"Wir wollen den Leuten etwas zurückgeben!" Interview mit Silberpartner CIC Immobilien
Seit über einem Jahrzehnt sind Olaf und Jana Pönisch Unterstützer des Chemnitzer FC. Mit der CIC Immobilien, Grundstücks- und Hausverwaltungs GmbH ist das Ehepaar seit fast 13 Jahren Silbersponsor. Vor drei Jahren stiegen die Pönischs zudem als Gesellschafter der Chemnitzer FC Fußball GmbH ein.
ClubMagazin hat sich mit den beiden CFC-Partnern über ihr Engagement, den Club und die Stadt Chemnitz unterhalten und gefragt, für was der Chemnitzer FC in ihren Augen steht.
Frau Pönisch, Herr Pönisch, seit Kindertagen sind Sie Fans des Chemnitzer FC und schon über ein Jahrzehnt lang Unterstützer des Clubs. Warum sind Sie den Himmelblauen so treu?
Olaf & Jana Pönisch: Der Chemnitzer FC ist unser Heimatverein. Und es gibt an sich keinen Grund das zu ändern. Das ist für uns eine Selbstverständlichkeit.
Welchen Stellenwert hat die Treue in Ihrem Leben?
Pönisch: Die Treue im allgemeinen Leben ist uns sehr wichtig, Verlässlichkeit und Beständigkeit ebenfalls. Beim Chemnitzer FC sind wir schon immer Fan, Freund, Förderer und Sponsor gewesen.
Wie sind Sie zum ersten Mal mit dem Chemnitzer FC in Kontakt gekommen?
Pönisch: Als wir jung waren sind wir immer mit dem Bus von Niederwiesa aus auf die Fischerwiese gefahren. Am ehemaligen Gasthof Lamm hat die Linie nach Eppendorf oder Freiberg gehalten. Das waren unsere ersten Berührungspunkte. Auswärts sind wir hingegen weniger mitgefahren. Nach Zwickau, Leipzig oder Dresden zum Beispiel. Oder zum Pokalfinale mit dem Sonderzug nach Berlin gegen Magdeburg 1983. Da haben wir aber leider 0:4 verloren.
Warum unterstützen Sie den Chemnitzer FC?
Pönisch: Wir wurden damals über die Deutsche Kreditbank in den Förderbereich eingeladen und später von Sven-Uwe Kühn als Sponsor geworben. Und über die Jahre hinweg hat sich das dann gesteigert. Wir wollten nie Vorteile ergreifen oder mehr Einfluss auf den Club nehmen, sondern einfach den Verein und seine Jugendarbeit unterstützen. Ende der Saison 2018/19, als die Mannschaft kurz vor dem Aufstieg in die dritte Liga stand, sind wir stärker eingestiegen und wurden obendrein noch Gesellschafter.
Hatte das einen bestimmten Grund?
Pönisch: Ja, wir hatten volles Vertrauen in die handelnden Personen und haben die insgesamt gute Arbeit gesehen. Diese Menschen dann hängen zu lassen, das kam für uns nicht in Frage. Gerade in der größten Not haben wir versucht mit anzupacken und den Verein für unsere Heimatstadt zu erhalten.
Obendrein haben Sie 2020 einen Flohmarkt zur Beendigung der Insolvenz ins Leben gerufen. An welchen Stellen haben Sie sich noch für den CFC eingesetzt?
Pönisch: Wir unterstützen auch den himmelblauen Nachwuchs auf dem Neubauernweg und im Nachwuchsleistungszentrum. Am CFC-Stammtisch sind wir präsent, haben die Fan-Abende vor der Aufsichtsratswahl mitorganisiert. Auch bei den Bambinis haben wir uns eingebracht.
Wie sehen Sie ihre Rolle als Sponsor in der Stadt Chemnitz?
Pönisch: Als Unternehmen werden wir in der Stadt von den Bürgern und Ämtern gut behandelt. Deshalb wollen wir den Leuten etwas zurückgeben, von dem was wir mit unserer Arbeit hier verdienen. Es ist wichtig, dass die Firmen vor Ort ihre Tätigkeit für die Stadt nutzen und ein lebenswertes Umfeld für die Menschen schaffen. Dazu gehören Schulen, Sportplätze, Gastronomie, Nahverkehr und vieles mehr. Ohne Unterstützung der Wirtschaft wird das einfach nichts. Deshalb sollte jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten das tun, was er kann. Beim Flohmarkt zur Beendigung der Insolvenz haben wir das gesehen – da hat jeder etwas gegeben. Egal ob einen Euro oder 1.000 Euro. Es gilt, den schlafenden Riesen Chemnitzer FC zu wecken und zurück zu altem Glanz zu führen.
Abschließend, für was steht der Chemnitzer FC in Ihren Augen?
Pönisch: In erster Linie für Zusammenhalt. Das Füreinander und das Miteinander sind uns immer im Kopf hängen geblieben. In der Insolvenzphase hat man gesehen, wie sehr die CFC-Fans füreinander da sind. So hat man das im Fußball selten erlebt. Obendrauf Tradition, Heimat, Treue und Leidenschaft. Wir sind daran interessiert, dass das Leben in der Stadt lebenswert ist. Damit unsere Nachfolge-Generationen ein gutes Leben haben. Über den Sport können die Menschen zusammenfinden und unsere Farben nach außen tragen.



