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Sa., 08.02.2025
Anstoß: 16.00 Uhr - Chemnitzer FC : FC Carl Zeiss Jena

Spielbericht

Chemnitzer FC
1:2
FC Carl Zeiss Jena

Allgemein

Datum

Sa., 08.02.25
16.00 Uhr

Schiedsrichter

Johannes Schipke (Wolmirstedt/ Leipzig)

SRA

Franz Unger
Jannis Körner

Zuschauer

6055

Aufstellung

CFC

Adamczyk - Lihsek, F. Müller, Zickert, Reutter - T. Müller (C) (90. Malina), Baumgart - Seo, Seidel (64. Rücker), Damer - Bozic (87. Eshele)

Auswechselbank:
Wunsch, Malina, Rücker, Karimani, Eshele, Eppendorfer, Fischer

Trainer
B. Duda

Jena

Liesegang - Butzen (C), Hessel, El Haija, Gipson (81. Hoppe) - Seidemann (90. Kratzenberg), Petermann, Muqaj (81. Schau), Tattermusch - Weinhauer (69. Prokopenko), Zank

Auswechselbank:
Dedidis, Reddemann, Prokopenko, Hoppe, Werner, Schau, Kratzenberg

Trainer
H. Bürger

Tore

CFC

1 : 0 Tom Baumgart (31.)

Jena

1 : 1 Kay Seidemann (43.)
1 : 2 Kay Seidemann (85.)

Bericht

Baumgart-Treffer reicht nicht - Jena entführt drei Punkte aus Chemnitz

Zum Ende der Englischen Woche empfing der Chemnitzer FC den FC Carl Zeiss Jena zum ersten Heimspiel des Jahres vor 6.055 Zuschauern im Stadion – An der Gellertstraße. Der 21. Spieltag stand in der gesamten Regionalliga Nordost ganz im Zeichen des Kampfes gegen den Krebs.

Topspiel der Liga: Beste Defensive gegen beste Offensive

Aus sportlicher Sicht versprach der Ost-Klassiker Spannung pur, denn die beste Defensive (11 Gegentore) traf auf die beste Offensive (42 Treffer) der Liga. Beide Teams wollten ihre Stärken ausspielen, um sich im Traditionsduell durchzusetzen. Am Ende bewiesen die Thüringer den etwas längeren Atem und drehten die Partie zum 2:1-Auswärtssieg.

Cheftrainer Benjamin Duda veränderte seine Startelf gegenüber dem 1:0-Auswärtssieg am Mittwochabend bei Viktoria Berlin auf zwei Positionen: Für Anton Rücker (Ersatzbank) und Artur Mergel (5. Gelbe Karte) rotierten Felix Müller und Jong-min Seo zurück in die Startelf.

Viele Helferinnen und Helfer investierten unter der Woche zahlreiche zusätzliche Arbeitsstunden auf der Fischerwiese – mit Erfolg. Schiedsrichter Johannes Schipke entschied nach seiner Platzbegehung, dass der Rasen bespielbar war und das Topspiel des Wochenendes stattfinden konnte.

Frühe Großchance für Jena

Beide Teams brauchten zunächst einige Minuten, um sich an die zum Teil frostigen Platzbedingungen zu gewöhnen. Der CFC erarbeitete sich zunächst leichte Feldvorteile, doch die Jenaer fanden nach anfänglichen Standproblemen immer besser ins Spiel und wirkten in der Vorwärtsbewegung gefährlicher als die Hausherren.

Erstmals gefährlich tauchte Jena in der 8. Minute vor dem mit eigenen Fans gut gefüllten Gästeblock auf. Hamza Muqaj köpfte den Ball aus Nahdistanz scharf und platziert aufs CFC-Tor, doch Manuel Reutter stand goldrichtig und klärte den Ball mit dem Kopf von der Linie – eine ganz dicke Tormöglichkeit für die Thüringer!

Baumgart als Antreiber

Mittelfeldspieler Tom Baumgart war in den ersten 45 Minuten der auffälligste Akteur in Himmelblau. Der 27-Jährige war immer anspielbereit, bewegte sich viel zwischen den Strafräumen und bewies meist ein gutes Auge für den besser postierten Nebenmann oder suchte selbst das Dribbling, wenn sich der Raum öffnete.

In der 20. Minute wurde es erneut nach einem Eckball von rechts gefährlich: Diesmal stieg Benjamin Zank am höchsten und setzte seinen Kopfball unbedrängt über das CFC-Tor. Keeper Daniel Adamczyk wäre in dieser Situation jedoch zur Stelle gewesen.

Baumgart trifft per Kopf zur Führung

Winterneuzugang Fynn Seidel erkämpfte sich an der Grundlinie entschlossen den Ball und holte so einen Eckball heraus. Standardspezialist Leon Damer brachte diesen im hohen Bogen genau auf den Kopf von Tom Baumgart, der den Ball mustergültig gegen die Laufrichtung von FCC-Torwart Liesegang ins lange Eck platzierte (31.). So gingen die Himmelblauen mit der ersten richtigen Chance direkt mit 1:0 in Führung – da war sie wieder, die Chemnitzer Effektivität der letzten Wochen.

Die Jenaer wirkten von der Chemnitzer Führung beeindruckt und brauchten einen Moment, um wieder in die Partie zu finden. Der CFC erarbeitete sich in dieser Phase ein optisches Übergewicht und hatte sogar die Gelegenheit, die Führung auszubauen.

Jena gleicht aus

Tom Baumgart blieb weiter der auffälligste Mann im CFC-Trikot und scheiterte in der 41. Minute mit einer herausragenden Direktabnahme aus zehn Metern nur denkbar knapp am 2:0. Ein Jenaer Abwehrspieler riskierte alles und warf sich mit dem Kopf in den strammen Schuss, um das zweite Tor zu verhindern. Wenige Sekunden später hatte Seo nach einer Ecke die nächste Chance, brachte den Ball aber nicht mehr aufs Tor.

Gerade in der stärksten Chemnitzer Phase im ersten Durchgang kamen die Thüringer etwas überraschend zurück in die Partie. In der 42. Minute schien Kay Seidemann den Ball beim Dribbling in den Strafraum bereits vertändelt zu haben, doch der CFC attackierte nicht entschlossen genug. Seidemann nutzte die zweite Gelegenheit, zog aus der Drehung ab und brachte den Ball aus 18 Metern im linken Eck unter. Auch Daniel Adamczyk wirkte von diesem ansatzlosen Abschluss überrascht.

So ging es für beide Teams mit einem 1:1 in die Halbzeitpause.

Zweiter Durchgang unter Flutlicht

Die Flutlichtmasten erleuchteten längst den Stadionrasen, als beide Mannschaften unverändert in den zweiten Durchgang gingen. Beide Fanlager nutzten den Rahmen des Topspiels dafür, um für eine Veränderung der Verbandsgerichtsbarkeit zu werben. Die Jenaer Fans untermalten das Ganze dann noch passend zum Thema mit allerhand Pyrotechnik.

CFC mit Kampfgeist

In der 50. Spielminute mussten die Jenaer früh im zweiten Durchgang eigentlich den zweiten Treffer nachlegen, scheiterten aber gleich mehrfach an verschiedenen Körperteilen der Chemnitzer Defensive.

Das Spiel blieb unterhaltsam, was vor allem an den größer werdenden Räumen lag. Es lebte nun weniger von den großen Torraumszenen, dafür wurde dem Publikum eine Menge zwischen den Strafräumen geboten. Die Duda-Schützlinge warfen alles an Energie rein, was sie noch im Tank hatten. Die Belastung der Englischen Woche zeigte mit fortschreitender Spieldauer Wirkung.

In den letzten 20 Minuten zog sich der CFC tiefer in die eigene Hälfte zurück, um das Ergebnis zu sichern. Der Weg zum gegnerischen Tor wurde somit natürlich noch weiter.

Schneller Freistoß macht den Unterschied

In der 85. Minute führte Jena einen Freistoß blitzschnell aus. Die Chemnitzer Defensive war nicht sortiert, und so wurde Prokopenko auf die Reise geschickt. Der Jenaer Angreifer blieb im Strafraum eiskalt, legte noch einmal quer auf den völlig freien Kay Seidemann, der mit seinem zweiten Treffer des Tages ins leere Tor einschob – 1:2 aus CFC-Sicht!

Die Himmelblauen warfen nun noch einmal alles nach vorne. Doch Jena blieb gefährlich: Prokopenko tauchte in der 89. Minute erneut vor Adamczyk auf, doch der CFC-Keeper verhinderte mit einer starken Eins-gegen-Eins-Parade die endgültige Entscheidung.

Die vierminütige Nachspielzeit eröffnete der eingewechselte Eshele, der eine Damer-Flanke nur knapp am kurzen Pfosten vorbeidrückte – eine der wenigen guten CFC-Chancen in der Schlussphase.

Doch der große Druck auf das Jenaer Tor blieb aus. Die Himmelblauen fehlte die Durchschlagskraft, um die kompakte Defensive der Gäste noch einmal ernsthaft ins Wanken zu bringen.

So blieb es nach 90 Minuten beim 1:2-Endstand. Nach sieben ungeschlagenen Spielen in Folge zogen die Himmelblauen gegen starke Jenaer in einem hochklassigen Regionalliga-Spiel den kürzeren. Nun haben sie eine ganze Regenerationswoche, bis am kommenden Samstag (13 Uhr) der SV Babelsberg wartet. Jena ist am selben Tag zu Hause gegen den VFC Plauen gefordert.


Spielstenogramm

MinuteSpielstandTor durcheingewechselt
90. min 1 : 2 Kay Seidemann kommt für Jona Kratzenberg
90. min 1 : 2 Tobias Müller kommt für Louis Malina
87. min 1 : 2 Dejan Bozic kommt für Ephraim Eshele
85. min 1 : 2 Tor Kay Seidemann
81. min 1 : 1 Ken Gipson kommt für Marcel Hoppe
81. min 1 : 1 Hamaz Muqaj kommt für Justin Schau
69. min 1 : 1 Erik Weinhauer kommt für Alexander Prokopenko
64. min 1 : 1 Fynn Seidel kommt für Anton Rücker
43. min 1 : 1 Tor Kay Seidemann
31. min 1 : 0 Tor Tom Baumgart

Historie