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25.09.2026 - 17.00 Uhr | 1. Mannschaft

„Wir müssen die Aufgabe bedingungslos annehmen“ – CFC vor Premiere gegen den RSV Eintracht

Nach dem 3:1-Auswärtssieg bei der BSG Chemie Leipzig wartet am 11. Spieltag die nächste Aufgabe in der Fremde. Am Samstag ab 16 Uhr gastiert der Chemnitzer FC beim Regionalliga-Aufsteiger RSV Eintracht 1949. Gespielt wird nicht in Stahnsdorf, sondern im Preußenstadion in Berlin-Lankwitz. Für die Himmelblauen geht es darum, den erfolgreichen Auftritt in Leutzsch zu bestätigen und mit drei weiteren Punkten in die anschließende Ligapause zu gehen.

Historischer Aufstieg in die Regionalliga

Für den RSV Eintracht 1949 ist die Saison 2026/27 eine historische. Im Mai machte die Mannschaft erstmals in der Vereinsgeschichte den Aufstieg in die Regionalliga Nordost perfekt. Im entscheidenden Heimspiel gegen den VFC Plauen drehte der RSV einen 0:1-Rückstand noch in einen 2:1-Erfolg. Arthur Ekallé erzielte den Siegtreffer tief in der Nachspielzeit. Damit stand zugleich die Meisterschaft in der NOFV-Oberliga Süd fest. Der Torschütze verließ wie viele weitere Leistungsträger im Sommer den Club und schnürt seine Schuhe weiter in der Oberliga für Hertha Zehlendorf.

An der Seitenlinie stand damals noch Patrick Hinze (nun Hertha Zehlendorf), der insgesamt neun Jahre an der Seitenlinie stand und die erfolgreichsten Jahre der jüngeren Vereinsgeschichte entscheidend geprägt hatte. Auch das Trainerteam war von dem Umbrauch nach dem Aufstieg betroffen. Nach der Meisterschaft verließ er den Verein gemeinsam mit Co-Trainer Jörg Miekley zum Saisonende. Zur neuen Spielzeit übernahm Thomas Franke die Mannschaft, der vorher die TSG Neustrelitz trainierte.

Heimspiele in Berlin-Lankwitz

Mit dem Aufstieg musste sich der RSV nicht nur sportlich auf eine neue Spielklasse einstellen. Auch infrastrukturell brachte die Regionalliga neue Anforderungen mit sich. Die heimische Sportanlage an der Heinrich-Zille-Straße in Stahnsdorf erfüllt nicht alle Voraussetzungen für den Regionalliga-Spielbetrieb.

Deshalb trägt der Aufsteiger seine Ligaspiele in dieser Saison im Preußenstadion in Berlin-Lankwitz aus. Das Stadion des BFC Preussen an der Malteserstraße ist damit auch am Samstag Austragungsort des ersten Duells zwischen dem RSV Eintracht und dem Chemnitzer FC.

Junge Mannschaft mit Regionalliga-Erfahrung

Nach dem Aufstieg hat sich auch der Kader deutlich verändert. Der RSV setzt dabei auf eine vergleichsweise junge Mannschaft, die allerdings einige Akteure mit Erfahrungen aus dem höherklassigen Amateurfußball in ihren Reihen hat.

Zu den auffälligen Spielern der ersten Regionalliga-Wochen zählt vor allem Isma Baraze. Der 21-Jährige führt die interne Torjägerliste an und erzielte unter anderem beim spektakulären 3:3 in Babelsberg alle drei Treffer des RSV. Auch Endi Jupolli und Ernes Smailovic konnten sich bereits mehrfach in die Torschützenliste eintragen.

Sechs Punkte aus zehn Spielen

Sportlich bekommt der Aufsteiger bislang zu spüren, wie groß der Schritt von der Oberliga in die Regionalliga ist. Nach zehn Spieltagen steht der RSV bei einem Sieg, drei Unentschieden und sechs Niederlagen. Mit sechs Punkten belegt die Mannschaft vor dem 11. Spieltag Rang 16.

Nach einem ordentlichen Start mit sechs Punkten aus den ersten fünf Begegnungen blieb der RSV zuletzt fünf Ligaspiele in Folge ohne Zähler. Dabei gab es unter anderem ein deutliches 0:5 beim bislang ungeschlagenen Tabellenführer Rot-Weiß Erfurt. Auch gegen den FSV Zwickau und die U23 des 1. FC Magdeburg verspielte Stahnsdorf jeweils gute Ausgangspositionen.

In der Englischen Woche folgte zunächst eine knappe 1:2-Heimniederlage gegen den Greifswalder FC. Drei Tage später musste sich der RSV bei der VSG Altglienicke mit 1:3 geschlagen geben.

Die letzten 5 RSV-Partien

Regionalliga Nordost | 10. Spieltag | VSG Altglienicke – RSV Eintracht 1949 3:1

Regionalliga Nordost | 9. Spieltag | RSV Eintracht 1949 – Greifswalder FC 1:2

Regionalliga Nordost | 8. Spieltag | FC Rot-Weiß Erfurt – RSV Eintracht 1949 5:0

Regionalliga Nordost | 7. Spieltag | RSV Eintracht 1949 – 1. FC Magdeburg II 2:4

Regionalliga Nordost | 6. Spieltag | RSV Eintracht 1949 – FSV Zwickau 1:2

„Wir müssen dieses Spiel bedingungslos annehmen“

Cheftrainer Benjamin Duda warnt davor, sich von der Tabellensituation des Aufsteigers beeinflussen zu lassen:

„Natürlich wissen wir, dass wir nach Berlin fahren zu einer Mannschaft, die sechs Punkte hat, und wir wollen dort gewinnen. Trotzdem darf dieses Tabellenbild nichts mit uns machen. Wir haben 17 Punkte mehr, aber Punkte bedeuten nichts für die Anstrengung innerhalb eines Spiels. Das haben wir auch bei Chemie gesehen, wie schwer und intensiv so eine Auswärtsaufgabe sein kann. Das wird sicherlich ein anderes Spiel, weil der Gegner einen ganz anderen Fußball spielt. Sie sind durchaus kombinationsorientiert und für einen Aufsteiger in vielen Situationen gefährlich. Sie haben zudem einige Spieler in ihren Reihen, die bereits Regionalliga-Erfahrung in unterschiedlichen Staffeln gesammelt haben und über ihren Weg jetzt noch einmal die Chance bekommen, auf dieser Bühne zu spielen. Wir müssen dieses Spiel bedingungslos annehmen. Bedingungslos heißt für mich, dass ich keine Bedingungen an meine Leistung knüpfe – weder an den Spielort noch an den Gegner oder dessen Tabellenposition. Wir müssen wieder scharf sein und unsere 100 Prozent auf den Platz bringen. Dementsprechend müssen wir die Mannschaft sehr sensibel und sehr klar auf diese Aufgabe einstellen, um unser Ziel auswärts zu erreichen.“

„Das Spiel haben wir abgehakt“

Auch Offensivspieler Maximilian Fesser blickt gespannt auf die Aufgabe beim RSV Eintracht.

„Ich habe dort noch nicht gespielt, deshalb bin ich gespannt, wie es morgen wird. Grundsätzlich gehören Ballgewinne und Umschaltsituationen aber zu jedem Spiel dazu. Dann geht es darum, wie wir als Mannschaft und auch ich persönlich mit diesen Situationen umgehen. Solche Situationen können sich in jedem Spiel ergeben. Wie oft das morgen der Fall sein wird, werden wir sehen.“

Sendehinweis: Die Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel beim RSV Eintracht mit Cheftrainer Benjamin Duda und Offensivspieler Maximilian Fesser könnt ihr wie gewohnt in voller Länge bei ClubTV sehen.

Personal: Stockinger fällt aus

Neben dem gesperrten Justin Gröger muss der CFC am Samstag auch auf Tobias Stockinger verzichten. Der Offensivspieler fällt erkrankt mit Fieber aus.

Amadeus Zamora befindet sich bei seiner Nationalmannschaft und steht ebenfalls nicht zur Verfügung. Bei Maurizio Grimaldi entscheidet sich nach dem Abschlusstraining, ob er eine Option für den Kader sein kann. Er hat aktuell noch mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen.

Bilanz: Erstes Aufeinandertreffen der Vereinsgeschichte

Eine direkte Bilanz gibt es vor dem 11. Spieltag noch nicht. Der RSV Eintracht 1949 und der Chemnitzer FC treffen am Samstag erstmals in einem Pflichtspiel aufeinander.

Einen gemeinsamen Spieler beider Vereine gibt es allerdings. 2019 wechselte U19-Torwart Daniel Hemicker von Chemnitz nach Stahnsdorf, damals noch in die Brandenburgliga (6. Liga). Auch das Zeigt, wie rasant der RSV in den vergangenen Jahren gewachsen ist. Der mittlerweile 26-jährige Schlussmann verbrachte insgesamt sechs Saisons als Stammkeeper bei den Brandenburgern. Im ersten Jahr stieg er direkt auf uns sammelte als Stammkeeper über neunzig Einsätze in der Oberliga. Seit Sommer 2025 hütet er das Tor des Ludwigsfelder FC.

Schiedsrichter: Johannes Schipke

Geleitet wird die Partie vom 34-jährigen Johannes Schipke aus Halle/Saale. Der Unparteiische kommt bislang auf 99 Einsätze in der Regionalliga. Assistieren werden ihm Patrick Kluge und Albert Lehmann.

Live-Übertragung der Freien Presse

Wer am Samstag nicht im Preußenstadion in Berlin-Lankwitz dabei sein kann, hat die Möglichkeit, die Partie über eine Live-Übertragung der Freien Presse zu verfolgen.

Auch das CFC-Medienteam begleitet das Auswärtsspiel wie gewohnt direkt vom Spielfeldrand und versorgt euch mit allen wichtigen Eindrücken und Informationen rund um die Partie:

- Liveticker auf unserer Website.

- Highlights des Spiels live auf unserem WhatsApp-Channel!

- Visuelle Eindrücke über Instagram, Facebook & Co.

Im Anschluss erwartet euch bei ClubTV außerdem wieder der Spieltagsreport mit den entscheidenden Szenen, Stimmen und Eindrücken vom Auswärtsspiel beim RSV Eintracht.