die hofft, dass der kleine Schatz Weihnachten zuhause verbringen kann..
Der himmelblaue Tross wanderte weiter zur Akutstation der Kinderklinik und machte eine Visite der ganz anderen Art. "Hohoho, ich bin der Weihnachtsmann", scherzte Toni Wachsmuth und ging mit seinen Kickerkollegen motiviert von Zimmer zu Zimmer.
"Für solche Dinge sind wir immer offen. Man vergisst oft, wie gut es einem geht. Für die innere Motivation der Spieler ist solch eine Aktion sicher auch mal gut. Sie leben in einer wirklichen Komfortsituation und vergessen es manchmal. Gern stehen wir dem Elternverein für weitere Aktionen zur Verfügung", fand Chefcoach Gerd Schädlich schöne abschließende Worte.
(Text: Peggy Schellenberger)



