Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Zwei Monate Vorbereitungszeit in der Winterpause reichten scheinbar nicht, um einen eigentlich harmlosen Bremer Vorstadtklub in die Knie zu zwingen. Die Spieler redeten auf dem Platz kaum miteinander, ließen es ebenso an kraftvoller Körpersprache fehlen und offenbarten Defizite im taktischen und vor allem spielerischen Bereich. Der FC Oberneuland hingegen konnte mit dem 0:0 zufrieden sein und mit einem durchaus verdienten Zähler im Gepäck die weite Rückreise antreten, setzten sich die Himmelblauen gegen defensiv gut stehende Gäste in keiner Phase des Spiels entscheidend in Szene. Das Mittelfeld des CFC existierte praktisch überhaupt nicht, leistete keinen geordneten Spielaufbau, von Kreativität ganz zu schweigen. Den beiden Neuzugängen Hampf im Sturm und Nowak in der Abwehr bescheinigte Chef-Trainer Gerd Schädlich am Ende einen durchschnittlichen Einstand.
Aufgrund der gleichzeitigen Niederlage des VFC Plauen bei Hansa Rostock II, dem nächsten Heimspielgegner, rückte der CFC trotz der enttäuschenden Nullnummer einen Platz in der Tabelle nach vorn, während der Abstand zur Abstiegszone nur noch drei Punkte beträgt. Gegen Zweite Mannschaften sind die Himmelblauen in dieser Saison noch ungeschlagen. Ob die minimalistische Bilanz im Stadion an der Gellertstraße (9:9 Tore, 11 von 27 möglichen Punkten) verbessert und die Serie fortgesetzt wird, kann das Team schon am kommenden Samstag, dem 14. März um 13.30 Uhr beantworten. Vielleicht scheint dann auch wieder die Sonne.
Bartel