Zähe Begegnung mit besserem Ende für die Himmelblauen
Cheftrainer Gerd Schädlich nahm nach den beiden Pleiten gegen Karlsruhe und Erfurt sage und schreibe fünf Änderungen in der Startformation vor: Toni Wachsmuth, Tino Semmer, Anton Makarenko, Fabian Stenzel und Benjamin Förster sollten für frischen Wind im himmelblauen Spiel sorgen.
"Wenig gespielt, viel geschlagen"
Doch in Hälfte eins war davon kaum etwas zu spüren. Beide Teams agierten unkonzentriert und so kam es nur zu wenigen Strafraumszenen. Die Gäste aus Stuttgart wirkten etwas präsenter und überzeugten durch einige Kombinationen über mehrere Stationen. Die beste Chance zum Torerfolg im ersten Abschnitt hatte der Kickers-Topstürmer Grüttner, als er nach einer knappen halben Stunde eine Eingabe von Jeröme Gondorf nur um Zentimeter verpasste. Die 4700 Anhänger im Stadion an der Gellertstraße mussten auf den ersten Torschuss der Himmelblauen bis zur 39. Minute warten. Ein satter Schuss von Kapitän Carsten Sträßer aus rund 25 Metern konnte vom soliden Gästekeeper Krauss über die Latte geklenkt weden. So stand nach den ersten 45 Minuten ein torloses Unentschieden zu Buche, welches Coach Gerd Schädlich nach der Begegnung zu kritisieren wusste: "Wir haben uns nach den Niederlagen zuletzt viel vorgenommen, sind aber hier sehr verkrampft aufgetreten und haben mehr gegen den Ball geschlagen, als mit ihm gespielt".
CFC entscheidet Begegnung in nur drei Minuten
Der zweite Abschnitt begann ähnlich, wie der erste endete. Zu viele Fehlpässe liesen ein konsequentes Angriffsspiel nicht zu, Chancen blieben Mangelware. Erst mit den Einwechslungen von Josip Landeka und Sascha Pfeffer in der 56. Minute, sowie einigen taktischen Änderungen, nahm das himmelblaue Offensivspiel Fahrt auf. In der 63. Minute konnte Benjamin Förster nach Eingabe von Fabian Stenzel das 1:0 erzielen und die CFC-Fans so zum ersten Mal jubeln lassen. Nur drei Minuten später war es erneut Stenzel, der eine Flanke in den gegnerischen Strafraum brachte. Diesmal war Stürmer Anton Fink zur Stelle, der per Kopf seinen zehnten Saisontreffer verwirklichte.
Im Anschluss hätte der Chemnitzer FC noch auf 3:0 erhöhen müssen, Chancen dazu hatten unter anderem Tino Semmer (74.), als er frei auf Torwart Krauss zulief und vergab, sowie Anton Fink (86.), als er mit einem Schuss aus zwölf Metern nur den Pfosten traf. So blieb es beim nicht besonders ansehnliche, dafür aber verdienten 2:0 für die Himmelblauen.



