Zickert: „Gemerkt, wie wichtig der Fußball und das Mannschaftsgefüge für mich sind“
Als erster Neuzugang des Chemnitzer FC war Robert Zickert im Sommer die geplante Verstärkung für den Neuaufbau in der Regionalliga Nordost. Vom Liga-Konkurrenten 1. FC Lokomotive Leipzig gekommen, zeigte der knallharte Innenverteidiger in den ersten Trainingseinheiten, dass er der CFC-Abwehr Stabilität verleihen kann. Im Vorbereitungsspiel gegen die SpVgg Bayreuth verletzte sich Zickert nach einem Foul des Gegners am Knie. Die Diagnose: Ausriss des Innenbandes sowie Riss des Außenmeniskus. Über die Reha kämpfte sich der 30-Jährige zurück. Nun kann er wieder mit der Mannschaft trainieren.
Hallo Zicke, du bist in den vergangenen Tagen wieder voll ins Mannschaftstraining eingestiegen. Wie groß ist die Freude darüber?
Zickert: "Die Freude ist sehr groß, nach meiner Verletzung endlich wieder mit der Mannschaft trainieren zu können. Ich habe in den vergangenen Monaten gemerkt, wie wichtig der Fußball und das Mannschaftsgefüge für mich sind."
Bist du wieder vollständig einsatzfähig oder zwickt es hier und da doch noch ein wenig?
"Ich bin mehr und mehr voll einsatzfähig. Ich wurde die vergangenen zweieinhalb Wochen dosiert an das Teamtraining herangeführt. An sich macht das Knie keine Mucken mehr. Aber natürlich zwickt bei älteren Körpern hier und da mal ein Muskel, nach der langen Zeit des Nichtstuns. (lacht) Aber alles in allem gehts mir gut!"
Wie blickst du auf die Entstehung der Verletzung zurück?
"Das war sehr, sehr bitter, da es aus einem Foul des Gegners resultierte und dazu noch in einem Testspiel. Aber Verletzungen gehören zum Leistungssport dazu, leider."
Du bist einer, der auf dem Rasen Volldampf gibt, der über Einsatz und Motivation ins Spiel kommt. In den letzten Monaten warst du aber in der Reha. Es war deine erste schwere Knieverletzung – das ist auch nicht einfach für den Kopf. Was hat dir in dieser Zeit Kraft und Motivation für das anstrengende Programm gegeben?
"Meine Einstellung und der Willen, so schnell wie möglich wieder auf dem Grün zu stehen. Es war für mich eine neue Erfahrung, mit der ich lernen musste umzugehen. Ich hatte viel Kontakt zu Niklas (Hoheneder; Anm. d. Red.), zum Trainer oder auch zu unserem Athletikcoach Florian Braband. All das hat mir sehr geholfen."
Du warst trotz deiner Verletzung und der Reha in Leipzig oft bei der Mannschaft, hast das Team soweit es ging bei Heim- und Auswärtsspielen begleitet. Warum war dir das wichtig?
"Es war mir wichtig, dass die Jungs wissen, dass ich da bin - auch wenn ich nicht aktiv helfen kann. Die Bindung zur Mannschaft in solchen Situationen nicht zu verlieren, ist, denke ich, sehr wichtig. Man ist ja trotz der Verletzung weiter Teil eines Teams. Deshalb war es mir auch sehr wichtig, so oft es ging mit an Bord zu sein!"
Nun bist du wieder mittendrin. Du warst im Sommer der erste externe Neuzugang. Bist du jetzt quasi nochmal der erste Neuzugang im Winter?
"So kann man es sehen! (lacht) Der erste Sommer- und Winterneuzugang im selben Club. Wer kann das schon von sich behaupten?"
Robert, schön, dass du wieder mit dabei bist! Bleib gesund.



