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03.08.2026 - 10.00 Uhr | 1. Mannschaft

Trainer-Trickkiste: Wucht, Umschalten und Derbymentalität – So spielt der FSV Zwickau

In unserer Rubrik „Trainer-Trickkiste“ werfen wir wieder einen genauen Blick auf den kommenden Gegner des Chemnitzer FC: den FSV Zwickau. Nach dem perfekten Saisonstart mit zwei Siegen und 7:0 Toren wartet am Dienstagabend die erste Englische Woche der neuen Regionalliga-Spielzeit. 

Ab 19 Uhr empfangen die Himmelblauen die Westsachsen zum ersten Derby der Saison im eins-Stadion – An der Gellertstraße. Unter Cheftrainer Rico Schmitt bleibt der FSV seiner klaren Identität treu: pragmatisch, körperlich und enorm intensiv gegen den Ball. Und wie die Schwäne ihre Spiele angehen, schauen wir uns jetzt an.

Wenig Ballbesitz – maximaler Druck nach vorn

Der FSV Zwickau verzichtet bewusst auf lange Ballbesitzphasen. Statt Kontrolle steht der schnelle Weg zum Tor im Mittelpunkt. Nach Ballgewinnen geht es sofort vertikal nach vorne, häufig über lange Diagonalbälle oder direkte Zuspiele auf die Offensivspieler.

Auch beim 2:1-Auftaktsieg beim FC Carl Zeiss Jena blieb sich die Mannschaft treu. Obwohl Zwickau nur 39,7 Prozent Ballbesitz hatte und mit einer Passquote von 73,1 Prozent deutlich unter den 82,5 Prozent der Thüringer lag, gewann der FSV das Spitzenspiel. Drei Torschüsse reichten für zwei Treffer. Ein weiteres Beispiel für die enorme Effizienz der Schmitt-Elf.

Physis als größte Stärke

Kaum eine Mannschaft der Liga lebt ihre Spielidee so konsequent über Körperlichkeit aus wie der FSV. Robuste und kopfballstarke Spieler prägen jede Position. Luftduelle, zweite Bälle und intensive Zweikämpfe bilden die Grundlage nahezu jeder Offensiv- und Defensivaktion.

Mit Ball treiben die Innenverteidiger das Spiel mutig an oder überspielen das Mittelfeld mit langen Bällen auf die Flügel. Von dort folgen häufig direkte Flanken oder schnelle Angriffe durchs Zentrum. Auch Standardsituationen und weite Einwürfe gehören weiterhin zu den wichtigsten Offensivwaffen der Westsachsen.

Flexibel gegen den Ball

Defensiv zeigt sich Zwickau variabel. Je nach Spielsituation kann der FSV den Gegner bereits früh unter Druck setzen oder sich weit in die eigene Hälfte zurückziehen. Gegen den Ball verteidigen die Westsachsen meist in einem kompakten 4-4-2 mit Cemal Sezer und Dominic Haubner in der ersten Pressinglinie. Die Viererkette positioniert sich dabei häufig auf Höhe des eigenen Strafraums und verdichtet konsequent die Räume.

Das Spiel in Jena zeigte diese Flexibilität eindrucksvoll. Trotz deutlich weniger Ballbesitz ließ Zwickau lediglich einen Torschuss auf das eigene Tor zu und verteidigte die Führung mit großer Disziplin. 

Derbygegner mit klarer Identität

Unter Rico Schmitt steht der FSV Zwickau weiterhin für kompromisslosen Regionalliga-Fußball. Physische Präsenz, intensive Zweikämpfe, schnelles Umschalten und eine hohe defensive Disziplin machen die Westsachsen zu einem der unangenehmsten Gegner der Liga. Für den Chemnitzer FC wird es darauf ankommen, die zweiten Bälle zu kontrollieren, sich nicht in die vielen direkten Duelle ziehen zu lassen und die wenigen Räume im Umschaltspiel konsequent zu nutzen.

Voraussichtliche Aufstellung: Hiemann – Sengersdorf, Ziemer, Fobassam, Moritz – Dobruna, Putze, Startsev, Möbius – Haubner, Sezer