Zehn Neuzugänge: Transferfokus auf Abwehr und Angriff – das ist der CFC-Kader für die Jubiläumssaison
Der Chemnitzer FC hat in der laufenden Sommer-Transferphase seinem Regionalliga-Kader ein neues Gesicht gegeben: Zehn Spieler verließen den Club, ebenso viele wurden neu verpflichtet – darunter acht externe Zugänge sowie zwei Talente aus dem eigenen Nachwuchs. Damit hat sich knapp die Hälfte des 22-Mann-Kaders zur Saison 2025/26 verändert – mit einem klaren Schwerpunkt auf Verstärkungen in der Defensive und im Angriff.
Neue Gesichter für alle Mannschaftsteile
Julius Bochmann (SV Kapfenberg) und Johannes Pistol (ZFC Meuselwitz) sind fest für die Innen- bzw. Rechtsverteidigung eingeplant. Martial Ekui (SpVgg Bayern Hof) und Aaron Mensah (eigene Jugend) bringen mit 21 bzw. 18 Jahren eine Menge Potenzial mit – und wollen über Trainingsleistung und Spielpraxis den Konkurrenzkampf auf den defensiven Außenbahnen neu entfachen.
„Wir wollten bewusst mehr Tempo, Variabilität und Konkurrenzkampf in alle Mannschaftsteile bringen. Die Neuzugänge geben uns genau diese Optionen – und sie sind alle hungrig, sich in der Regionalliga zu beweisen und mit dem Chemnitzer FC erfolgreich zu sein“, Sportdirektor Chris Löwe.
Auch in der Torhütergruppe gibt es frischen Wind aus dem eigenen Stall: Cedric Wimmer erhält mit der Rückennummer 32 einen festen Platz im Regionalliga-Kader. Der 18-Jährige wird parallel in der höchsten DFB-Nachwuchsliga bei den U19-Junioren zwischen den Pfosten stehen.
Im Mittelfeld stößt mit Samuel Biven, zuletzt am Merrimack College (USA) aktiv, ein bisher in Deutschland unbekannter Spieler zum Team. Der 23-Jährige wird sich bei seinem ersten Europa-Abenteuer – trotz herausragender Athletik und enormem Ehrgeiz – erst einmal an die Gangart in der Regionalliga Nordost anpassen müssen. Mit seinen Anlagen kann er aber zu einer der Überraschungen der Saison werden.
Nach 38 Toren in 34 Liga-Spielen lag ein Schwerpunkt bei der Kaderplanung von Sportdirektor Chris Löwe ganz offensichtlich darauf, die Offensive zu verstärken und den Konkurrenzkampf in diesem Mannschaftsteil zu erhöhen.
„Unser Ziel war es, im Angriff breiter und variabler aufgestellt zu sein. Die Jungs bringen viel Qualität, Tempo und Entwicklungspotenzial mit – aber auch den Ehrgeiz, sich beim CFC durchzusetzen. Genau das brauchen wir, um als Mannschaft die nächsten Schritte zu gehen“, sagt Cheftrainer Benjamin Duda.
Mit Jonas Marx (FC Eilenburg), Maurizio Grimaldi (USI Lupo-Martini), Domenico Alberico (SGV Freiberg) sowie Tobias Stockinger (BFC Dynamo) kommen vier vielseitige Spieler, die Kreativität, Torgefahr und physische Präsenz mitbringen. Toptorjäger Dejan Bozic und Standardspezialist Leon Damer komplettieren den Angriff und kämpfen gemeinsam mit den Neuzugängen um drei oder vier Positionen in der Startelf.
Zehn Abgänge – fünf Spieler noch ohne neuen Klub
Ein Blick auf die Liste der Abgänge zeigt: Bisher hat erst die Hälfte der Ex-CFC-Profis einen neuen Verein gefunden. Fynn Seidel (BSG Chemie Leipzig), Luis Fischer (Rückkehr zum ZFC Meuselwitz), Louis Malina (VfV Hildesheim), Manuel Reutter (SV Rödinghausen) und Ole Schiebold (FSV Luckenwalde) setzen ihre Laufbahn bei anderen Vereinen fort. Mit Ausnahme von Malina bleiben alle dabei auf Regionalliga-Niveau aktiv.
Noch ohne neuen Klub sind derzeit Ephraim Eshele und Dardan Karimani. Auch Felix Müller, Jong-min Seo und Nils Lihsek befinden sich weiterhin auf Vereinssuche – alle drei zählten in der Vorsaison zum unumstrittenen Stammpersonal des CFC. Ob sie in der Regionalliga Nordost bleiben, ist offen – der Markt ist weiterhin in Bewegung.
Gezielter Umbruch mit Perspektive
Der CFC verfolgt mit der Umgestaltung des Kaders eine klare Linie: Der Kader wird verjüngt und gezielt durch Spieler ergänzt, die Entwicklungspotenzial und Ambitionen mitbringen. Dabei bleibt die Förderung eigener Talente ein zentraler Baustein – wie die Beförderungen von Aaron Mensah als rechter Außenverteidiger und Cedric Wimmer als dritter Torwart hinter Daniel Adamczyk und David Wunsch zeigen.
Zudem absolvieren mit Noah Tänzer, Georg Hempel und Leon Gruschwitz drei weitere U19-Spieler die komplette Saisonvorbereitung unter Cheftrainer Benjamin Duda. Sie haben in den ersten Wochen bereits vielversprechende Ansätze gezeigt und damit klar gemacht, dass man ihre Entwicklung beim Chemnitzer FC genau im Blick behalten sollte.
Ausblick auf die Jubiläumssaison
Welches konkrete Saisonziel die Himmelblauen nach den Platzierungen 9 (2023/24) und 7 (2024/25) ausgeben, steht noch nicht fest. Doch eines ist bereits klar: Der neuformierte CFC-Kader bringt die nötige Qualität und das Potenzial mit, sich sowohl individuell als auch mannschaftlich weiterzuentwickeln – mit dem Ziel, sich mittelfristig in höheren Tabellenregionen zu etablieren. Der strategische Weg des CFC führt unter der Leitung von Sportdirektor Chris Löwe über Kontinuität, Teamgeist und gezielte Verstärkungen. Mit leidenschaftlichem Fußball will man die CFC-Fans ins Stadion locken und sie mit temporeichem Spiel begeistern.
Die CFC-Fans dürfen sich also auf eine junge, hungrige und motivierte Mannschaft freuen, die bereit ist, gemeinsam – und mit der Unterstützung der CFC-Familie – besonders mit dem Heimvorteil im Stadion – An der Gellertstraße – den nächsten Schritt zu gehen.
Denn nur zusammen geht’s auch in der Jubiläumssaison 2025/26. Für den CFC. Für Chemnitz!



